Reisebericht Australien

Sleeping Koala Bear

Sonntag, 17. Februar 2013

Wir treffen uns um 12.00 auf dem Bahnhof zur Abfahrt nach Frankfurt. Unser Flug wird ein Nachtflug sein. Die Reise mit einmal Umsteigen in Berlin ist unproblematisch. So langsam steigt die Vorfreude, der Gedanke an den 12 stündigen Flug wird in den Hintergrund gedrängt.
Die Nacht verbringen wir mit Fernsehen und Halbschlaf…

Montag, 18.Februar 2013

Wir erreichen Singapur gegen 17:45 Ortszeit.
Singapur (amtlich Republik Singapur) ist ein Insel- und Stadtstaat, der flächenmäßig der kleinste Staat Südostasiens ist.
Der Name „Singapur“ entstammt dem Sanskrit und setzt sich zusammen aus Singha (siṃha „Löwe“) und Pura (pura „Stadt“), bedeutet also Löwenstadt.
Der Staat Singapur liegt südlich der Johorstraße unmittelbar vor dem Südende der Hinterindischen und der Malaiischen Halbinsel, auch Malakka-Halbinsel genannt, also unmittelbar am südlichsten Ausläufer des asiatischen Festlandes. Dort befindet er sich zwischen Malaysia im Norden und Indonesien im Süden auf einer Hauptinsel, drei größeren und 56 weiteren kleineren Inseln. Im Süden trennt die Straße von Singapur die Inselgruppe von Indonesien.
Der Abend bietet uns die Gelegenheit Singapur bei Nacht zu erleben. Wir gehen zu Fuss hinunter über den Singapore River zum Esplanade Drive und haben freie Aussicht auf die „Banane“, das neue Hotel der Marina Sands Bay. Hier findet zu jeder vollen Stunde eine Lasershow vom Oberdeck des Hotels aus statt, wir erfreuen uns an dem leckeren Essen und den bunten Bildern…

Dienstag, 19. Februar 2013

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Wir erkunden Singapur. Wir möchten auf das Deck des Marina Sands Hotels, andere wiederum wollen auf den Singapur Flyer.
Zirka 1/3 des Oberdecks des Marina Sands Hotels ist für die Öffentlichkeit frei.
Das Gebäude besteht aus drei Hoteltürmen mit je 55 Stockwerken, die im Juli 2009 ihre maximale Höhe von 191 Meter erreichten. Die Dächer der drei Türme werden durch eine Dachterrasse, den sogenannten Sands SkyPark, verbunden.
Die für die Öffentlichkeit unzugängliche Aussichtsplattform umfasst auf einer Fläche von 1,2 Hektar einen Garten mit Bäumen sowie den mit 146 Meter längsten Infinity Pool, der aus drei verbundenen Becken besteht und 1424 m³ Wasser enthält. Dies ist das weltweit größte Außenschwimmbad auf einer solchen Höhe. Von der Dachterrasse, die 3900 Personen Platz bietet, hat der Besucher ein 360-Grad-Panorama auf Singapur. Um die durch Wind verursachten Bewegungen der Türme auszugleichen, wurden vier Bewegungsfugen zwischen den drei Pools mit bis zu 500 Millimeter Breite eingearbeitet. Individuelle Hebestützen unter jedem Pool sollen die zu erwartende, unterschiedlichen Setzungen der Türme auszugleichen und damit das Schwimmbad waagerecht halten.Die Aussicht ist fantastisch.
Den Nachmittag verbringen wir mit einem Besuch der Altstadt Singapurs, China Town. Hier wurde gerade das chinesiche Neujahrsfest gefeiert.
Wir besuchen den Sri Mariamman Temple, den ältesten Hindu- Tempel Singapurs sowie den Buddha Tooth Relic Temple and Museum. Auch den Masjid Sultan Tempel können wir aus der Nähe sehen.
Masjid Sultan, dieSultan-Moschee, befindet sich zwischen der Muscat Street und North Bridge Road im Kampong Glam-Distrikt in Singapur. Die 1928 eröffnete Moschee gilt als eine der wichtigsten Moscheen Singapurs.
Die ursprüngliche Moschee geht auf den Herrscher von Johor, Sultan Hussain Shah (1824), zurück. In den frühen 1900er Jahren wurde Singapur ein Zentrum für islamischen Handel, Kultur und Kunst. Die alte Sultan-Moschee wurde zu klein für die prosperierende Gemeinschaft, so dass die Moscheestiftung einen Neubau plante. Der Architekt Denis Santry erbaute die neue Moschee im indo-sarazenischen Stil mit Minaretten und Balustraden. Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1924 und wurden vier Jahre später vollendet.
Am 14. März 1975 wurde die Sultan-Moschee zum Nationalen Monument Singapurs erklärt. Heute wird die Moschee von der Majlis Ugama Islam Singapura unterhalten.
Am Abend geht es weiter, wieder ein Nachtflug, morgen früh werden wir Perth erreichen.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Perth, die Stadt am Swan- River! Uns empfangen kuschelige 40 °C, nicht unangenehm, da es eine trockene Wärme ist.
Perth ist die Hauptstadt des australischen Bundesstaates Western Australia.
Die Stadt wurde am 12. August 1829 am Swan River nahe dessen Mündung in den Indischen Ozean von Captain James Stirling gegründet, mit dem Ziel, die Franzosen von der Besiedlung des australischen Westens abzuhalten. Die offizielle Gründung von Perth war im Jahre 1856. Die Stadt wurde auf Wunsch des britischen Kriegs- und Kolonialministers Sir George Murray nach der schottischen Stadt Perth benannt, in der er geboren war.
Die nächstliegende größere Stadt Adelaide liegt 2139 km entfernt. Heute leben etwa 1,65 Mio. Einwohner in Perth und ca. 1,8 Mio. Einwohner im Ballungsgebiet von Perth.
Perth bezeichnet im eigentlichen Sinne den Großraum Perth, die Metropolitan Area Perth. Sie besteht heute aus 30 selbständigen Kommunen mit eigenen Verwaltungen. Die eigentliche City of Perth ist vergleichsweise klein. Sie beherbergt unter anderem das Bankenviertel und die Börse, das Vergnügungsviertel Northbridge, eine Einkaufsmeile als Fußgängerzone (Hay Street/Murray Street) und den Sitz des Landesparlaments. Sie hat nur gut 12.000 Einwohner. Der Vorsitzende des Perth City Council ist gleichzeitig der Lord Mayor und der oberste Repräsentant der ganzen Stadt. 2007 wurde mit Lisa Scaffidi erstmals eine Frau in diese Position gewählt.
Das Gebiet der viertgrößten australischen Metropole hat mittlerweile die Größe von 5400 km² überschritten und erstreckt sich von den Stränden am Indischen Ozean ostwärts bis zu den Ausläufern der Darling Range. Das Zentrum liegt etwa zehn Kilometer Luftlinie vom Indischen Ozean entfernt im Binnenland. Die City liegt dort, wo der Swan River sich zu einem See ausdehnt. Die Flussmündung wurde bereits 1886 vom Wasserbauingenieur C. Y. O’Connor zum Hafen ausgebaut, gehört aber zur selbständigen Stadt Fremantle. Der Swan River wird nicht von größeren Schiffen befahren.
Als „Seele der Stadt“ bezeichnen viele Bürger von Perth den Kings Park, ein 400 Hektar großes Gelände am Rande der City, das zu einem Großteil noch aus ursprünglichem australischen Buschland besteht. Den südlichen Teil des Parks nimmt der Botanische Garten ein. Es gibt ein Restaurant, Sportanlagen, Denkmäler, ein Open-Air-Kino und Platz für Picknicks und Wanderungen. Von der Höhe des Parks hat man auch einen Blick auf den Swan River, der sich an dieser Stelle zu einem See erweitert, und auf die Glas- und Betonbauten an seinem Ufer. Sie sind ein Resultat des westaustralischen Bodenschatz-Booms. Dabei wurde manches alte Gebäude für die modernen Bauten entfernt. Perth, schon 1829 von britischen Siedlern gegründet, weist auch alte Gebäude auf wie etwa das Government House (1864), die Deanery (1859), die Town Hall (1867) oder das His Majesty’s Theatre (1904). Der älteste Park ist Stirling Gardens (1845), das älteste Gebäude ist das Old Courthouse (1836). Das größte Gebäude in Perth ist das Hochhaus Central Park mit 226 Metern und 51 Etagen, gefolgt vom Bank West-Gebäude mit 214 m und 52 Etagen.
Perth gilt als eine Metropole des Segel- und Wassersports. Die Wassertemperatur des Indischen Ozeans ist aufgrund einer Meeresströmung, die von der Antarktis kommt, relativ niedrig und liegt beständig bei 20 bis 22 °C. Beliebtes Ausflugsziel – unter anderem auch für Taucher – ist die vor der Küste gelegene Insel „Rottnest Island“ (im örtlichen Dialekt kurz „Rotto“).
Perth ist katholischer und anglikanischer Erzbischofsitz und unter anderem ein wichtiges Finanzzentrum. Außerdem befindet sich hier eine von zwei Münzprägeanstalten des Kontinents Australien. Perth ist die westliche Endstation der Transaustralischen Eisenbahn, der Indian Pacific Railway die durch die Nullarbor-Wüste bis nach Sydney führt.
Von 3 bis 18. Dezember 2011 wurden bei Perth die World Windsurfing Championships ausgetragen.
Die wesentlichen Museen von Perth sind im Kultur-Distrikt Perth Cultural Centre versammelt, er besteht aus den beiden Kunstgalerien Art Gallery of Western Australia und Perth Institute of Contemporary Arts (PICA), dem Western Australian Museum (Geschichte und Naturgeschichte), der Alexander Library und dem State Records Office (Staatsarchiv von Western Australia).
Seit 2002 gibt es in Fremantle das Western Australian Maritim Museum, das sich dem Thema Meer unter verschiedenen Aspekten widmet. Dort ist unter anderem die America’s Cup-Regattayacht Australia II ausgestellt.
Die Perth Concert Hall ist der wichtigste Veranstaltungsort für klassische Konzerte, Ballet und Theateraufführungen.
Seit 1953 findet jährlich das von der University of Western Australia ausgerichtete Perth International Arts Festival statt, nach eigenen Angaben das Älteste Australiens. Das Festival umfasst Theater, Tanz, Musik, Film, bildende Kunst und Literatur.
Direkt an die Innenstadt grenzt der Kings Park and Botanic Garden, der Botanische Garten zeigt auf einer Fläche von 18 Hektar etwa 2000 verschiedene Pflanzen aus der Region und beherbergt lokale Vogelarten. Der größte Teil des insgesamt etwa vier Quadratkilometer großen Parks besteht aus naturbelassenem Buschwerk.
Uns empfängt Pedro Wittwer. Unsere Stadtrundfahrt beginnen wir am Swan River, wir halten am Wahrzeichen, dem Belltower, einem originell entworfenen Glockenturm.
Wir besuchen den Kings Park and Botanic Garden und haben einen schönen Blick auf die Stadt.
Mit Pedro besuchen wir auch Freemantle, Fremantle gilt als eines der kulturellen Zentren von Perth. Von Gefangenen errichtete Gebäude aus der Kolonialzeit, der alte Landungssteg und der Hafen, das Maritime Museum und viele andere Gebäude von allgemeinem historischem Interesse findet man hier.
Dazu zählt auch das Round House, das älteste erhaltene Gebäude in Western Australia, das 1830/1831 als Gefängnis errichtet wurde. Es umfasste acht Zellen und eine Gefangenen-Residenz, die sich alle um einen zentralen Hof herum angeordnet waren. In den 1800er Jahren wurden in der Bucht von Bathers Beach unterhalb des Round House Wale gejagt. Dazu wurde ein Tunnel unter dem Round House konstruiert, durch den die Waljäger in die Stadt gelangen konnten. Als die ersten 75 Gefangenen aus Großbritannien 1850 ankommen, um die schwindende Bevölkerung der Kolonie zu verstärken, erwies sich das Round House als zu klein, um sie aufzunehmen. Die Sträflinge bauten ein neues Gefängnis, das in den 1850erJahren fertiggestellt wurde und bis 1991 als Gefängnis von Fremantle benutzt wurde.
Das Fremantle Prison war einst eines der berüchtigtsten Gefängnisse des Britischen Empires. Hier waren britische Sträflinge sowie örtliche, militärische und Kriegsgefangene untergebracht. Heute gilt es als eines der wichtigsten Kulturerbe des Landes.
Das Round House liegt im West End von Fremantle, einem Stadtteil, der Gebäude aus der Kolonialzeit am südlichen Rand des Hafens enthält und vage an Stockholm erinnert. Ein Prozess der Gentrifizierung in den früheren 1990er Jahren wurde durch die Einrichtung der University of Notre Dame Australia beschleunigt, da die Universität viele der Gebäude im West End restauriert hat und noch benutzt.
Das majestätische Fremantle History Museum wurde in den 1860er Jahren ebenfalls von Gefangenen aus einheimischem Kalkstein gebaut. Früher befand sich in dem Gebäude in der Ord Street eine psychiatrische Klinik und während des Zweiten Weltkriegs diente es als Basis der US Navy. Heute ist hier, an einem der markantesten Punkte der Stadt, das Immigration Museum untergebracht, das sich der Geschichte aller Immigranten, die in Western Australia ankamen, widmet.
Die Fremantle Markets sind eine bekannte Touristenattraktion. Sie liegen im Stadtzentrum am „Cappuccino Strip“ (so genannt wegen der Vielzahl an Restaurants und Cafés). Der Ministerpräsident von Western Australia, Sir John Forrest legte den Grundstein für den Markt am 6. November 1897. Mehr als 150 Stände befinden sich in dem viktorianischen Gebäude, das 1980 in die Liste des National Trust and Heritage Council aufgenommen wurde.
Abendessen gibt es am Svan River. Wir finden eine Gaststätte, in der Live- Musik geboten wird, gegessen wird natürlich Fisch.

Donnerstag, 21.02.2013

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Wir machen einen Ausflug zum Nambung- Nationalpark.
In der Nähe der westaustralischen Stadt Cervantes befindet sich der Nambung-Nationalpark. Er erstreckt sich 245 km nördlich von Perth entlang der Swan Coastal Plain. Es ist ein Park der IUCN-Kategorie II und wird vom Department of Conservation and Land Management verwaltet.
Hauptattraktion des Nationalparks sind die bis zu vier Meter hohen verwitterten Kalksteinsäulen, die „Pinnacles“; er ist deshalb auch unter dem Namen Pinnacles Desert bekannt, welche aber nur einen vier Quadratkilometer kleinen Teil des Nationalparks konstituiert.
Der Nationalpark liegt in einem dreiteiligen Dünensystem; diese Dünen markieren die früheren Küstenlinien des Indischen Ozeans.
Die jüngste Linie, die am nächsten zum Meer liegt, sind die Quindalup-Wanderdünen aus weißem, kalkreichem Sand. Sie sind von Heidevegetation mit lila blühenden Bodendeckern (blue fanflower, pigface) umgeben.
Das zweite System weiter im Landesinneren sind die Spearwood-Dünen. Gelblich-bräunlicher Quarzsand überlagert hier den älteren Kalkstein verfestigter früherer Dünen. In diesem System entstanden die Pinnacles. Umgeben ist das Dünengebiet von Banksia- und Dryandra-Buschland.
Die dritte, älteste und am weitesten vom Meer entfernte Dünenlinie sind die Bassendean woodlands. Auf dem an Silizium reichen Sand wachsen strauchhohe Banksia und Tuarts, eine kleinwüchsige Eukalyptus-Art.
Die meisten Tiere im Park sind nachtaktiv. Das Graue Riesenkänguru und Emus werden gelegentlich auch am Tag gesehen.
An Reptilien sind der Tannenzapfenskink und die giftige Westliche Braunschlange verbreitet. Seltener ist in den unzugänglichen Buschgebieten des Nationalparks die Teppichpython.
Über 90 Vogelarten sind entlang der Swan Coastal Plain heimisch, beispielsweise der Blaubrust-Staffelschwanz, der Pfeifhonigfresser, der Keilschwanzadler und der Australische Gleitaar.
Die das mittlere Dünensegment dominierenden, charakteristischen Kalksteinsäulen entstanden durch Pflanzenwuchs vor etwa 500.000 bis 50.000 Jahren auf der aus Quarzsand bestehenden Wanderdüne. Deren Wurzeln drangen tief in die ältere, sich zeitgleich verfestigende Tamala-Kalksteinschicht vor. Dabei durchbrachen sie an brüchigen Stellen zunächst eine extrem harte Kalksteinkruste, die durch nach unten sickernde Säuren (gebildet aus Humus, abgestorbenen Pflanzen und Tieren) entstanden war. Unter dieser Kruste verfestigte sich der Kalkstein besonders kompakt zwischen den eingedrungenen Pflanzenwurzeln, da diese Bereiche viel Wasser aufsogen.
Die quarzsandhaltige Wanderdüne zog jährlich ca. 2,5 m weiter, die frei liegende Kalksteinschicht war der Erosion ausgesetzt, die innerhalb der letzten 20.000 Jahre abgestorbene Vegetation hinterließ Lücken, in die Quarzsand eindrang, der dann wiederum abgetragen wurde. Nur die extrem harten Bereiche der durch viel Wasser zementierten Kalksteinschicht waren von der Erosion nicht betroffen. Diese sehen wir heute als Pinnacles. Gelegentlich zeugen Kappen auf den Säulen noch von der Kruste.
Wo die unterirdische Vegetation vollständig vom harten, erosionsunfähigen Kalkstein umschlossen wurde, entstanden versteinerte Pflanzenwurzeln.
Eine ca. 4 km lange Sandpiste erschließt das Gebiet; ein erhöht liegender Aussichtspunkt (Pinnacles Lookout) ermöglicht einen Überblick über die unterschiedlich gestalteten kleineren und größeren Formationen.
Der Nationalpark war bis zum September 2010 mit normalen Fahrzeugen nur von Norden über Cervantes zu erreichen. Die Anfahrt von Süden über Lancelin und Grey war nur mit einem Allrad-Fahrzeug möglich. Für die teils sandige, teils felsige rund 65 Kilometer lange Piste mit einigen Anstiegen brauchte man mindestens drei Stunden. Es war erforderlich, den Reifendruck mehrfach dem Gelände anzupassen.
Im Herbst 2010 wurde die Asphaltierung des Indian Ocean Drive zwischen Lancelin und Cervantes abgeschlossen und so eine einfachere und touristisch interessantere Zufahrt zum Park ermöglicht.
Auf der Rückfahrt nehmen wir ein erstes Bad im Indischen Ozean. Kaum zu glauben, dass 4 Wochen später in der heimischen Presse von ca. 100 Haien bei Perth die Rede war.

Freitag, 22. Februar 2013

Wir fliegen weiter nach Adelaide.
Unsere Begleitung für die Tage in Adelaide ist Barbara Metzger.
Wie üblich, beginnen wir den Besuch mit einer Stadtrundfahrt und einem Ausflug zum Mt. Lofty Lookout. Der Mt. Lofty Lookout ist der höchste Berg mit 710 m ü. NN mit Aussicht über Adelaide bis zum Meer. Wenn das Wetter es zulässt…
Auf der Rückfahrt vom Mt. Lofty Lookout sehen wir die ersten Koalas…
Adelaide ist die Hauptstadt des Bundesstaates South Australia in Australien. Adelaide ist eine Küstenstadt am Saint-Vincent-Golf und wurde vom ersten Gouverneur des Staates, Captain John Hindmarsh (1785–1860), 1837 nach der britischen Queen Adelaide benannt. Adelaide ging im Gegensatz zu Städten wie Sydney oder Hobart nicht aus einer Sträflingskolonie hervor.
Die Stadt trägt wegen ihrer Kulturveranstaltungen den Beinamen „festival city“, so etwa das Glenelg Jazz Festival oder das Adelaide Festival of Arts. Ebenso wird Adelaide „city of churches“ (Stadt der Kirchen) genannt. Adelaide ist Austragungsort mehrerer sportlicher Veranstaltungen, so z. B. von 1985 bis 1995 des Großen Preises von Australien der Formel 1 auf dem Adelaide Street Circuit.
Die Stadt Adelaide besteht eigentlich nur aus dem Stadtkern innerhalb des Parkrings, unterteilt in Adelaide und North Adelaide. Sie hat 17.500 Einwohner. Man rechnet jedoch die direkt umliegenden etwa 250 Orte zum städtischen Bereich hinzu.
Adelaide liegt nördlich der Fleurieu-Halbinsel, zwischen dem Gulf Saint Vincent und dem Mount-Lofty-Gebirge. Die Stadt erstreckt sich 20 km von der Küste bis zu den Ausläufern des Gebirges. Nach den Angaben des australischen Amtes für Statistik (Australian Bureau of Statistics) hat die Metropolregion Adelaide eine Fläche von insgesamt 870 km² und liegt durchschnittlich auf einer Höhe von 50 m ü. NN. Der Mount Lofty ist mit 727 Metern der höchste Punkt der Metropolregion.
Vor der Besiedelung dieses Gebietes war Adelaide meist von Buschland bedeckt. An den Küstenabschnitten waren vorherrschend Sümpfe und Moore. Durch die Metropolregion fließen mehrere Flüsse und Bäche. Die größten Einzugsgebiete haben die beiden Flüsse River Torrens und Onkaparinga River. Für die grundlegende Wasserversorgung der Stadt sorgen mit einem Anteil von 40 % das Happy Valley Reservoir und mit 10 % das größere Mount Bold Reservoir.
Adelaide hat ein mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und kühlen Wintern. Im Durchschnitt liegen die Temperaturen zwischen Dezember und Februar bei etwa 28 °C, können jedoch bis über 40 °C klettern. Im Winter, also hauptsächlich im Juli und August, bewegen sie sich meist zwischen 5 °C und 15 °C. Von November bis Mitte April ist das Klima arid, von Mitte April bis Oktober humid. Eine gängige Bezeichnung der Stadt lautet „The dryest city in the dryest state of the dryest country of the dryest continent of the world“ (Die trockenste Stadt im trockensten Staat des trockensten Landes des trockensten Kontinents der Welt).
Vor der Besiedlung durch Europäer lebten im Gebiet des heutigen Adelaide etwa 300 Aborigines des Kaurna-Stammes. Diejenigen, die die eingeschleppten Krankheiten überlebten, wurden später in der Gegend von Port Lincoln, weit außerhalb ihres angestammten Gebietes, angesiedelt.
1627 kartographierte der Holländer Pieter Nuyts die Küste Südaustraliens, und 1802 wurden diese Küsten dann auch erforscht, dann allerdings durch die Briten. William Light, Surveyor-General von Südaustralien, plante die Stadt und bestimmte einen Ort etwa 10 km landeinwärts am River Torrens für den Bau der Hauptstadt der neuen Kolonie. Ihm sind auch die breiten Straßen im Schachbrettmuster und die großzügigen Parkanlagen zu verdanken. Gouverneur John Hindmarsh benannte die 1836 gegründete Stadt auf Anweisung aus dem britischen Königshaus nach Queen Adelaide, der aus Meiningen stammenden deutschen Prinzessin Adelheid von Sachsen-Meiningen (1792–1849) und Gemahlin des britischen Königs Wilhelm IV.
Im November 1838 versprach die Kolonie den Siedlern Religionsfreiheit. Ein Großteil der ersten Siedler waren protestantische Briten wie Baptisten, Presbyterianer und Methodisten, die in ihrer Heimat aufgrund der Nonkonformität ihres Glaubens mit dem der anglikanischen Kirche unter Repressalien gelitten hatten. 1839 kamen die ersten Altlutheraner aus Preußen nach Adelaide, die in ihrer Heimat Repressionen erfahren hatten und von König Friedrich Wilhelm III. verfolgt worden waren, weil sie sich der Zwangsvereinigung mit den Reformierten (Kalvinisten) widersetzt hatten.
Bedeutende Silber- und Kupferfunde in den frühen 1840er Jahren, später auch Bleifunde, sorgten für einen ersten Wirtschaftsboom. Australien wurde rasch zu einem der größten Metallexporteure des britischen Empire. Schnell entwickelten sich etwa 30 „Vorstädte“ wie Unley und Norwood außerhalb des Parkrings um Adelaide. Bereits 1851 betrug die Anzahl europäischer Siedler etwa 14.600.
1856 wurde Port Adelaide mit Adelaide durch eine dampfbetriebene Bahn verbunden. Eine breit angelegte Wasserversorgung wurde 1861 installiert, die Gasversorgung 1863. 1872 wurde Adelaide als erste australische Stadt per Telegraf mit London verbunden. 1878 wurde mit dem Ausbau der Straßenbahn begonnen, durch Pferde gezogen verband sie dann mehrere Stadtteile. 1901 baute man ein Stromkraftwerk zur Versorgung der Einwohner.
Ein erneuter Wirtschaftsboom zwischen 1870 und 1890, diesmal aufgrund von Weizen, löste wiederum einen Bauboom aus. Viele der in dieser Zeit entstandenen Gebäude prägen heute das Gesicht der Stadt.
Im 20. Jahrhundert war ein Großteil der Einwanderer nach wie vor hauptsächlich Briten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kamen viele Italiener und Griechen hinzu. In den 1970er Jahren wanderten viele Vietnamesen und Lateinamerikaner zu. Neben Einwanderern aus vielen anderen Ländern der Welt prägten sie das Bild der Stadt und die Lebensart.
Adelaides Image als Kulturstadt hat seinen Ursprung in den siebziger Jahren. Der Premier Don Dunstan förderte das Festival der Künste (Adelaide Festival of Arts), wie auch die Gesetzgebung in South Australia.
Das Gebiet, das von dem Parkring umschlossen wird, ist heute hauptsächlich ein Geschäftsbezirk.
Als Attraktionen in Adelaides Umgebung gelten Barossa Valley, McLaren Vale, Hahndorf und Kangaroo Island.
Es bestehen sechs innerstädtische Bahnlinien, die zentral am Hauptbahnhof an der North Terrace zusammentreffen. Die kompletten Linien werden ausschließlich mit Dieseltriebwagen bedient, da die Strecken nicht elektrifiziert sind. Von einem Bahnhof, etwas außerhalb der Innenstadt gelegen (Keswick Terminal), bestehen direkte interstädtische Verbindungen nach Melbourne, Perth, Sydney, Darwin und Alice Springs. Diese Verbindungen werden hauptsächlich für den Güterverkehr genutzt, jedoch verkehren Sonderzüge für den Personenverkehr wie „The Ghan“, „The Indian-Pacific“ und The Overland.
Adelaide hatte bis 1958 ein ausgedehntes Straßenbahnnetz, von dem allerdings nur eine einzige Linie die Stilllegungswelle der 1950er Jahre überlebt hat. Diese Linie verläuft größtenteils auf eigenem Gleiskörper vom Stadtzentrum nach Glenelg, einem Vorort an der Küste. In Adelaide wurden die längsten gelenklosen Straßenbahnwagen der Welt eingesetzt (Typ „H“, 17,20 m). Diese Fahrzeuge wurden mittlerweile durch Bombardier-Flexity-Classic-Bahnen aus Deutschland ersetzt. Nur noch an Sonn- und Feiertagen werden noch vereinzelt die alten Straßenbahnwagen eingesetzt.
Ein Busnetz komplettiert den öffentlichen Personennahverkehr Adelaides. Es gibt rund 7.400 Haltestellen und insgesamt 1150 km Buslinien im Stadtgebiet. Adelaide verfügt außerdem über 12 km „O-Bahn“, ein Schienennetz für Busse. Haltestellen sind nur mit Nummern gekennzeichnet und Fahrpläne sowie Hinweise auf die an der Haltestelle fahrenden Linien und die Fahrrichtung fehlen an vielen Haltestellen. Ebenso gibt es keine Zeitkarten in Adelaide, sondern nur Einzelfahrscheine und Mehrfachfahrscheine mit zehn Fahrten. Im Stadtgebiet gibt es einen „Free Connector Bus“, der die wichtigsten Stationen in der Stadt abfährt. Teilweise ist dieser Bus einer der ersten vollständig solarbetriebenen Busse.
Ein Angebot der „Adelaide City Council“, also der Stadtverwaltung, sind frei verfügbare Fahrräder (inklusive obligatorischem Helm) an einigen Plätzen, z. B. Hostels oder Fahrradläden. Hierfür muss ein Formular ausgefüllt und eine ID-Karte, z. B. ein Führerschein hinterlassen werden.
Ein großer Teil der australischen Rüstungsindustrie ist im Großraum Adelaide angesiedelt. Die australische Tochter der BAE Systems (zweitgrößtes Rüstungsunternehmen der Welt), BAE Systems Australia, sowie die australische Tochter von Lockheed Martin sind in Edinburgh Parks nordwestlich von Adelaide angesiedelt. Im Technology Park Adelaide (dem ersten seiner Art in Australien) in Salisbury City (nördlich von Adelaide) befinden sich die Rüstungs- und Luftfahrtsparten von Saab und Raytheon, aber auch andere globale High-Tech Unternehmen wie Topcon, Optus und Xtralis. Die staatliche Australian Submarine Corporation ist im Vorort Osborne angesiedelt.
Das größte australische Öl- und Gasförderunternehmen, Santos, die größte australische Brauerei Coopers Brewery, das Investmentunternehmen Argo Investments sowie eines der größten australischen Handelsunternehmen Harris Scarfe haben ihren Hauptsitz in Adelaide.
Eines der weltgrößten Medienkonglomerate, die News Corporation, wurde 1979 von Rupert Murdoch in Adelaide gegründet und hatte bis 2004 seinen globalen Hauptsitz dort.
Die australische Automarke von General Motors, Holden, hat eines seiner beiden Werke im Vorort Elizabeth.

Samstag, 23. Februar 2013

weltreise-reisebericht-australien-4

Wir haben einen freien Tag und gehen zunächst einkaufen. Ein Hatters Shop hat es uns angetan, natürlich werden wir auch fündig. Weiter geht es durch die Arkaden der Einkaufspassagen.
Wir besuchen das South Australian Museum. Das Museum verfügt über eine große Sammlung von Aborigine-Objekten und den „ägyptischen Raum“. Außerdem befindet sich ein Discovery Centre im 2. Obergeschoss und die in den Flinders Ranges (Ediacara) gefundenen, wohl ältesten Fossilien der Erdgeschichte im 3. Obergeschoss.
Am Nachmittag fahren war mit der Tram nach Glenelg an die See. Es sind immer noch 40 °C und ca. 22…23 °C Wassertemperatur. Glenelg, ein Stadtteil Adelaides, liegt direkt am Meer. Der Jetty, ein langer Bootsanleger, gilt als eine der Attraktionen. Von der Innenstadt führt eine Straßenbahn dorthin, die regelmäßig zwischen Victoria Square und Glenelg verkehrt.
Zum Abend hat Steffen Kühling ein Geheimtipp: Wir besuchen das Steakhouse „Gouchos“, er war hier bereits vor 9 Jahren und hatte das Essen in angenehmer Erinnerung behalten.
Wir können das bestätigen!!

Sonntag, 24. Februar 2013

Heute fliegen wir weiter nach Melbourne.
Melbourne ist die Hauptstadt des Bundesstaates Victoria in Australien. Sie ist mit 3,37 Millionen Einwohnern (2006) nach Sydney die zweitgrößte Stadt des australischen Kontinents. In der Metropolregion leben 4,08 Millionen Menschen (2006). Die Einwohner von Melbourne werden im englischen „Melburnians“ genannt. Melbourne wurde 1837 nach dem damaligen britischen Premierminister Lord Melbourne benannt und ist katholischer sowie anglikanischer Erzbischofsitz.
Unser Reiseführer für die kommenden Tage ist Helmut Wagner, Ingenieur und Freund von trockenen, knackigen Ansprachen. Wir haben Probleme, bei seinen 2 m Körpergröße mit ihm Schritt zu halten.
Die aus der Kernstadt Melbourne City mit 71.380 Einwohnern (2006) und 30 weiteren Gemeinden bestehende Agglomeration ist das wichtigste wirtschaftliche, kulturelle und politische Zentrum Victorias. Zur Bevölkerung der Stadt gehören viele Einwanderer, die chinesischer, britischer, griechischer, italienischer, irischer, kroatischer oder vietnamesischer Herkunft sind.
Aufgrund von Erhebungen der Zeitschrift The Economist ist Melbourne in den Jahren 2002, 2004, 2005, 2011 und 2012 zu der lebenswertesten Stadt der Welt (unter Berücksichtigung der kulturellen Gegebenheiten, des Klimas, den Lebenshaltungskosten und des sozialen Umfeldes) gewählt worden.
Die Stadt liegt am Yarra River im Süd-Osten nahe dessen Mündung in die Port-Phillip-Bucht durchschnittlich 14 Meter über dem Meeresspiegel. Das Stadtgebiet (Urbanized Area) hat eine Fläche von 1.705 Quadratkilometern. Sie ist die zweitgrößte Stadt in Australien nach Sydney.
Die Metropolregion hat eine Fläche von 8.830 Quadratkilometern. Sie erstreckt sich von Nord nach Süd über etwa 70 Kilometer und von Ost nach West über rund 50 Kilometer. Die geographischen Koordinaten sind 37,49 Grad südlicher Breite und 144,57 Grad östlicher Länge. Damit ist Melbourne die südlichste Millionenstadt der Welt.
31 Local Government Areas (LGAs) liegen im Stadtgebiet von Melbourne. Diese Metro Councils bilden die Region Greater Melbourne. 3,6 der 4,9 Millionen Einwohner (2006) Victorias leben hier. Die 26 Citys werden auch als Metropolitan Area, die fünf Shires als Outer Metropolitan Area von Melbourne bezeichnet.
Geographisch unterscheidet man die Innenstadt (Inner City) und die nördlichen, östlichen, südöstlichen und westlichen Vororte (Suburbs). Melbourne besteht außerdem geographisch aus 217 Stadtteilen, die sich teilweise mit den LGA überschneiden.
Melbourne liegt in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 14,9 Grad Celsius. Der wärmste Monat ist der Februar mit einer Durchschnittstemperatur von 20,2 Grad Celsius. Der kälteste Monat ist der Juli mit 9,7 Grad Celsius im Mittel.
Die mittlere Jahresniederschlagsmenge beträgt 656 Millimeter. Der meiste Niederschlag fällt im Oktober mit durchschnittlich 67 Millimeter, der geringste im Januar mit nur 48 Millimeter im Mittel.
Das Wetter in Melbourne ist sehr wechselhaft und wird sehr gerne als „four seasons in a day“ (de.: Vier Jahreszeiten an einem Tag) beschrieben. Starke Wetterschwankungen sind vor allem vom Frühjahr bis zum Sommer zu beobachten. Sie äußern sich primär in Form von Stürmen, Regen und schnellen Temperaturabstiegen. Hierfür ist der Temperaturunterschied zwischen dem kühlen Südpazifischen Ozean und dem erheblich wärmeren Inland Australiens verantwortlich. Erwärmt sich das Land deutlich schneller als der Südpazifik, steigt die Luft über dem Land auf. Die kältere Luft vom Meer bewegt sich als Südwind, auch Southerly genannt, zum nördlichen Hochdruckgebiet. Hierbei entsteht eine Kaltfront, die den plötzlichen Wetterumschwung verursacht. Im Sommer strömen sehr warme Winde aus dem Zentrum des Kontinents nach Melbourne. Infolgedessen steigen die Temperaturen stark an. Während der Wintermonate ist es in Melbourne im Vergleich zu den anderen Hauptstädten der australischen Bundesländer, mit Ausnahme von Hobart, kühler. Schnee tritt nur sehr selten auf, Frost und Nebel gelegentlich.
1803 wurde das Gebiet, in dem die Stadt liegt, erstmals von Europäern erkundet. Vor deren Ankunft war das Gebiet aber bereits etwa 35.000 Jahre lang von nicht mehr als 20.000 Jägern und Sammlern bewohnt, die zu den drei indigenen Stämmen der Wurundjeri, Boonwurrung und Wathaurong gehörten. Das Gebiet der späteren Stadt Melbourne war ein bedeutender Treffpunkt von Angehörigen dieser Stämme, die zusammen den Verband der Kulin-Nation bildete, außerdem eine wichtige Quelle für Lebensmittel und Wasser. 1835 siedelten sich dort rivalisierende Gruppen euro-päischer Herkunft aus Tasmanien an und gaben ihm den Namen Port Phillip.
Als Gründer gelten John Batman und John Pascoe Fawkner. Batman war ein Repräsentant der im selben Jahr durch eine Gruppe von Geschäftsmännern aus Launceston gegründeten Port Phillip Association. Er kaufte mit dem als Batman’s Treaty bekannten Vertrag von den ansässigen Aborigine-Stämmen unter der Führung Billibellarys rund 240.000 Hektar Land und gründete auf der Nordseite des Yarra-Flusses eine Siedlung. Im Oktober 1835 schlossen sich John Pascoe Fawkner, der im Folgenden die Siedlungsaktivitäten zielstrebig vorantrieb, eine Gruppe tasmanischer Siedler an.
Melbourne war im Gegensatz zu anderen Siedlungen im Südosten Australiens nie eine Strafkolonie, sondern wurde von Anfang an als Wohngebiet mit breiten Straßen und weitläufigen Parks geplant. Im Jahre 1837 erhielt die Stadt zu Ehren des damaligen Premierministers von Großbritannien, William Lamb, Second Viscount Melbourne, ihren heutigen Namen. Um 1840 lebten bereits über 10.000 Menschen in der Region rund um Melbourne.
1851 kam die Stadt von New South Wales zu der neu gegründeten britischen Kolonie Victoria und wurde deren Hauptstadt. Melbournes größte Wachstumsperiode begann in den frühen 1850er Jahren, als in Victoria Gold entdeckt wurde (insbesondere bei Bendigo und Ballarat). Zu dieser Zeit entwickelte sich die Stadt zum Handels- und Geschäftszentrum der aus Übersee herbeiströmenden Goldgräber.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt, ihr Hafen wurde ausgebaut, und bedeutende Industriebetriebe siedelten sich an. Nach der Gründung des Australischen Bundes im Jahre 1901 war Melbourne zeitweise Sitz der australischen Bundesregierung. 1913 wurde Canberra die neue Bundeshauptstadt, aber die Regierung des Landes zog erst 1927 dorthin um. 1956 fanden die Olympischen Sommerspiele in Melbourne statt.
Die Einwohnerzahl von Melbourne hat sich seit Ende der 1950er Jahre auf 3,4 Millionen im Jahre 2006 verdoppelt. Die Bevölkerungsdichte beträgt 1.978 Einwohner je Quadratkilometer. In Berlin sind es zum Vergleich 3.800. In den ländlichen Regionen außerhalb der Stadt leben etwa 220.000 Menschen. Dort liegt die Bevölkerungsdichte nur bei 31 Einwohnern je Quadratkilometer. In Mecklenburg-Vorpommern sind es zum Vergleich 74. In der gesamten Metropolregion (Melbourne Statistical Division) leben 3,6 Millionen Menschen (2006). Die Bevölkerungsdichte beträgt 407 Einwohner je Quadratkilometer.
Zur Bevölkerung der Stadt gehören viele Einwanderer, die chinesischer, britischer, griechischer, italienischer, irischer, serbischer, kroatischer oder vietnamesischer Herkunft sind. Viele Einwanderer aus Osteuropa bekennen sich zum jüdischen Glauben. Melbourne beherbergt mit 50.000 Mitgliedern die größte jüdische Gemeinde Australiens. Während die meisten eingewanderten Juden aus Westeuropa sich in Sydney ansiedelten, wählten die Juden aus Osteuropa Melbourne als Wohnort.
Die Metropolregion Melbourne besitzt keine zentrale Verwaltung. Sie besteht aus der City of Melbourne und 30 weiteren Local Government Areas (LGA, lokale Verwaltungsgebiete), wobei der Lord Mayor der City of Melbourne inoffiziell als Repräsentant der gesamten Region gilt. Er besitzt keine Jurisdiktion über die anderen LGAs. Diese liegt bei der Regierung des Bundesstaates Victoria.
Alle LGA besitzen gewählte Stadträte (so genannte „local councils“) mit eigenständigen Bürgermeistern. Diese „local councils“ sind vergleichbar mit den Bezirken in den deutschen Großstädten Berlin und Hamburg, wobei es in Melbourne eine größere Anzahl von Bezirken gibt. Diese sind für eine Reihe von Aufgaben zuständig, die ihnen von der Regierung des Bundesstaates übertragen wurden. Viele Aufgaben werden jedoch durch den Bundesstaat selbst wahrgenommen. Darunter fallen öffentlicher Verkehr, Hauptstraßen, Verkehrsüberwachung, Polizei, Bildung ab der Grundschulstufe und die Planung großer Infrastrukturprojekte.
In Melbourne hat das deutsche Generalkonsulat mit dem Zuständigkeitsbereich für die Bundesstaaten Victoria, South Australia, Tasmania und Western Australia seinen Sitz.
Mit dem Melbourne Museum wurde im November 2000 der größte Museumskomplex der Südhalbkugel eröffnet. Zum Museumskomplex gehören weiterhin das Royal Exhibition Building, das Scienceworks Museum sowie das Immigration Museum.
Weitere bekannte Museen im Stadtgebiet sind das Museum of Victoria, in dem das frühere National Museum of Victoria mit seinen Abteilungen für Zoologie, Geologie und Anthropologie aufgegangen ist und die National Gallery of Victoria mit Sammlungen von Gemälden und Photographien.
Das Stadtbild Melbournes, dessen historischer Queen-Victoria-Markt bis heute eine Attraktion bildet und den wir auch umgehend besuchen, beherrschen zahlreiche Bürohochhäuser. Sehenswerte Bauwerke sind unter anderem das State Parliament House, die Royal Exhibition Buildings, die 1968 eröffnete Börse, die 1937 fertiggestellte Saint Patrick’s Cathedral und Flinders Street Station.
In den Fitzroy Gardens wurde das Cook’s Cottage aufgebaut, das Haus, in dem der englische Seefahrer und Entdecker James Cook (1728–1779) seine Kindheit verbrachte. Er nahm im Jahre 1770 die Ostküste Australiens für Großbritannien in Besitz. Wir erkunden den Park am Nachmittag.
Ebenfalls erwähnenswert sind das Government House, das National Herbarium und die Royal Botanic Gardens.
Die 1978 dem Verkehr übergebene West Gate Bridge, die den Yarra River kurz vor seiner Mündung überquert, ist die drittlängste Brücke des Landes. Die Sandridge Bridge im Stadtzentrum war die erste Passagiereisenbahnbrücke Australiens. Im Zuge ihrer Renovierung und Wiedereröffnung als Fußgängerbrücke 2006 wurden auf der Brücke neun 7,5 Meter hohe bewegliche abstrakte Skulpturen genannt The Travellers installiert, die die verschiedenen Australischen Einwanderer symbolisieren.
2006 wurde der Eureka Tower fertiggestellt, der seitdem mit 297 Metern Höhe und 91 Stockwerken das größte Gebäude Melbournes ist.
Die Stadt Melbourne feiert jährlich im Rahmen des Spring Racing Carneval am ersten Dienstag im November den „Melbourne Cup Day“, der seit 1877 in ganz Victoria als gesetzlicher Feiertag gilt. Der Melbourne Cup ist Australiens größtes Pferderennen und wird auf dem Flemington Racecourse im Norden Melbournes ausgetragen.
In den Sommermonaten läuft das „Summer-Fun-in-the-Parks“-Programm. Hier finden am Abend kostenlose Open-Air-Jazz-Konzerte in den diversen Parks und nächtliche Beobachtungen des Südsternhimmels von der Victoria Astronomical Society statt.
Das Künstlerviertel von Melbourne findet sich im südöstlichen Stadtteil Prahran, wo sich, vor allem in der Chapel St., viele Galerien, Boutiquen und für Jugendliche und Künstler attraktive Bars und Restaurants befinden.
In Melbourne finden die wichtigsten Sportveranstaltungen Australiens statt. Jährlich im Januar findet das Tennis-Grand-Slam-Turnier Australian Open statt. Im März ist der Auftakt zur Formel 1, der Große Preis von Australien auf dem Albert Park Circuit in St Kilda. Melbourne gilt als Ursprung für den in Australien beliebtesten Sport Aussie Rules. Das jährliche Grand Final findet im Melbourne Cricket Ground statt. Dieses auch MCG genannte Stadion ist eines der größten Stadien der Welt. Hier findet jährlich am zweiten Weihnachtsfeiertag (Boxing Day) ein Test-Cricket-Spiel gegen England statt.
Eine Touristenattraktion ist das zum Teil im Flussbett des Yarra River unterirdisch angelegte Melbourne Aquarium. Ein beliebtes Erholungsgebiet für die Bewohner der Stadt sind auch die Dandenong Ranges, eine Bergkette östlich von Melbourne. Zur Erholung wird auch die Melbourne umgebende Naturlandschaft genutzt. Am beliebtesten ist Wilsons Promontory, Healesville Sanctuary, der Grampians-Nationalpark und die Great Ocean Road, die als eine der schönsten Küstenstraßen der Welt gilt und von Torquay bis nach Warrnambool führt.
In Melbourne werden unter anderem Schiffe und Erdölprodukte aus den Werften und Raffinerien an der Port Phillip Bay sowie Chemikalien, Druckerzeugnisse, Metalle, Kraftfahrzeuge, elektrische und elektronische Geräte, Maschinen, Textilien, Kleidung, Papier und Nahrungsmittel hergestellt.
Mit dem Stahl- und Bergbaukonzern Broken Hill Proprietary Company, Ltd. (BHP), dessen Hauptquartier sich in der Stadt befindet, beherbergt Melbourne das größte Industrieunternehmen Australiens und die größte Minengesellschaft der Welt. Andere Firmen des Landes mit Sitz in Melbourne sind die National Australian Bank und Pacific Dunlop, ein Unternehmen, das verschiedene Konsumgüter herstellt und vermarktet.
Die deutschen Automobilhersteller Daimler und Porsche haben ihren australischen Hauptsitz in Melbourne. Außerdem sitzt hier der GM-Tochterkonzern Holden sowie die Foster’s Brauerei.
Die Stadt ist ein Eisenbahn- und Verkehrsknotenpunkt. Der Hauptflughafen Melbourne International Airport liegt 22 Kilometer nordwestlich vom Zentrum im Vorort Tullamarine. Ein weiterer Flughafen, der von Billig-Airlines genutzt wird, liegt südwestlich von Melbourne in Avalon. Darüber hinaus befinden sich der Flughafen Essendon und der Moorabbin Airport auf bzw. am Rand des Stadtgebietes, von beiden werden allerdings keine Linienflüge angeboten.
Der öffentliche Nahverkehr wird von vielen Melbournians auch seit der Privatisierung und Aufspaltung in verschiedene Firmen immer noch ‚The Met‘ genannt. Das am 11. November 1885 eröffnete Straßenbahnnetz in Melbourne ist neben den Straßenbahnen in Adelaide und Sydney das letzte verbliebene auf dem australischen Kontinent und mit 238 Kilometern Länge eines der größten der Welt. Daneben gehört zur Met auch noch ein Eisenbahnnetz und zahlreiche Buslinien. Im Kraftfahrzeugverkehr ist der Hook Turn eine Melbourner Besonderheit. Dabei biegen Rechtsabbieger an einigen Kreuzungen aufgrund des Straßenbahnverkehrs von der linken Spur ab.
Die beiden großen Universitäten der Stadt sind die 1853 gegründete Universität Melbourne und die Monash University, die 1958 eröffnet wurde. Sie gehören zu den acht führenden Forschungsuniversitäten Australiens. Weitere Bildungseinrichtungen der Metropolregion sind die La Trobe University (eröffnet 1967) in Bundoora, die Swinburne University of Technology in Hawthorn (eröffnet 1968), die Deakin University (eröffnet 1974) in Geelong und Burwood sowie das Royal Melbourne Institute of Technology (RMIT University – RMIT; eröffnet 1882) und die Victoria University of Technology (eröffnet 1990), die sich beide in der City of Melbourne befinden. In North Fitzroy eröffnet 2008 die „Deutsche Schule Melbourne“ (DSM).
Den Abend verbringen wir am Yarra- River, essen eine „Kleinigkeit“ und gehen an Feuer speienden Türmen zurück in unser Hotel.

Montag, 25. Februar 2013

weltreise-reisebericht-australien-5

Heute werden wir auf der Great Ocean Road fahren.
Die Great Ocean Road ist eine 243 km lange Straße, die entlang der australischen Südküste zwischen Torquay und Allansford im Bundesstaat Victoria verläuft. Sie gilt als eine der bekanntesten Scenic Routes bei Touristen in Australien. In einer Studie wurde festgestellt, dass jährlich zwischen 6,5 bis 7,5 Millionen Besucher in die Region der Great Ocean Road kommen und bis 2030 weitere 2,4 Millionen hinzu kommen werden.
Diese Straße wurde wegen ihrer historischen und kulturellen Bedeutung am 7. April 2011 als nationales Denkmal in die Australian National Heritage List eingetragen.
Bevor die Europäer in das Gebiet der heutigen Great Ocean Road eindrangen, lebten dort zwei Stämme der Aborigines. Die Watha Wurrung lebten im östlichen Ende und die Gadubanud daran anschließend weiter westlich, fast bis nach Warrnambool. Als im Gadubanud-Gebiet von Cape Otway eine ihrer Frauen entführt wurde, töteten sie in einer Auseinandersetzung den europäischen Entführer. Aus Rache verübten die Europäer am River Aire das Blanket-Bay-Massaker an sieben Gadubanud, das auch als strategische Maßnahme zu Gebietsbereinigung und zur Sicherung der dortigen Leuchttürme interpretiert wird. Entlang der Küstenlinie befinden sich historische Abfallgruben der Aborigines, die ihre Anwesenheit belegen.
Die erste Idee einer Straße entlang der Südküste Victorias reicht zurück ins Jahr 1864. Diese sollte in erster Linie eine Verbindung der zahlreichen Küstenorte und Fischerhäfen entlang der Küste auf dem Landweg sein, die bis dahin nur per Schiff zu erreichen waren.
Konkrete Planungen und Erkundungen für einen möglichen Verlauf der Strecke begannen aber erst 1918. 1919 wurde mit dem Bau der Straße begonnen. Ausgeführt wurden die Arbeiten von 3000 heimgekehrten Soldaten nach dem Ende des Ersten Weltkrieges. Für diese diente der Bau der Straße zum einen als Arbeitsbeschaf-fungsmaßnahme durch die Regierung Victorias, zum anderen war es auch die Errichtung eines Kriegsdenkmales zum Gedenken an die im Krieg gefallenen Kameraden.
Aufgrund der besonderen geographischen und geologischen Gegebenheiten war der Bau sehr schwierig und langwierig. So wurde der erste Abschnitt zwischen Torquay und Lorne im Jahr 1922 fertiggestellt. Als Nächstes folgten einzelne Abschnitte, welche von Westen her gebaut wurden. Der letzte und komplizierteste Abschnitt war die Strecke zwischen Apollo Bay und Lorne, welche im Jahr 1932 fertiggestellt wurde. Damit waren die Bauarbeiten beendet und die Strecke erstmals durchgängig befahrbar.
Eine der bekanntesten Gesteinsformationen Australiens ist der Island Archway, ein über 25 m hoher Bogen, der am 10. Juni 2009 eingestürzt ist.
Südlich von Geelong zweigt der Surfcoast Highway vom Princes Highway ab und führt nach Torquay an der Küste des Landes. Dieser erste Abschnitt wird oft als Teil der Great Ocean Road angesehen. Deren offizieller Beginn befindet sich jedoch außerhalb von Torquay.
Von Torquay aus folgt die Great Ocean Road dem Verlauf der Küste in südwestlicher Richtung. Sie verbindet das Surferparadies Bells Beach und die Ferienorte Anglesea, Lorne und Apollo Bay. Auf diesem Abschnitt reichen die Berge des Hinterlandes teilweise bis ins Meer und die Great Ocean Road schlängelt sich in einem sehr kur-venreichen Verlauf an deren Rändern entlang. Dies bietet zahlreiche Möglichkeiten für großartige Ausblicke auf die Bass Strait und den Südlichen Ozean, malerische Sandstrände und steil zum Meer hin abfallende Felsküsten. Zwischen Anglesea und Lorne liegen Aireys Inlet und Fairhaven, die für den 1891 erbaute Split-Point-Leuchtturm und den wilden Fairhaven Beach bekannt sind. Östlich von Aireys Inlet beginnt zudem der sich über die halbe Länge der B 100 erstreckende Great-Otway-Nationalpark. Circa 40 Kilometer südwestlich befindet sich Kennett River, der von vielen Touristen an der Grey River Road zum Beobachten von Koalas aufgesucht wird. Etwa 20 Kilometer weiter liegt Apollo Bay, wo der 104 Kilometer lange Great Ocean Walk beginnt.
Der dramatische Abschnitt der berühmten, kurvenreichen Küstenstrasse Great Ocean Road ist der Port Campbell National Park. Er liegt 285 km westlich von Melbourne im australischen Bundesstaat Victoria und bildet den Höhepunkt der Great Ocean Road und des great Ocean Walk. Er schützt die Küstenregion zwischen Princetown und Peterborough. Das vorgelagerte Meeresgebiet mit seinen Inseln liegt im Twelve Apostles Marine National Park und der angrenzende nordwestliche Küstenstreifen mit seinen Buchten im Bay of Islands Coastal Park. Die Erosion der Steilküste hat hier eine grandiose Kulisse geschaffen, deren Höhepunkt die Skulpturen der Twelve Apostles sind. Der Nationalpark wurde nach dem schottischen Walfänger Alexander Campbell benannt.
Vor 10 bis 20 Millionen Jahren lagerten sich die Überreste von Meeresgetier am Meeresboden ab und verdichtete sich zu Kalkstein. Als sich das Meer zurückzog enthüllte es das weiche Gestein. Über tausende von Jahren bearbeiteten die anstürmenden Wellen und Gezeiten unaufhörlich die bis 70 m hohe Steilküste, schnitten so tiefe Schluchten, gestalteten Felsnadeln, Inseln und Steinbögen. Die Erosion schreitet stetig voran und deshalb ist dieses Gebiet einer ständigen Veränderung unterworfen.
Als erstes nutzten die Kirrae Whurrong Aborigines die Fülle an Ressourcen des Meeres zum Verzehren. Gefundene Artefakte dienen als Indikator für ihre gesunde Lebensweise über tausende von Jahren. Sie nutzen auch heute noch das Gebiet für ihre traditionelle Lebensweise. Später, 1840, zog es Robben- und Walfänger in diese Gegend, die erste Stadt wurde aber erst nach 1870 gegründet. Die Bass Strait entwickelte sich zunehmend zu einer Hauptversorgungsroute von Europa in die aufstrebenden Regionen Victoria und New South Wales. Doch die gefährlichen Klippen mit ihrer starken Brandung forderten viele Opfer. Das bekannteste Unglück geschah 1878 als der Klipper Loch Ard bei starkem Nebel und starker Brandung vor der Muttonbird Island bei der Loch Ard Gorge sand. Von der 52 Mann starken Besatzung überlebten nur zwei Mann – ein Grund dafür, dass diese Küstenlinie auch als Shipwreck Coast berüchtigt wurde.
Im spärlich bewachsenen Buschland blühen trotzdem 6 bedeutsame einheimische Pflanzenarten, inklusive der Metallic Sun-orchid und der Scented Spider-orchid. Hier fühlen sich die Southern Brown Bandicoots, Swamp Antechinuses und Echidnas wohl. Die Lüfte werden von Falken, Honigfressern, Seeschwalben, Albatrossen und Sturmtauchern erobert. Am Strand der London Bridge und der Twelve Apostles lassen sich in der Dämmerung heimkehrende Pinguine beobachten. Am Tage wird das Meer von Pelikanen, Enten, Reihern und Trauerschwänen bevölkert. Auf einem Bay of Islands Felsen brütet eine Kolonie von Silver Gulls, andere werden vom australischen Tölpel, dem Sturmtaucher und dem seltenen Black-faced Kormoran bewohnt.
Besonders hervorzuhebende Sehenswürdigkeiten sind:
Twelve Apostles, 8 freistehende Felsen im Meer, Gibson Steps, eine steile Treppe zum Strand mit Blick auf 2 Apostel,
London Bridge, Loch Ard Gorge, 2 durch einen Sandstrand verbundene Schluchten mit einer Höhle
Mutton Bird Island, eine Insel mit einer Brutkolonie von Sturmvögeln, The Arch, ein Felsbogen am Meer
Thunder Cave, ein 100m langer Tunnel mit einer Öffnung, die bei Wellengang laut dröhnt.

Westlich von Apollo Bay verläuft die Great Ocean Road landeinwärts und führt durch den Great-Otway-Nationalpark, der von gemäßigten Regenwäldern geprägt ist. Eine Seitenstraße führt zum Cape Otway und dem dort errichteten Cape-Otway-Leuchtturm. Eine weitere Sehenswürdigkeit auf dieser Strecke ist die sich zwischen Cape Otway und Port Fairy erstreckende Shipwreck Coast sowie Lavers Hill, das am höchsten gelegene Dorf der Great Ocean Road. Zwischen Cape Otway und Lavers Hill befindet sich der Ort Glenaire und der hauptsächlich unter Surfern bekannte Johanna Beach.
Im weiteren verläuft die Great Ocean Road in nordwestlicher Richtung. Dieser Teil der Küste ist größtenteils im Port-Campbell-Nationalpark geschützt und beherbergt einige der beeindruckendsten Küstenlandschaften der Welt. Die Küstenerosion durch Wellen und Regen hat hier einige der bekanntesten Felsformationen geschaffen. Die Twelve Apostles, Loch Ard Gorge mit dem eingestürzten Island Archway, The Grotto, die schmale Klippe Razorback und London Arch sind die Bekanntesten. Dieser Küstenabschnitt wird auch Shipwreck Coast genannt, da hier mehr als 80 Schiffe gesunken sind.
Der weitere Verlauf der Great Ocean Road ist verhältnismäßig unspektakulär. Sie verläuft im Hinterland der Küste durch kleinere Ortschaften, bevor sie bei Allansford wieder auf den Princes Highway trifft und endet.
1962 wurde die Great Ocean Road von der Regierungsorganisation Tourist Development Authority zu einer der schönsten Straßen der Welt erklärt
Am 8. Januar 1964 musste die Straße wegen eines Buschfeuers geschlossen werden, dies war auch 1962 der Fall.
2004 wurde der Great Ocean Walk geöffnet, ein Wanderweg von 104 km Länge, der an der Küstenlinie nahe an der Great Ocean Road von der Apollo Bay bis zu den Twelve Apostles entlangführt.
Jährlich einmal findet seit 2005 der Gread Ocean Road Maraton über 45 Kilometer auf einem Streckenabschnitt zwischen Lorne und der Apollo Bay statt.
Seit ihrer Existenz wurde die Küstenlinie der Great Ocean Road durch Einflüsse der Natur verändert, dies hängt mit den Einflüssen und Prozessen der Erosion und mit der geologischen Beschaffenheit von wegen gebundenen Partien des dortigen Kalksteins zusammen. 1960 wurden Teile der Küste bei Princetown während eines Sturmes weggespült. Landmassen stürzten am 11. August 1964,[10] und 1971 ab; beide Male mussten Straßenabschnitte bei Lorne gesperrt werden. Im Januar 2011 stürzten überhängende Klippen während eines heftigen Regens ab.
Als sich im Januar 2011 die großen Überschwemmungen Victorias ereigneten, wurden auch Teile der Great Ocean Road davon betroffen, als Landmassen abrutschen, deshalb wurde die Straße zwischen Lorne und Apollo Bay zeitweise gesperrt.
Aufgrund des Zustroms von Touristen sind acht Großprojekte an der Küste der Great Ocean Road in die Infrastruktur im Wert von AUD 480 Millionen geplant, darunter ein Informationszentrum an der Loch Ard Gorge, eine Erweiterung der Unterbringungskapazitäten und in den Wege- und Straßenbau.

Dienstag, 26. Februar 2013

weltreise-reisebericht-australien-6

Wir fliegen weiter nach Sydney. Am Ende unseres Besuches in Sydney möchte ich behaupten: Nach meiner Einschätzung eine der schönsten Städte der Welt…
Sydney ist die Hauptstadt des Bundesstaates New South Wales. Sie wurde am 26. Januar 1788 gegründet und ist mit 3,64 Millionen Einwohnern (2006) im städtischen Gebiet (Urban Centre) die größte Stadt des australischen Kontinents. In der Metropolregion (Sydney Statistical Division) leben 4,12 Millionen Menschen (2006).
Die aus der Kernstadt Sydney City mit 177.000 Einwohnern (2009) und 37 weiteren Gemeinden bestehende Agglomeration ist das Industrie-, Handels- und Finanzzentrum Australiens und ein wichtiger Tourismusort. Auch zahlreiche Universitäten, Museen und Galerien befinden sich hier. Sydney ist römisch-katholischer und anglikanischer Erzbischofsitz.
Fälschlicherweise wird Sydney oft für die Hauptstadt Australiens gehalten. Dies ist in Wirklichkeit Canberra.
Die Stadt liegt an der Ostküste Australiens am Pazifischen Ozean durchschnittlich drei Meter über dem Meeresspiegel. Das Stadtgebiet (Urbanized Area) hat eine Fläche von 1664 Quadratkilometer. Der Port Jackson bildet mit einer Fläche von 50 Quadratkilometern und 19 Kilometer Länge den Hauptarm und zugleich den natürlichen Hafen Sydneys. Von ihm zweigen weitere Meeresarme wie der Middle Harbour ab.
Die Metropolregion umfasst eine Fläche von 12.138 Quadratkilometer. Sie reicht vom Hawkesbury River im Norden bis jenseits der Botany Bay im Süden und von den Blue Mountains im Westen bis zum Pazifischen Ozean im Osten.
Sydney erstreckt sich über zwei geographische Regionen. Südlich und westlich des Hafens liegt der flache bis leicht hügelige Cumberland Plain. Nördlich des Hafens befindet sich das Hornsby Plateau, ein bis zu 200 Meter hohes Hügelland, das von bewaldeten Tälern durchzogen ist. Auf dem Stadtgebiet befinden sich verschiedene Nationalparks und über 70 verschiedene Strände, darunter die weltbekannten und besonders bei Surfern beliebten Strände Bondi Beach und Manly Beach.
Die Metropolregion Sydney gliedert sich in 40 Local Government Areas (LGAs).
Das Australian Bureau of Statistics rechnet zur Metropolregion Sydney (Sydney Statistical Division) auch Gebiete der Central Coast und Blue Mountains. Dazu gehören die Local Government Areas Blue Mountains, Gosford, Hawkesbury, Wollondilly und Wyong.
Das verstädterte Gebiet von Sydney ist flächenmäßig beinahe zweimal so groß wie Berlin. Es besteht aus ungefähr 650 Stadtteilen, die von über 40 lokalen Regierungseinheiten (Local Government Area) verwaltet werden. Im Zentrum der Weltmetropole liegt die LGA City of Sydney, der 32 Stadtteile zugeteilt sind. Zu diesen gehören unter anderem das Central Business District, Darling Harbour, Darlinghurst, Dawes Point, Glebe, Haymarket, Kings Cross, Newton, Paddington und The Rocks. Die City of Sydney umfasst eine Fläche von 25km² mit knapp 170.000 Einwohnern. In ihr sind die weltweit bekannten Sehenswürdigkeiten Sydney Opera House und Sydney Harbour Bridge sowie historische Bauten, Einkaufszentren, China-town, der Paddy’s Market, Gastronomie-, Unterhaltungs- und Kultureinrichtungen zu finden. Das Central Business District, welches mit den Buchstaben CBD abgekürzt wird, dehnt sich 1500m in Ost-West-Richtung und 2500m in Nord-Süd-Richtung aus. Abgegrenzt wird es im Norden durch den Port Jackson, im Osten durch die Royal Botanic Gardens sowie den Hyde Park, im Süden durch die Goulburn Street und im Westen durch den Darling Harbour sowie die Cockle Bay. Das Gewerbezentrum erstreckt sich entlang der Pitt Street. Über die Harbour Bridge gelangt man vom Zentrum zur North Shore und zu den Northern Beaches. Hier zählen die zahlreichen Strände am Südpazifischen Ozean zwischen Manly und Palm Beach zu den Highlights. Im inneren Osten existieren mehrere Wohnviertel, der wegen seiner Rotlichtszene bekannte Stadtteil Kings Cross und die Oxford Street. Von Bondi Beach im äußeren Osten bis zum südlichen Vorort Cronulla erstrecken sich weitere Strände. Der Sydney Airport wurde im Südosten an der Botany Bay errichtet. Der innere Westen ist der Standort der University of Sydney und wird von einer multikulturellen Studenten-szene geprägt.
Sydney liegt in der subtropischen Klimazone und hat ein Ostseitenklima, wobei das Klima aufgrund der Nähe zur Küste abgemildert wird. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 17,4 Grad Celsius. Die wärmsten Monate sind der Januar und Februar mit einer Durchschnittstemperatur von 22,0 und 21,9 Grad Celsius. Der kälteste Monat ist der Juli mit 11,8 Grad Celsius im Mittel. Im Winter fällt die Temperatur selten unter 5 Grad Celsius, die tiefste je gemessene Temperatur war 2,1 Grad Celsius.
Die mittlere Jahresniederschlagsmenge beträgt 1.207 Millimeter. Der meiste Niederschlag fällt im Juni mit durchschnittlich 141 Millimeter, der wenigste dagegen im September mit nur 72 Millimeter im Mittel. Pro Monat gibt es neun bis zwölf Regentage. Schnee gibt es dort nur ganz selten.
Der 1. Januar 2006 wurde in Sydney (und Australien) als der heißeste Jahresanfang seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1858 festgestellt. In Sydney selbst wurden an der offiziellen Station am Observatory Hill um 16:24 Uhr Höchsttemperaturen von 44,7 Grad Celsius gemessen. Der Januar-Temperaturrekord von 45,3 Grad vom 14. Januar 1939 blieb unangetastet. In den ersten zehn Monaten 2005 lagen die Werte um 1,03 Grad Celsius über dem 30-Jahres-Mittel. Seit 1988 ist ein deutlicher Trend zu höheren Durchschnittstemperaturen in der Region Sydney festzustellen.
Aus Funden in den Blue Mountains schließen Archäologen, dass die Gegend des heutigen Stadtgebiets vor ungefähr 20.000 Jahren von Aborigines besiedelt wurde. Zu Beginn der Kolonisation lebten hier etwa 4.000 bis 8.000 Menschen, die vier verschiedenen Stämmen angehörten. Das waren die Eora, die Darug, die Dharawal und die Guringai. Obwohl ihre Siedlungen weitgehend verschwunden sind, sind an einigen Stellen Felszeichnungen wie die Sydney-Felsgravuren erhalten geblieben.
1770 hatte Captain James Cook südlich des heutigen Stadtzentrums die Botany Bay entdeckt und auch die Einfahrt zum Port Jackson auf seinen Karten verzeichnet. Am 18. Januar 1788 erreichte Captain Arthur Phillip mit der First Fleet die Botany Bay, die als Standort für eine Strafkolonie vorgesehen war. Während einer dreitägigen Erkundungsfahrt durch den Port Jackson (vom 21. bis 23. Januar 1788) entdeckte Phillip zunächst Manly Cove und einen Tag später auf der anderen Seite des Naturhafens eine weitere Bucht, die er (nach dem damaligen britischen Innenminister Thomas Townshend Sydney) auf den Namen Sydney Cove taufte.
Am 26. Januar 1788 erreichte eine französische Expedition unter Jean-François de La Pérouse ebenfalls die Botany Bay. Die Engländer beschlossen am selben Tag, die Kolonie an den Sydney Cove zu verlegen. Etwa 800 Sträflinge sowie rund 500 Seeleute und Soldaten verließen in der Nähe des heutigen Circular Quay die Schiffe. Der 26. Januar ist seither Australiens Nationalfeiertag. Vermutlich zufällig brach kurz nach der Ankunft der weißen Siedler die Pockenepidemie in Australien 1789 aus, die große Teile der indigenen Bevölkerung auslöschte. Als Vermittler zwischen den Kulturen diente Bennelong, der von den Engländern gefangengenommen worden war und die englische Sprache erlernte.
Während der Rum-Rebellion im Jahr 1808 wurde Gouverneur William Bligh, der ehemalige Kapitän der Bounty, entmachtet. Erst Gouverneur Lachlan Macquarie schuf zwischen 1810 und 1821 die Voraussetzungen, dass sich aus der Strafkolonie eine bedeutende Stadt entwickeln konnte. Er ließ Straßen, Brücken, Hafenanlagen und öffentliche Gebäude errichten.
Macquarie hat in besonderer Weise die Erkundung des australischen Kontinents vorangetrieben. Nach zahlreichen gescheiterten Versuchen in den ersten 25 Jahren der Kolonie gelang es den von ihm entsandten Entdeckern Gregory Blaxland, William Charles Wentworth und William Lawson im Jahre 1813 einen Weg durch die Blue Mountains zu finden (Blaxland-Expedition). Diese hatten als Teil der Great Dividing Range Sydney bis dahin von den Gebieten im Westen abgeschnitten. In der Folgezeit konnte das Landesinnere besiedelt werden.
In den 1830er und 1840er Jahren entstanden die ersten Vororte, als immer mehr Einwanderer aus Großbritannien und Irland in Sydney ankamen. Nach dem ersten Goldrausch im Jahre 1851 wurde Sydney endgültig zum kulturellen, wirtschaftlichen und industriellen Mittelpunkt Australiens. Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts begann sich die Besiedelung des Umlandes zu verstärken.
20. Jahrhundert
Bereits Mitte der 1920er Jahre zählte die Stadt mehr als eine Million Einwohner. 1931 waren wegen der Weltwirtschaftskrise etwa ein Drittel der Erwerbstätigen arbeitslos. Aber schon ein Jahr später stiegen die Preise für Wolle wieder und die Bauindustrie erlebte einen neuen Aufschwung. 1932 entstand die Sydney Harbour Bridge, zuvor war die Gegend nördlich des Port Jackson nur umständlich erreichbar und deshalb dünn besiedelt gewesen.
Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Stadt nur geringe Schäden durch drei japanische Mini-U-Boote, von denen zwei im Hafen erbeutet wurden. Das dritte konnte entkommen, fand aber nicht zum Mutterschiff zurück und gilt bis heute als verschollen. Nach Beendigung des Krieges kamen viele Migranten aus Europa nach Sydney; die Stadt wuchs weiter Richtung Westen. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts begann die verstärkte Einwanderung aus asiatischen Ländern, was der Stadt ihr multikulturelles Flair verlieh.
Im Vietnamkrieg war Sydney ein wichtiger Erholungsort für US-amerikanische Soldaten. In den 1970er und 1980er Jahren entstanden, ausgelöst durch den wirtschaftlichen Aufschwung, im Central Business District zwischen den alten viktorianischen Gebäuden zahlreiche Hochhäuser. Im Januar 1994 zerstörten große Buschfeuer 200 Häuser in den Vororten von Sydney.
2000 war Sydney Austragungsort der Olympischen Sommerspiele.
Ab 26. Dezember 2001 vernichteten Buschfeuer innerhalb von 23 Tagen weite Gebiete des Royal-Nationalparks und in den Blue Mountains. Rund 170 Häuser und mehr als 650.000 Hektar Wald und Farmland wurden Opfer der Flammen. Etwa 10.000 Feuerwehrleute aus dem ganzen Land waren im Einsatz, doch gelöscht wurden die Feuer durch starke Regenfälle mit bis zu 40 Millimeter Niederschlag.
Im Dezember 2005 kam es in Cronulla, einem Vorort von Sydney, zu rassistisch motivierten Krawallen zwischen weißen Australiern und libanesischstämmigen Australiern. Bei den Cronulla Riots wurden 30 Menschen verletzt, darunter sechs Polizisten und zwei Sanitäter.
Vom 15. bis 20. Juli 2008 fand in Sydney der XXIII. Weltjugendtag statt. Am Abschlussgottesdienst mit Papst Benedikt XVI. nahmen 350.000 Pilger teil. Es war die größte Messe in der Geschichte Australiens.
Ende September 2009 wurde Sydney vom stärksten Staubsturm der letzten 70 Jahre heimgesucht.
Laut Volkszählung 2006 sind 31,7 Prozent der Einwohner Sydneys außerhalb Australiens geboren. Mehrere Stadtteile und Vororte sind durch die zahlreichen Einwanderer multikulturell geprägt. So leben die italienischen Einwanderer und ihre Nachkommen in Leichhardt, Haberfield und Five Dock, die Griechen in Earlwood und Marrickville, die Libanesen in Lakemba und Bankstown, die Koreaner in Campsie und Strathfield, die Iren und Neuseeländer in Bondi, die Juden in Bondi, Waverley, St Ives und Rose Bay, die Inder in Westmead und Parramatta, die Chinesen in Hurstville, Chatswood und Haymarket (Sydneys Chinatown) und die Vietnamesen in Cabramatta.
64,0 Prozent der Einwohner in der Metropolregion Sydney gaben bei der Volkszählung 2006 das Christentum als Glaubensrichtung an; die am häufigsten vertretenen Konfessionen waren die römisch-katholische Kirche (29,1 Prozent), die anglikanische Kirche (17,9 Prozent) und andere christliche Kirchen (17,0 Prozent). Weitere Religionen sind Islam (3,9 Prozent), Buddhismus (3,7 Prozent), Hinduismus (1,7 Prozent), Judentum (0,9 Prozent) und andere Glaubensrichtungen (1,2 Prozent). Keiner Religion gehören 14,1 Prozent der Bevölkerung an. 10,4 Prozent der Einwohner haben sich nicht festgelegt.
Die römisch-katholische Kirche der Region ist im Erzbistum Sydney organisiert. Es wurde 1834 als Apostolisches Vikariat von New Holland und Van Diemen’s Land begründet und am 22. April 1842 zum Erzbistum erhoben. Es ist einer der typischen Kardinalssitze der Katholischen Kirche, dessen Erzbischof zur Erledigung seiner Hir-tenpflichten zwei Weihbischöfe zur Verfügung stehen. Die Kirchenprovinz umfasst heute die Bistümer Armidale, Bathurst, Broken Bay, Lismore, Maitland-Newcastle, Parramatta, Wagga Wagga, Wilcannia-Forbes und Wollongong. Erzbischof von Sydney ist seit 2001 George Kardinal Pell.
In Ingleside bei Mona Vale, circa 28 km nördlich vom Central Business District Sydneys, befindet sich das einzige Haus der Andacht der Bahai Australiens, welches im September 1961 eingeweiht wurde.
Mittlerweile leben in Australien circa 5.000 Mandäer. Die Mehrheit von ihnen wohnt in Sydney und besitzt dort auch ein eigenes Mandi.
Die Hillsong Church ist die größte Kirche im Raum Sydney. Sie wurde im August 1983 in Hills District gegründet und erbaute im Oktober 2002, in den Baulkham Hills, das Hillsong Convention Centre Dieses als Kirchengebäude benutzte Stadion fasst 3’500 Personen. Darin finden jeden Sonntag mehrere Gottesdienste statt. Seit dem August 2008 gibt es nahe der Innenstadt von Sydney, in Waterloo, einen zweiten Hillsong-Standort. Nach eigenen Angaben wird die Kirche wöchentlich von mehr als 20’000 Gläubigen in über 10 verscheinen Gottesdiensten besucht.
Die Stadt erlebte im 19. und 20. Jahrhundert ein rasantes Bevölkerungswachstum. Lebten 1800 erst 2.540 Menschen in Sydney, so waren es 1871 schon 135.000. Bis 1933 stieg die Bevölkerung der Stadt auf 1,2 Millionen. 1954 hatte Sydney 1,86 Millionen Einwohner. Bis 2006 verdoppelte sich diese Zahl auf 3,64 Millionen. Die Bevölkerungsdichte im Stadtgebiet (Urban Centre) liegt damit bei 2.188 Einwohner pro Quadratkilometer.
In der gesamten Metropolregion (Sydney Statistical Division) leben 4,12 Millionen Menschen (2006). Das sind etwa zwei Drittel der Bevölkerung von New South Wales. Die Bevölkerungsdichte der Region beträgt 339 Einwohner pro Quadratkilometer. In den ländlichen Regionen der Metropolregion leben etwa 480.000 Menschen. Dort liegt die Bevölkerungsdichte bei lediglich 46 Einwohnern pro Quadratkilometer.
Die Metropolregion Sydneys besitzt keine zentrale Verwaltung. Von 1945 bis 1964 war das Gebiet dem Cumberland County unterstellt, dessen Zuständigkeit sich jedoch auf die Stadtplanung beschränkte. Heute besteht die Metropole aus der City of Sydney und 37 weiteren Local Government Areas (LGA, lokale Verwaltungsgebiete), wobei der Lord Mayor der City of Sydney inoffiziell als Repräsentant der gesamten Region gilt.
Alle LGA besitzen gewählte Stadträte. Diese sind für eine Reihe von Aufgaben zuständig, die ihnen von der Regierung des Bundesstaates übertragen wurden. Viele Aufgaben werden jedoch durch den Bundesstaat selbst wahrgenommen. Darunter fallen öffentlicher Verkehr, Hauptstraßen, Verkehrsüberwachung, Polizei, Bildung ab der Grundschulstufe und die Planung großer Infrastrukturprojekte.
Als Wahrzeichen Sydneys gelten das von Jørn Utzon erbaute muschel- oder segelförmige Opera House – nach Utzons eigener Saga dem Entfalten einer Orange nachempfunden – sowie die weltberühmte Harbour Bridge. Die Oper ist ein beliebter touristischer Anziehungspunkt und liegt neben dem bekannten Royal Botanic Gar-dens. Sydneys Stadtzoo, der Taronga Zoo, liegt am Port Jackson und beherbergt einheimische Arten, wie Dingos und Schnabeltiere ebenso wie Exoten, darunter Elefanten und Giraffen.
Sydneys Zentrum ist relativ begrenzt. Neben dem Opernhaus und der Hafenbrücke gilt vor allem die Altstadt „The Rocks“ mit den Lagerhäusern an der Bucht Sydney Cove als sehenswert. Hier beginnen wir auch unseren Rundgang durch das Zentrum von Sydney. Unsere Reiseführerin ist Elisabeth Depledge, eine ausgebildete Jounalistin…
An den Circular Quay, der Zentralstation für Bus, Bahn und vor allem die Hafenfähren, grenzt der vergleichsweise große Botanische Garten, in dessen Umkreis sich mehrere Museen befinden. Das State Theatre im Stadtzentrum ist Veranstaltungsort des Sydney Film Festivals.
Das Kommerzzentrum der Stadt (Central Business District) ist weitgehend modern und von Hochhäusern dominiert. Das höchste Gebäude Sydneys, der 305 Meter hohe Sydney Tower, hat eine Aussichtsplattform und bietet eine Rundumsicht, insbesondere auch über den Hafen.
Zentrum der Unterhaltung ist das Gebiet um Darling Harbour, das mit der Sydney Monorail befahren werden kann. Neben den kulinarischen Verpflegungsstätten direkt am Hafenbecken befinden sich dort ein Sega-World-Park, das LG IMAX Theatre, welches die größte flache Kinoleinwand der Welt besitzt, Veranstaltungsplätze und -gebäude mit wechselnden Programmen, der Chinesische Garten, das Schifffahrtsmuseum sowie das Sydney Aquarium, ein Meeresaquarium mit glasüberdachten Tunneln.
Daran schließt sich im Süden der City Chinatown, das chinesische Viertel, an. Es soll die Nähe der Stadt zum asiatischen Raum symbolisieren. Cabramatta, ein Außenbezirk circa 30 Kilometer westlich der City, ist eine vietnamesische Entsprechung.
Im viktorianischen Stil ist der Stadtteil Paddington östlich der City gehalten, der Amüsierdistrikt Kings Cross grenzt an. Der Taronga Zoo, der Sydney Olympic Park und die vielen Strände der Stadt sind weitere Freizeiteinrichtungen.
Austragungsort des Sydney Film Festivals, von Musicals und Popkonzerten ist das prunkvoll restaurierte State Theatre an der Market Street gegenüber dem Sydney Tower. Das Wharf Theatre an der Hickson Road ist ein moderner Schauspielkomplex und Heimat der Sydney Theatre Company. Ebenfalls an der Hickson Road steht das Bangarra Dance Theatre, das Zuhause der Aboriginal Dance Company.
Musicals und Theateraufführungen gibt es im Capitol Theatre in der Campbell Street und im Theatre Royal in der King Street zu sehen. Das Belvoir St Theatre in der Belvoir Street und das Performance Theatre in der Cleveland Street bieten Avantgarde-Theater und Performances. Die alternative Theaterszene ist lebendig und vielfältig. Komödie und Kabarett erfreuen sich großer Beliebtheit; Veranstaltungsorte sind meist Pubs, Restaurants oder Nachtklubs.
Die Art Gallery of New South Wales, die staatliche Kunstgalerie, liegt am Westrand des Botanischen Gartens. In verschiedenen Flügeln hängen Kunstwerke von der Gotik bis zur Gegenwart. Dazu gehören unter anderem Sammlungen australischer Kunst aus dem 19. und 20. Jahrhundert sowie die 1994 eröffnete Ausstellung Yiribana. Dieses Wort aus der Sprache der Eora (Aborigines der Sydney-Region) bedeutet „in diese Richtung“. Yiribana wird als die größte permanente Ausstellung von Kunst der Aborigines und Torres-Strait-Insulaner in Australien bezeichnet.
Das Australian Museum an der William Street ist Australiens größtes Naturkundemuseum. Es zeigt eine Ausstellung über die Kultur der Aborigines und die Bewohner der pazifischen Inseln. An der Ecke von Bridge Street und Philipp Street informieren Sammlungen und Multimediashows im 1995 eröffneten Museum of Sydney über die Frühgeschichte der Stadt und die Kolonie New South Wales.
Am Nordende des gegenüberliegenden Hyde Park befindet sich am Eingang zur Macquarie Street die ehemalige Sträflingsunterkunft Hyde Park Barracks, jetzt ein sozialgeschichtliches Museum und links die St. James Church – beide das Werk des Sträflingsarchitekten Francis Greenway (1777-1837), der fast alle Gebäude der dama-ligen Sträflingssiedlung entworfen hat. Die Dauerausstellung im Museum der Hyde Park Barracks mit dem Titel „Convicts“ zeigt auf anschauliche Weise die Lebensumstände der Sträflinge in frühen Siedlungszeiten. Die dazugehörige Greenway Gallery beherbergt wechselnde Ausstellungen.
Das renovierte Customs House in der Alfred Street verfügt über mehrere Ausstellungsflächen, unter anderem die Object Galleries. Der City Exhibition Space zeigt die Architektur Sydneys von der Gründung der Stadt bis in die Gegenwart. Die umfangreiche Aborigines Ausstellung in der Djamu Gallery beherbergt auch Objekte aus Ländern des Südpazifik. An der Westseite von Sydney Cove befindet sich in der George Street das Museum of Contemporary Art (MCA). Die Sammlung umfasst internationale Kunst des 20. Jahrhunderts, wie auch etliche traditionelle Aborigines-Werke.
Auf dem Hügel am Ende der Lower Street, dem Observatory Hill, stehen noch einige alte, von Sträflingen errichtete Sandsteingebäude. Das Observatory (Sternwarte) auf dem Hügel, 1858 in Betrieb genommen, beherbergt seit 1982 ein Astronomie-Museum. In dem ehemaligen Militärkrankenhaus weiter südlich befindet sich jetzt ein Buchladen mit der Galerie des National Trust, der das historische Erbe verwaltet. Dort bekommt man Informationen über historische Gebäude und Siedlungen in New South Wales.
An der Harris Street befindet sich das Powerhouse Museum mit Ausstellungen zu verschiedenen Themen wie Technologie, Sozialgeschichte und Kunst. Die Exponate des National Maritime Museum an der Pyrmont Bridge zeigen die Geschichte und Gegenwart der Seefahrernation Australien.
Das frühere Jewish War Memorial Maccabean Institute („The Macc“) an der Ecke Darlington Road und Burton Street, ein Treffpunkt jüdischer Veteranen aus dem Ersten Weltkrieg, beherbergt nun das Sydney Jewish Museum. Es dokumentiert die Geschichte der Juden in Australien und den Holocaust. Außerhalb Australiens ist wenig bekannt, dass Australien nach dem Zweiten Weltkrieg – gemessen an der eigenen Einwohnerzahl – eine der weltweit größten Zahlen an Überlebenden des Holocaust aufnahm.
Am 19. März 1932 wurde die Sydney Harbour Bridge eingeweiht. Die wegen ihrer markanten Form mit dem Spitznamen „Kleiderbügel“ (Coat hanger) bedachte Brücke zählt mit einer Spannweite von 503 Metern und einer Höhe von rund 135 Metern zu den weltweit längsten Bogenbrücken. Der Stahlbogen der Brücke (BridgeClimb) und der dem Opera House nächstgelegene Pylon mit Museum und Aussichtsplattform können bestiegen werden.
Der Sydney Tower bietet einen Überblick über die ganze Stadt. Er besitzt eine Besucherplattform und zwei Drehrestaurants. Grundsätzlich ist der Ausblick nur durch Glas möglich. Der Aufstieg ist nur nach ausführlicher Sicherheitskontrolle möglich. Der Turm ist 305 Meter hoch und schwankt maximal einen Meter.
Das Queen Victoria Building oder QVB ist ein viktorianisches Gebäude im Zentrum von Sydney. Die kunstvolle Architektur bildet einen Kontrast zu den kühlen modernen Bauten der Umgebung. Das QVB füllt einen ganzen Block zwischen George Street, Market Street, York Street und Druitt Street aus und ist 190 Meter lang und 30 Meter breit. In dem Gebäude sind zahlreiche Geschäfte zu finden und der Modeschöpfer Pierre Cardin bezeichnet das QVB aufgrund seiner Architektur und seiner Funktion als „das schönste Einkaufszentrum der Welt“.
Auf einer kleinen Insel in der Hafenbucht liegt Fort Denison. Zunächst diente die Insel der frühen Sträflingskolonie als Gefängnis für Wiederholungstäter. Als während des Krimkrieges (1853-1856) in Australien alte Ängste vor einer russischen Invasion wieder auflebten, wurde auf der Insel ein Fort errichtet, das als Teil ausgedehnter Befestigungsanlagen im Port Jackson unerwünschte Eindringlinge abwehren sollte.
Cadman’s Cottage in der Georg Street gehört zu den ältesten Gebäuden in Australien. Das Gebäude aus Sandstein wurde 1816 direkt am Wasser erbaut. Im Haus befanden sich früher die Diensträume des Water Police Headquarters (1845-1864) und des Sydney Sailors‘ Home Trust (1865-1970). Es ist das älteste noch erhaltene Gebäude in Sydney und wurde nach John Cadman (1772-1848) benannt, der dort von 1826 bis 1845 als Hafenmeister lebte. Das Haus steht heute auf Grund von Landgewinnungsmaßnahmen deutlich vom Ufer entfernt und beherbergt den National Park and Wildlife Service.
Das Kirribilli House in Sydneys Stadtteil Kirribilli dient als Wohnhaus der Premierminister Australiens, sofern diese sich anlässlich offizieller Verpflichtungen in Sydney aufhalten. Es wurde im Jahre 1855 von Adolphus Frederic Feez im Stil der Neugotik erbaut. Es liegt direkt am Kirribilli Point, dem äußersten südöstlichen Punkt Kirribillis, direkt neben dem Admiralty House. Von dort sind die Hafenbrücke, das gegenüberliegende Opernhaus sowie das dahinterliegende Stadtzentrum Sydneys zu sehen.
Der 1816 eröffnete Royal Botanic Gardens ist der größte von drei botanischen Gärten der Stadt. Er überblickt die Farm Cove und liegt direkt östlich vom Sydney Opera House und dem Circular Quay. Am Südende ist er durch den Cahill Expressway begrenzt. Seine Fläche beträgt über 30 Hektar. 1862 wurde der erste Zoo von Sydney mitten im botanischen Garten eröffnet. Seit 1959 trägt der Garten den Zusatz ‚Royal‘. Ab 1965 wurden viele Teile des Gartens neu gestaltet und erweitert, so beispielsweise das tropische Gewächshaus, der Rosengarten, der orientalische Garten, der Farngarten und viele mehr.
In der Millionenstadt Sydney und deren Umgebung befinden sich zahlreiche kleine und große Nationalparks, die einen Grüngürtel in circa 30 Kilometer Entfernung vom Stadtzentrum bilden. Der an der Hafeneinfahrt liegende Sydney-Harbour-Nationalpark erstreckt sich über beide Ufer und ist im Norden von Manly her und im Süden von Watsons Bay her zugänglich. Manly und Watsons Bay sind mit der Fähre vom Circular Quay erreichbar. Vom Südteil ist ein vor allem bei Sonnenuntergang eindrucksvoller Blick auf die Skyline der Stadt möglich.
In ähnlicher Lage befindet sich der Botany-Bay-Nationalpark an der Einfahrt zur Botany Bay, an dessen Südende James Cook als erster Europäer australischen Boden betrat. Eine wilde Steilküste bietet sich hier dem Wanderer dar. Besonders erwähnenswert sind der zweitälteste Park der Welt, der Royal-Nationalpark im Süden und der Ku-ring-gai-Chase-Nationalpark im Norden sowie das Gebiet der Blue Mountains im Westen, die zahlreiche Tagesausflüge in oft unberührte Natur ermöglichen. Wir werden die Blue Moutains besuchen!
Am Ostufer der Lavender Bay befindet sich der 1935 eröffnete Luna Park. Das Freizeitzentrum wird wegen Protesten der Anwohner über den Lärm der Achterbahn nur zu besonderen Anlässen und Festtagen am Wochenende geöffnet.
Besonders bei Surfern und Touristen beliebt sind Sydneys zahlreiche Strände, allen voran Bondi Beach. Von dort führt der Bondi-Coogee Beachwalk abwechselnd über steile Klippen und mehrere Strände entlang nach Tamarama Beach, Bronte Beach, Clovelly Beach und schließlich Coogee Beach.
Darüber hinaus verfügt Sydney noch über zahlreiche weitere Strände, welche mit Ausnahme von Manly Beach hauptsächlich von Einheimischen genutzt werden. Die Sicherheit wird oft von Rettungssportclubs übernommen, die darüber hinaus auch andere Strandsportaktivitäten wie Nippers und Surf Carnevals organisieren.
In Homebush Bay, einem Vorort von Sydney, liegt der 640 Hektar große Sydney Olympic Park. Das Areal mit seinen Sportstätten bildete das geographische Zentrum der Olympischen Sommerspiele 2000 und der darauf folgenden Sommer-Paralympics 2000. Heute dient der Park als Naherholungsgebiet und Veranstaltungsort von größeren sportlichen und kulturellen Ereignissen. Daneben siedelten sich auch Unternehmen mit Bürogebäuden an.
Zu den beliebtesten Sportarten in Sydney zählen zwei Varianten des Rugby: Rugby League sowie Rugby Union. Sydney ist Sitz der Australian Rugby League und Heimat von 8 der 16 Mannschaften der National Rugby League (NRL): Sydney Roosters, South Sydney Rabbitohs, Parramatta Eels, Cronulla Sharks, Wests Tigers, Penrith Panthers, Canterbury Bulldogs und Manly-Warringah Sea Eagles.
Daneben spielt Australian Rules Football eine bedeutende Rolle. Erfolgreich sind außerdem die Mannschaften in Cricket und Netball, aber auch im Rad- und Schwimmsport werden herausragende Leistungen erbracht. In den letzten Jahren gewinnt auch der Fußball an Begeisterung.
Im ANZ Stadium, einem 80.000 Zuschauer fassenden Mehrzweck-Stadion im Sydney Olympic Park, veranstaltet die National Rugby League ihr Finale. Daneben wird das Stadion von den Mannschaften Wests Tigers, Canterbury Bulldogs und South Sydney Rabbitohs als Austragungsort von Heimspielen genutzt. Auch die Spiele der Rugby League State of Origin zwischen den Staaten New South Wales und Queensland werden in diesem Stadion ausgetragen. Außerdem nutzt die Mannschaft Sydney Swans das Stadion als Austragungsort für einige seiner Heimspiele in der Australian Football League.
Der Eastern Creek Raceway ist eine 3,93 Kilometer lange Rennstrecke mit elf Kurven in Eastern Creek. Sie wird vom Australian Racing Drivers Club betrieben. Seit 2005 gastiert der A1 Grand Prix hier. Die Rennserie findet zwischen September und April statt.
Jährlich am 26. Dezember wird die traditionelle Sydney-Hobart-Regatta ausgetragen. Die Segelregatta führt über 2000 Kilometer vom Hafen in Sydney bis nach Hobart, der Hauptstadt Tasmaniens. Die Silvesterfeier New Years Eve Party mit großem Feuerwerk wird am Hafen veranstaltet. Die Opera House Party, eine Silvesterparty des Bürgermeisters von Sydney, mit Maskenball, Abendessen und Tanz findet im Sydney Opera House statt.
Veranstaltungen im Januar sind das Tanz- und Musikfest Field Day in The Domain, das Flickerfest, ein Internationales Kurzfilmfest im Bondi Beach Pavilion, das Sydney Festival mit Open-Air-Konzerten wie Symphony in the Domain, am 3. Samstag im Januar und Jazz in the Domain, am 2. Samstag im Januar und Freilufttheatern an ver-schiedenen Orten in der Stadt, sowie das Bacardi Latino Festival im Darling Harbour Aquashell.
Ebenfalls im Januar findet die Ausstellung „Camille Pissarro“ in der Art Gallery New South Wales statt. Das Tennisturnier Sydney International Tennis Open wird im Sydney International Tennis Centre ausgetragen. Eine Parade und Drachenbootrennen im Hafen gibt es beim Chinesischen Neujahrsfest zu sehen. Es findet am zweiten Neumond nach der Wintersonnenwende, also zwischen dem 21. Januar und 21. Februar statt.
Jährlich am 26. Januar ist Australia Day. Die Feierlichkeiten an der Sydney Harbour Bridge finden anlässlich der Landung von Gouverneur Arthur Phillip (1738-1814) in Sydney Cove 1788 statt. Zu den zahlreichen Veranstaltungen gehören Paraden, Freiluftkonzerte, Oldtimershows, Modeschauen, Pferderennen und Rodeos. Außer-dem gibt es eine Segelregatta im Hafen östlich von Clark Island und ein Jazz-Konzert auf dem Wasser in der Johnstons Bay sowie im Pyrmont Point Park. Den Abschluss der Feiern bildet in Darling Harbour ein großes Feuerwerk.
Das Sydney Gay and Lesbian Mardi Gras im Februar und März ist das weltweit größte Fest der Schwulen- und Lesbenszene. Zu den Höhepunkten gehören die Kostümparade durch die Oxford Street und eine nächtliche Party in den Fox Studios im Moore Park. Die Parade findet immer am 1. Samstag im März statt.
Weitere Veranstaltungen im Mai sind der Sydney Morning Herald Halbmarathon in der Innenstadt und das Sydney Writers Festival, ein Literaturfestival mit Lesungen und Diskussionen an verschiedenen Orten der Stadt. Anfang Juni wird A Taste of Manly, ein kulinarisches Weinfest, in Manly veranstaltet. Das Sydney Film Festival im State Theatre beginnt Anfang Juni und dauert zwei Wochen. Es ist als internationales Filmfestival ohne Wettbewerb beim Filmproduzentenverband FIAPF akkreditiert.
Das Australische Internationale Musikfest gibt es Ende Juni/Anfang Juli an verschiedenen Orten der Stadt. Die Internationale Bootsausstellung findet jährlich Ende Juli/Anfang August in Sydney’s Darling Harbour and Convention and Exhibition Centre statt. Im August wird der City To Surf ausgetragen. Der 14-Kilometer-Volkslauf führt von der Ecke College Street und Park Street durch die Stadt bis nach Bondi Beach.
Traditionell folgt die Küche Sydneys englischen Essgewohnheiten. Mit der zunehmenden Immigration nichtbritischer Bevölkerungsgruppen entwickelte sich aber eine der vielfältigsten Küchen der Welt. Vor allem Gerichte der südostasiatischen Nachbarn, aber auch der Griechen, Italiener und Libanesen beeinflussten die Bevölkerung. Meeresfrüchte stellen einen wichtigen Teil der Nahrung dar, bei Familienausflügen und -aktivitäten wird oft ein Barbecue veranstaltet.
Der Einfluss der australischen Urbevölkerung, der Aborigines, auf die lokale Küche ist dagegen bis heute kaum vorhanden; erst in den letzten Jahren wurden die traditionell genutzten Ressourcen für die regionale Küche wiederentdeckt und fließen als Bush-Tucker in diese ein.
Die Küche Sydneys bietet dem Gast eine Reihe an kulinarischen Spezialitäten. Besonders Fisch- und Meeresfrüchte wie Barramundi (Flussfisch), King Prawns (Riesenkrabben), Sydney Rock Oysters (Felsenaustern) und Yabbies (kleine Flusshummer) werden in zahlreichen Restaurants der Hafenstadt angeboten. Spezialitäten sind außerdem Macadamia-Nüsse und Rindfleisch-Gerichte. Ebenfalls auf den Speisekarten stehen Hühnchen, Schweinekoteletts und -rippchen sowie Ente und Wild. Das ganze Jahr über gibt es Obst, darunter Mangos, Papayas und Passionsfrüchte.
Die Haupteinkaufszone im Rechteck zwischen Elizabeth, King, George und Park Street umfasst die Fußgängerzone Pitt St Mall, und restaurierte Gebäude wie das Kaufhaus Queen Victoria Building. Die ehemalige Markthalle wurde prunkvoll renoviert und 1986 als Einkaufszentrum mit vielen Mode- und Antiquitätengeschäften wiedereröffnet. Myers in der George Street ist ein Warenhaus aus Glas und Edelstahl mit angeschlossenem Einkaufszentrum in Sydneys Stadtmitte.
Ebenfalls in der George Street steht die Einkaufspassage The Strand Arcade aus dem 19. Jahrhundert mit vielen Verzierungen und Glas. Das Einkaufszentrum Argyle Stores in der Argyle Street beherbergt zahlreiche kleine Boutiquen in einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. David Jones in der Elizabeth Street sowie Market Street, Ecke Castlereagh Street, ist Sydneys Traditionswarenhaus. Es besitzt eine große Auswahl an Kleidung mit einem ganzen Stockwerk internationaler und australischer Designermode.
Bei Paddy’s Market, in einem Gebäudekomplex in der Hay Street, Ecke Thomas Street, südlich von Chinatown in der Nähe des Entertainment Centre, werden frisches Obst und Gemüse, Pflanzen, Kleidung und Souvenirs verkauft. Über Paddy’s Market liegt Market City mit zahlreichen Souvenir- und Textilgeschäften, Essensständen und Restaurants.
Der Sydney Fishmarket in der Bank Street grenzt an den Haymarket und Darling Harbour an. Die Markthalle versorgt Sydney täglich mit frischem Fisch und anderen Meeresfrüchten, die an mehreren Ständen zubereitet oder frisch angeboten werden. Von dort ist ein Ausblick auf die Fischerboote und die Anzac Bridge möglich. Auf dem Paddington Market in der Oxford Street bieten Kunsthandwerker, Hutmacher, junge Designer und Künstler ihre Produkte an.
Die Stadt ist Sitz der Reserve Bank of Australia, der Westpac Banking Corporation und von 90 weiteren Banken. Die Australian Stock Exchange in Sydney ist die größte Börse in Australien. Sie wurde 1987 durch Zusammenschluss von sechs Börsen gegründet. Die Sydney Futures Exchange ist eine der weltweit größten Börsen für den Handel mit Derivaten. Sie eröffnete 1962 als Wollterminbörse (Sydney Greasy Wool Futures Exchange) und erhielt 1972 ihren derzeitigen Namen.
Industriell hergestellt werden unter anderem Autos, elektronische Geräte, Maschinen, Metallwaren, Nahrungsmittel, Erdölprodukte und Textilien. Der Tourismus spielt eine wichtige Rolle in der Wirtschaft Sydneys. So besuchten im Jahre 2007 die Stadt 7,506 Millionen inländische und 2,695 Millionen ausländische Gäste. Der Hafen Sydneys besitzt moderne Anlagen für Containerschiffe. Der größte Teil des australischen Außenhandels wird über die Stadt abgewickelt. Fleisch, Weizen und Wolle sind die wichtigsten Exportprodukte.
Die Wirtschaft wurde in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert. Nach einem schweren Wirtschaftseinbruch in den Jahren 1982 und 1983 erholte sich Sydneys Wirtschaft rasch und weist seit 1994 mit durchschnittlich mehr als fünf Prozent pro Jahr ein hohes Wirtschaftswachstum auf – das sind ein Prozent über dem australischen Durchschnitt.[15] Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stieg und die Arbeitslosigkeit ging in der Metropolregion von über 10,0 Prozent im Jahre 1983 auf 4,4 Prozent Ende 2007 zurück. Im Juni 2011 lag die Arbeitslosenquote bei 5,0 Prozent (Australien 4,9 Prozent, New South Wales 5,1 Prozent). Die regionale Verteilung war dabei sehr unterschiedlich. So hatte Central Northern Sydney mit 3,2 Prozent die niedrigste Quote, Canterbury-Bankstown mit 7,7 Prozent die höchste. In Inner City betrug die Quote 5,3 Prozent.[17]
Der Kingsford Smith International Airport ist der größte Flughafen Australiens und eine Drehscheibe für den internationalen Luftverkehr. Er liegt neun Kilometer südlich des Stadtzentrums. Zur Bewältigung des kontinuierlich steigenden Passagieraufkommens genehmigte die australische Regierung 1991 den Bau einer dritten Startbahn. Der zweite Flughafen Bankstown ist weitgehend dem regionalen und privaten Verkehr vorbehalten. Die heimische Fluggesellschaft Qantas sowie British Airways verbinden Sydney – mit einem Zwischenhalt – mit Europa. Der letzte Direktflug einer europäischen Festland-Airline, von Wien via Kuala Lumpur, wurde von Austrian Airlines im März 2007 aus Kostengründen eingestellt.
Die Stadt ist auch im Straßen-, Schienen- und Schiffsverkehr ein überregional bedeutender Verkehrsknotenpunkt. Sydney hat über den Hume Highway Verbindung mit Melbourne und dem Monaro Highway mit den Snowy Mountains, dem höchsten Gebirge Australiens. Sydneys Hauptbahnhof Central Station ist der östliche Endpunkt der Transaustralischen Eisenbahn nach Perth.
Verbindungen bestehen auch nach Adelaide (mit dem Indian-Pacific), nach Alice Springs (mit dem Ghan), nach Melbourne (mit dem Melbourne Express) und nach Canberra (CountryLink). In Richtung Newcastle/Brisbane/Gold Coast: Von Sydney nach Murwillumbah mit dem Murwillumbah XPT, von Murwillumbah weiter mit Sunstate Charters nach Surfers Paradise/Brisbane. Oder direkt mit dem Brisbane XPT.
Von Sydney gibt es internationale Schiffsverbindungen nach Europa, den USA und Hongkong. Passagierschiffe legen am Darling Harbour Passenger Terminal an, Kreuzfahrtschiffe am Sydney Overseas Passenger Terminal in der Sydney Cove beim Circular Quay.
Für den Regionalverkehr ist die Eisenbahngesellschaft CityRail zuständig. Die Ursprünge von CityRail reichen bis ins Jahr 1855 zurück, als zwischen Sydney und Parramatta die erste Eisenbahnlinie von New South Wales eröffnet wurde. Die Regionallinien führen zu Orten, die bis zu 160 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt sind; das Netz reicht bis nach Newcastle im Norden, Lithgow im Westen, Goulburn im Südwesten sowie Wollongong, Kiama und Port Kembla im Süden.
CityRail betreibt auch den S-Bahn-Verkehr im Großraum Sydney; die Erschließung der Innenstadt erfolgt durch ein U-Bahn-ähnliches Tunnelsystem. Sämtliche Züge auf dem Vorortnetz von Sydney sind doppelstöckige Triebwagen. Ebenfalls in der Innenstadt verkehrt die Sydney Monorail.
Die älteste Straßenbahn Australiens eröffnete am 23. Dezember 1861 in Sydney ihren Betrieb. Der Verkehr wurde am 25. Februar 1961 eingestellt. Die Wiedereröffnung erfolgte am 11. August 1997. Die Metro Light Rail verbindet seitdem den Hauptbahnhof mit den inneren Vorstädten im Westen. Die von der Metro Transport Sydney betriebene Strecke besitzt 14 Haltestellen und hat eine Länge von 7,2 Kilometern.
Sydney Buses besitzt das Monopol auf Buslinien im Stadtzentrum, während in den äußeren Vororten auch private Busgesellschaften zugelassen sind. Seit 1989 verkehren im Großraum Sydney Nachtbusse. Die im Auftrag von CityRail von privaten Anbietern betriebenen NightRide-Busse verkehren zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens im Stundentakt (an Wochenenden auf einigen Routen sogar halbstündlich). Trolleybusse fuhren zwischen 23. Januar 1934 und 31. August 1959 in der Stadt. Radwege sind nur wenige vorhanden. Fähren sind die schnellste Verbindung zwischen Circular Quay und dem Nordufer. Die wichtigsten Strecken führen von Circular Bay mit der JetCat nach Neutral Bay und North Sydney (High Street in Kiribilli, Kurraba Road und Hayes Street); nach Balmain (Darling Street Jetty) und Darling Harbour; zum Kasino; nach Cremorne und Mosman; zum Taronga Zoo, nach Manly sowie mit der RiverCat den Paramatta River hinauf nach Paramatta im Westen sowie Watson Bay via Double Bay und Rose Bay.
Sydneys Medien sind stark monopolisiert. Rupert Murdoch (News Corporation) und James Packer (PBL) teilen sich den TV-Markt, Murdoch und die Fairfax Group die Printmedien (also beides Duopole). Sydney Morning Herald, Daily Telegraph, Sun-Herald und Sunday Telegraph sind die wichtigsten Zeitungen in der Stadt.
Der Sydney Morning Herald gilt als eine der Qualitätszeitungen des Landes. Ursprünglich konservativ in seiner Ausrichtung, wandelte er sich besonders in Konkurrenz zum konservativen The Australian der News Corporation von Rupert Murdoch zum links-liberalen Blatt. Die erste Ausgabe erschien am 18. April 1831 in Sydney als Wochenzeitung. Der Herald ist damit die älteste noch existierende Zeitung Australiens.
In der Stadt senden zahlreiche staatliche, private und lokale Radiostationen. Die wichtigsten sind 702 ABC Sydney (früher 2BL), die Talkradios 2GB, 2UE und Vega sowie mehrere Musiksender. Triple M, 2Day FM und Nova 96.9 strahlen überwiegend Popmusik aus, Triple J, 2SER, FM 103.2 und FBi Radio dagegen meist Musik von unabhängigen, lokalen und alternativen Künstlern.
In Sydney wurde 1850 die erste Universität Australiens gegründet: die University of Sydney. Zwischenzeitlich sind in Sydney auch die University of New South Wales, Macquarie University, University of Technology Sydney, University of Western Sydney und die Australian Catholic University (zwei von fünf Standorten sind in Sydney) eröffnet worden. Die University of Notre Dame Australia und die University of Wollongong haben Zweigstellen in Sydney.
Die Universität Sydney gehört, wie auch die University of New South Wales, zur Group of Eight, den Universitäten mit dem besten Ruf in Australien. Der Hauptcampus befindet sich in Camperdown, einem Vorort von Sydney. Die Sandsteingebäude im gotischen Stil, wurden von Edmund Blacket entworfen und 1862 erstellt. Die schnelle Entwicklung seit Mitte des 20. Jahrhunderts resultierte im Erwerb weiterer Campus und der Übernahme von vorher unabhängigen Schulen.
An den staatlichen Universitäten werden die meisten Studienplätze für Inlandsstudenten von der Regierung gefördert. Der Zugang zu diesen Plätzen hängt hauptsächlich von der Qualifikation der Studenten ab. Diese zahlen ihre Studiengebühren nicht im Voraus, über ein staatliches Programm (HECS-HELP) werden Kredite gewährt. Ein Studium an privaten Universitäten ist nur mit Zahlung von Studiengebühren möglich. Auslandsstudenten können das so genannte „overseas student program (OSP)“ wahrnehmen, jedoch besteht für Auslandsstudenten („Not Australian citizens or Australian permanent residents“) generell die Verpflichtung zur Zahlung von Studiengebühren.
Von staatlicher Seite wurden in Australien im tertiären Bildungsbereich die so genannten TAFE (Technical and Further Education)-Institute eingerichtet. Davon sind in Sydney ansässig: Sydney Institute of Technology, North Sydney Institute of TAFE, Western Sydney Institute of TAFE und South Western Sydney Institute of TAFE.
In Sydney selbst gibt es über 900 staatliche und private Schulen und Vorschulen.
Wichtige Bibliotheken sind die State Library of New South Wales und die Bibliothek der Universität Sydney. Letztere ist mit einer Sammlung von mehr als 5,1 Millionen Bänden die größte Bibliothek der südlichen Hemisphäre. Sie besteht aus 20 Einzelbibliotheken, die auf neun verschiedene Teile des Campus verteilt sind. Das Hauptgebäude, die Fisher Library, ist nach Thomas Fisher, einem früheren Unterstützer, benannt.
Wir beginnen unseren Stadtbummel im Hafengelände in dem Stadtteil „The Rocks“.
The Rocks ist ein historisches Viertel von Sydneys Innenstadt. Es liegt am südlichen Ufer des Sydney Harbour , unmittelbar nordwestlich des Sydney Central Business District. The Rocks grenzt an die Autobahn Bradfield , die zur Sydney Harbour Bridge verläuft, mit den Ortschaften von Dawes Point und Millers Point im Westen. Es grenzt unmittelbar an Circular Quay auf Sydney Cove , dem Ort Australiens erster europäischen Siedlung im Jahre 1788.
The Rocks etablierte sich kurz nach Bildung der Kolonie im Jahre 1788. Die ursprünglichen Gebäude wurden meist aus lokalem Sandstein, aus dem der Ort seinen Namen ableitet, gefertigt. Von der frühesten Geschichte der Siedlung, hatte das Gebiet einen Ruf als Slum, das oft durch den Besuch von Matrosen und Prostituierten frequentiert wurde. Während des späten neunzehnten Jahrhundert wurde das Gebiet von einer Bande beherrscht, bekannt als die Push-Rocks . Sie machte diesen rauen Ruf geltend bis etwa 1870.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren viele Bereiche der historischen Gebäude in ernsthaftem Verfall. Im Jahr 1900, als die Beulenpest ausbrach, ließ die Landesregierung wieder Bereiche rund um The Rocks und Darling Harbour mit der Absicht, sie abzureißen und wieder aufzubauen, zu. Mehr als 3800 Häuser, Gebäude und Kais wurden inspiziert und Hunderte abgerissen, aber die Fortsetzung dieser Pläne kamen wegen des Ausbruches des Ersten Weltkrieges zum Stillstand. In den 1920er Jahren wurden mehrere hundert Gebäude während des Baus der Sydney Harbour Bridge abgerissen. Doch durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs waren noch einmal viele der Sanierungspläne zum Stillstand gekommen, und es gab bis in die 1960er keine Versuche, diese Gegend wieder zu beleben. Im Jahr 1968 gab die Landesregierung die Kontrolle über den Felsen der Sydney Cove Redevelopment Authority, mit der Absicht, alle ursprünglichen Gebäude abzureißen und den Stadtteil als High-Density-Wohnhäuser neu zu entwickeln. Im Februar 1971 gründete sich eine Gruppe von Anwohnern des Rocks Residents Gruppe, um sich diesen Plänen zu widersetzen. Sie fühlten, dass die neuen Wohnungen zu erhöhten Mieten führen würden, die die traditionellen Bewohner der Gegend zwingen würden, diese zu verlassen.
Statt Abriss des Rocks, verwandelten Renovierungen das Gebiet in einen kommerziellen und touristischen Bezirk.
Heute sind die Felsen ist ein teilweise bürgerlicher Bereich, aber immer noch mit signifikanten Anteilen von Housing Commission Eigenschaften, und es gibt immer noch ein erhebliches Problem mit städtischer Armut und Straßenkriminalität in diesem Bezirk.
Die Nähe zum Circular Quay und die Aussicht auf die legendäre Harbour Bridge, sowie die historische Bedeutung vieler Gebäude, macht die Felsen sehr beliebt bei Touristen. Es verfügt über eine Vielzahl von Souvenir und Handwerks- Geschäften. The Rocks Markt arbeitet jedes Wochenende mit rund 100 Ständen. Während der Woche sind Einkaufsmöglichkeiten, ausstellenden Galerien australischer Künstler, wie Ken Done und Ken Duncan, sowie australische Kleidung und australischen Opal-Shops zu besuchen. Es gibt zahlreiche historische Spaziergänge durch die Gegend, Besuch von historischen Gebäuden wie Cadmans Cottage und Sydney Observatory und der Dawes Point Batterie , die die erste befestigte Stellung in war New South Wales sind möglich.
Zwei separate Pubs in The Rocks erheben Anspruch darauf, Sydneys ältesten Pubs sein: die Fortune of War und der Lord Nelson.
Ein Passagier Bootterminal und das Museum of Contemporary Art, Sydney sind in unmittelbarer Nähe neben dem Felsen gelegen. Der Bezirk kann auch mit der Bahn erreicht werden, da es nur wenige Gehminuten von ist Circular Quay Station sind.
Mit dem Fährboot und dem Bus fahren wir in die Aussenbereiche von Sydney, so z.B. zum Bondi Beach. Hier fanden anlässlich der Olympischen Sommerspiele 2000 die Beach Volleyball Entscheidungen statt. Das Gebiet ist ausserdem beliebter Ausflugsort für Surfer.
65 ha von Bondi Beach, darunter der Strand, die Gebäude des Surf Lifesaving Clubs, Pavillon, Park, Promenaden, Klippen und das Wasser des Ozeans zwischen Ben Buckler und Mackenzie’s Point wurden am 25. Januar 2008 in die Australian National Heritage List als nationales Denkmal eingetragen. Damit trug die australische Regierung der Bedeutung des 1,5 km langen Strandes für die Entwicklung der australischen Surfkultur und Entwicklung der Surf Lifesaving Movement Rechnung, die sich erstmals mit der Gründung eines Lifesaving Clubs, dem Bondi Surf Bathers’ Life Saving Club, im Jahr 1907 manifestierte. Von dort aus entwickelte sich diese Rettungsschwimmer-Bewegung in ganz Australien und in die Welt.
Bondi Beach ist nach dem Sydney Opera House und der Sydney Harbour Bridge der am dritthäufigsten aufgesuchte Ort in Sydney, alle drei sind nun in der National Heritage List eingetragen.
In den frühen Jahren des 19. Jahrhunderts war das Schwimmen an den Stränden Sydneys umstritten. Sträflingen war das Schwimmen im Hafen von Sydney wegen der Haie, Stachelrochen und des „Anstands“ verboten. In den 1830er Jahren wurde das Baden populär, obwohl es offiziell von 9.00 bis 20.00 Uhr verboten war. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Bondi Beach häufig von Familien zum Picknick aufgesucht. Die erste Straßenbahn erreichte 1884 den Strand von Bondi Beach. Das Waverley Council baute den ersten Schutz der Surfer um 1903 auf, 1929 suchten etwa durchschnittlich 60.000 Menschen den Strand an den Sommerwochenenden auf, und als der Pavillon eröffnet wurde, waren es 200.000. Seit 1930 kamen nicht mehr nur Erholungssuchende aus Sydney an diesen Strand, sondern auch Besucher aus dem übrigen Australien und aus Übersee.
Neben den Lebensrettern etablierte sich 1929 der Bondi Icebergs Swimming Club, der die Kultur des Bondi Beach humorvoll in den Wintermonaten weiterentwickelte.
1938 ereignete sich der „Black Sunday“ am Bondi Beach, als sich 35.000 Personen am Strand befanden und eine große Gruppe von Lebensrettern einen Schwimmwettbewerb veranstaltete, währenddessen drei riesige Wellen den Strand überspülten und hunderte Menschen in die See hinausgetrieben wurden. Bei der daraufhin gestarten bisher größten Lebensrettungsaktion an einem Strand konnten etwa 300 Personen gerettet werden.
Weiter südlich von Bondi Beach liegen weitere Strände in Sydney. Surf Life Saving Australia gibt dem Nordteil des Strands auf der Gefahrenskala von 1 bis 10 eine harmlose 4, dem Südteil aufgrund mehrerer Brandungsrückströmungen eine 7. Die strandnächste davon ist der „Backpackers Rip“. Im Sommer teilt sich Bondi Beach mit den südlich gelegenen Stränden ein Hainetz.
Jährlich ist der Strand Ziel des 14 Kilometer langen City-to-Surf-Laufs mit zuletzt 80.000 Teilnehmern, der in der Innenstadt Sydneys startet. Das Flickerfest, Australiens wichtigstes Kurzfilmfestival, findet im Januar am Strand statt, „Sculpture by the Sea“ im November, die Bondi Beach Markets sind jeden Sonntag offen. Insbesondere bei britischen Touristen ist der Strand als Weihnachtsziel im australischen Sommer beliebt.
Im Olympia-Jahr 2000 fanden hier die Beachvolleyball-Wettbewerbe statt. Dafür errichteten die Veranstalter ein temporäres Stadion mit 10.000 Sitzplätzen, ein kleineres Stadion, zwei Aufwärm- und drei Trainingsplätze. Mittlerweile aber ist das Spielen sämtlicher Ballspiele auf Bondi Beach verboten, was für großen Unmut bei der Bevölkerung gesorgt hat.
Den Abend verbringen wir im Darling Habour bei einem Libanesen.

Mittwoch, 27. Februar 2013

weltreise-reisebericht-australien-7

Port Jackson (auch Sydney Harbour) ist der natürliche Hafen von Sydney in Australien. Dort befinden sich die Wahrzeichen der Stadt, das Sydney Opera House und die Sydney Harbour Bridge.
Ich hatte vor, die Habour Bridge über die Brückenbögen zu besteigen. Möglicherweise als Therapie gegen meine Höhenangst. Den Zahn zog mir Elisabeth Depledge. Es passte nicht in den Zeitplan. Und man hat auch von den Pylonen einen viel besseren Überblick über den Hafen. Also machen wir um 8:00 Uhr los, auf einen Weg von ca. 5 km, um auf eine der ylonen der Habour Bridge zu kommen. Die Enttäuschung war groß, als wir erkennen mussten, daß die Pylonen erst ab 10:00 zu besteigen sind.
Dumm gelaufen, Elisabeth…
Um 11:00 Uhr machen einen Besuch in der berühmten Oper von Sydney.
1959 begannen die Bauarbeiten am Sydney Opera House. Die Pläne stammen vom dänischen Architekten Jørn Utzon, der „seine“ Oper nie im fertigen Zustand gesehen hat. Nachdem die Geldmittel für die Oper gekürzt werden sollten, überwarf er sich mit den Bauherren. Er verließ Australien 1966 und betrat den Kontinent nie wieder. Die Oper wurde danach mit einer eigenen Lotterie finanziert. Insgesamt hatte der Bau des Sydney Opera House 102 Millionen Dollar gekostet. Am 20. Oktober 1973 wurde das Opernhaus offiziell von Königin Elisabeth II. eröffnet. Das Gebäude umfasst eine Konzerthalle, einen Opern- und zwei Theatersäle sowie Restaurants, Bars und ein Kino. Im Rahmen des Sydney Festival finden manchmal kostenlose Konzerte und andere Veranstaltungen statt. 2007 wurde das Opernhaus von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Für mich gehört dieses Gebäude zu den Faszinieresten Gebäuden des 20. Jahrhunderts…
Port Jackson bildet mit einer Fläche von 50 Quadratkilometern und 19 Kilometer Länge den Hauptarm. Von ihm zweigen weitere Meeresarme wie der Middle Harbour ab. Der Umkreis der Mündung beträgt 317 Kilometer. Geologisch ist Port Jackson eine Ria, ein Küstentyp mit einer schmalen und langen, tief in das Land eindringenden Meeresbucht, in die der Parramatta River fließt.
Im Hafen befinden sich zahlreiche Inseln, darunter Shark Island, Clark Island, Fort Denison Island, Goat Island, Cockatoo Island, Spectacle Island, Snapper Island und Rodd Island.
Einige frühere Inseln (Bennelong Island, Garden Island und Berry Island) sind infolge Landgewinnungsmaßnahmen heute dauerhaft mit dem Festland verbunden.
Südlich und westlich des Hafens liegt der flache bis leicht hügelige Cumberland Plain. Nördlich des Hafens befindet sich das Hornsby Plateau, ein bis zu 200 Meter hohes Hügelland, das von bewaldeten Tälern durchzogen ist.
Die Gegend des heutigen Port Jackson wurde vor ungefähr 40.000 Jahren von Aborigines besiedelt. Zu Beginn der Kolonisation lebten hier etwa 4000 bis 8000 Menschen, die drei verschiedenen Stämmen angehörten. Dies waren die Darug, die Dharawal und die Guringai. Obwohl ihre Siedlungen weitgehend verschwunden sind, sind an einigen Stellen Felszeichnungen erhalten geblieben.
1770 erkundete James Cook auf seiner ersten Südseereise die Gegend. Am 26. Januar 1788 trafen britische Schiffe der First Fleet mit rund 1000 Männern und Frauen, darunter etwa drei Viertel Sträflinge, unter der Führung von Arthur Phillip im Port Jackson ein. Sie gründeten am Hafen die erste weiße Siedlung Australiens. Die neue Ansiedlung wurde Sydney genannt, zu Ehren des damaligen englischen Innenministers Lord Sydney. 2006 wohnten in der Stadt knapp vier Millionen Menschen in rund 450 Vororten.
Der Aufbau der ersten Hafenanlagen erfolgte auf Veranlassung von Lachlan Macquarie (1762–1824), dem Gouverneur der britischen Kolonie New South Wales. Heute besitzt der Hafen moderne Anlagen für Containerschiffe. Der größte Teil des australischen Außenhandels wurde bis in die 80er Jahre über Port Jackson abgewickelt. Fleisch, Weizen und Wolle waren die wichtigsten Exportprodukte. Nach einer langen Übergangsphase legt der Containerschiff-Verkehr nun in Botany Bay an. Der Fährverkehr im Hafen wird von Sydney Ferries, einer staatlichen Gesellschaft der Regierung von New South Wales betrieben.

Donnerstag, 28. Februar 2013

Ein Tagesausflug führt uns in die Blue Mountains, die „Blauen Berge“.
Die Blue Mountains sind ein Gebirge im australischen Bundesstaat New South Wales, deren Ausläufer zirka 60 km westlich von Sydney beginnen. Große Teile der Blue Mountains wurden im Dezember 2000 vor allem wegen der Artenvielfalt der Eukalyptusbäume zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt. Die Blätter des Eukalyptus verdunsten ein Ätherisches Öl, deren feiner Nebel über den Bergen liegt und bei Tageslicht durch Rayleigh-Streuung einen blauen Schimmer verursacht und den Blue Mountains den Namen gibt.
Geologisch handelt es sich bei den Blue Mountains um ein auch heute noch sichtbares Sandstein-Plateau, in welches Flüsse tiefe Täler gegraben haben. Bewohnt waren sie seit mindestens 14.000 Jahren von Aborigines; seit 1813 werden sie auch von Weißen besiedelt. Um 1900 gab es Bergbau verschiedener Rohstoffe wie zum Beispiel Kohle; mittlerweile ist das Gebiet geschützt und wird touristisch genutzt – vor allem von Katoomba und dem Great Western Highway aus.
Das Gebirge der Blue Mountains ist Teil der Great Dividing Range und liegt westlich und nördlich der Metropolregion Sydney. Auf der Höhe des Great Western Highways beginnt es am Nepean River bei Penrith und hat einen Durchmesser von etwa 50 km; weiter nördlich reicht es fast an den Pazifischen Ozean und hat einen Durchmesser von 200 km. Die nördliche Begrenzung stellt das Hunter Valley dar; im Süden schließen sich die Southern Highlands rund um Goulburn an die Blue Mountains. Von Norden nach Süden dehnen sich die Blue Mountains etwa 300 km aus.
In den zentralen Gebieten südlich und um Katoomba sind die Blue Mountains über 1.000 m hoch. Eine Vielzahl von Flüssen entstehen in den Blue Mountains, unter ihnen Coxs River, der nördlich von Lithgow entspringt, dann aber im Süden die Blue Mountains durchquert und schließlich im Osten in den vom Warragamba Damm gebildeten 40 km langen Stausee Burragorang mündet, der in den Nepean River abfließt. Dieser Stausee sichert 70 % der Wasserversorgung Sydneys. In denselben Fluss, der nun Hawkesbury River heißt, entwässert der Colo River, der im Norden der Blue Mountains entsteht, sowie der Grose River, der den zentralen Blue Mountains entspringt. Die Vielzahl kleinerer Flüsse im Westen der Blue Mountains münden in das Murray-Darling-Becken.
Die größte Stadt innerhalb des Gebirges der Blue Mountains ist Katoomba. Weitere Städte in dem Gebiet sind Hawkesbury, Lithgow und Oberon. Der Verwaltungsbezirk, die sogenannte City of Blue Mountains, hat 73.675 Einwohner.
Es herrscht ein gemäßigtes Klima; die Temperaturen variieren zwischen 0 bis 3 °C im Winter; Schnee fällt nur selten und die Temperatur steigt im Sommer bis zu 30 °C.
Die Blue Mountains waren seit mindestens 14.000 Jahren von Aborigines bewohnt. Zu dieser Zeit des letzten Pleistozäns war es kälter als heutzutage; im Winter waren die Blue Mountains schneebedeckt. In Höhlen und Felsüberhängen, die guten Schutz boten, findet man darum Knochen und Steinwerkzeuge als Artefakte ihrer Besiedlung. Ein Fund, der auf 22.000 Jahre datiert wurde, ist umstritten. Unklar ist auch, ob die Blue Mountains permanent bewohnt waren oder nur zu bestimmten Jahreszeiten.
Zum Bush Food der Aborigines dieser Gegend gehörten den archäologischen Funden entsprechend Kängurus, Wallabys, Wombats, Possums, Dingos, Eier, Fische und Reptilien sowie das Mark der Baumfarne und verschiedene Früchte. Wie auch in anderen Teilen Australiens gibt es Petroglyphen, Felsmalereien mit Ocker und Holzkohle – hier vor allem Handabdrücke − sowie Schleifrillen in Sandstein-Felsen, die vom Anschleifen der Schneiden von Steinbeilen oder Steinäxten herrühren.
Erste Versuche der weißen Siedler, die Blue Mountains zu durchqueren, führten zu Berichten, wonach die Berge fast unbewohnt seien. Es ist unklar, ob sich die Aborigines versteckten, in anderen Teilen der Berge lebten oder wegen der Pockenepidemie in Australien 1789 in ihrer Anzahl stark reduziert worden waren. Sechs Sprachgruppen zählen die Blue Mountains zu ihrem Heimatgebiet: Dharawal im Südosten, Gundungurra im Süden; Wiradjuri im Westen; Wanaruah im fernen Norden, Darkinjung im Nordosten und Darug im Osten.
Als sich die 1788 gegründete Sträflingskolonie Australien von Sydney her mit der Ankunft freier Siedler ausbreitete, stellten die Blue Mountains bald eine zunächst unüberwindbare Barriere dar. Unter Gouverneur Lachlan Macquarie begannen die ersten Expeditionen, die versuchten, die Blue Mountains zu durchqueren, um weiteres Land zur Besiedlung zu erschließen. Basierend auf den Erfahrungen der ersten Entdecker, die seit 1793 das Gebiet erforschten – unter einer Reihe unbekannter und vergessener auch George Bass – gelang es 1813 schließlich Gregory Blaxland, William Charles Wentworth und William Lawson, als erste Europäer die Blue Mountains zu überqueren, und zwar auf derselben Route, auf der heute der Great Western Highway liegt (Blaxland-Expedition).
Ab 1814 wurde die erste Straße gebaut und die Besiedlung der Blue Mountains begann. William Lawson trieb als erster im Juli 1814 Rinder durch die Blue Mountains. 1823 fand Archibald Bell mit Hilfe von Aborigines einen zweiten Weg durch die Blue Mountains nördlich des Grose Rivers – die Bell’s Liner of Road; auch entlang dieses Weges begann bald die Besiedlung. Wegen des unwegsamen Geländes blieb die Siedlungsdichte allerdings sehr gering.
Die weitere Erschließung erfolgte mit dem Bau einer Eisenbahnstrecke, die ab 1867 entlang des Great Western Highways nach Mount Victoria führte und ab 1876 bis nach Bathurst reichte. Mit dieser Verkehrsanbindung an Sydney begann der Tourismus in den Blue Mountains: Die ersten Luxus-Hotels wurden in den 1880er Jahren erbaut; zahlreiche wohlhabende Bürger Sydneys bauten Wochenend-Häuser in den Bergen. Gleichzeitig wurden eine ganze Reihe von Wanderwegen eingerichtet. Nach 1900 entstanden auch preiswertere Unterkünfte, so dass Sydneys Mittelklasse ebenfalls Erholung in den Bergen suchte.
Statt Viehzucht und Getreideanbau wie in anderen Teilen New South Wales’ wurde neben dem Tourismus ein weiterer bedeutender Wirtschaftsfaktor der Gegend die Förderung von Kohle und Öl in den 1880er bis 1940er Jahren; allerdings war das Gebiet nicht so ergiebig wie das benachbarte Hunter Valley, weswegen die Minen nach und nach schlossen. Reste der Minen können heute noch insbesondere um Lithgow und in Katoomba besichtigt werden.
Die Anfänge des Naturschutzes in den Blue Mountains reichen bis in das Jahr 1880 zurück, als ein Gebiet in Leura zu einem Naturschutzgebiet erklärt wurde. Treibende Kraft hinter der Errichtung der Nationalparks war der Wanderer und Naturschützer Myles Dunphy, der bereits 1922 einen Vorschlag für einen Greater Blue Mountains National Park einreichte. Wanderer vom Sydney Bush Walker’s Club verhinderten 1932, dass der Blue Gum Forrest im Grose Valley abgeschlagen und in eine Walnuss-Plantage umgewandelt wurde, indem sie den Wald aufkauften.
1959 wurde mit dem Blue-Mountains-Nationalpark der erste Nationalpark in den Blue Mountains eingerichtet; als 1960 der Warragamba-Damm (Lake Burragorang) fertiggestellt wurde, der Sydneys Trinkwasserversorgung sicherstellt, wurde der Einzugsbereich in den Nationalpark integriert. Weitere Nationalparks folgten vor allem Ende der 1960er und 1970er Jahre.
Die seit 2000 in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommene sogenannte Greater Blue Mountains World Heritage Area umfasst sieben Nationalparks sowie das Jenolan Caves Karst Conservation Reserve und erreicht damit insgesamt eine Fläche von 10.000 km².
Begründet wurde die Aufnahme als Welterbe mit dem Artenreichtum an Eukalypten, da 90 Arten und somit 13 Prozent der weltweit vorhandenen Arten sich im Welterbe befinden. Darüber hinaus führte der hohe Anteil an endemischen Arten (114) wie der Wollemia sowie einer Reihe seltener Arten zu dieser Entscheidung.
Ebenfalls in den Blue Mountains – aber nicht zum Weltkulturerbe gehörend – befinden sich Goulburn-River-Nationalpark, Dharug-Nationalpark, Abercrombie-River-Nationalpark und der Tarlo-River-Nationalpark.
Deutlich sichtbar sind hier die Schneisen, die von Wasserläufen in den Sandstein geschliffen wurden.
Felsen, der die verschiedenen Ablagerungsschichten zeigt.
Die ältesten Felsen stammen aus einer Zeit von vor 470 bis 330 Millionen Jahren, was dem Zeitalter des Devon und des Karbon entspricht. Zu dieser Zeit war Australien mit Antarktika zu Gondwana vereint. Diese Felsen waren gefaltet und gebrochen; Granit ist in ihnen eingelagert. Diese Schicht gehört zum Lachland Fold Belt und sind teilweise leicht metamorph. Sichtbar sind diese Felsen an der Oberfläche am Coxs River, wo sie wie runde Brocken aussehen.
Während des Perms und Trias vor 290 bis 230 Millionen Jahren war das Gebiet der heutigen Blue Mountains Teil des Sydneybeckens, einem geologischen Sedimentbecken, das auf dem Grund eines großen Süßwasser-Sees entstand. Am Boden des Sedimentbeckens befindet sich eine Schicht, die Kohle enthält. Darüber befinden sich drei Schichten Sandstein: Die Narrabeen Group befindet sich zuunterst; sie dominieren die Landschaft der westlichen Blue Mountains. Darüber lagerte der Hawkesbury-Sandstein, welcher vor allem im Osten zu sehen ist. Abschließend liegt die Wianamatta Group zuoberst: Diese Schicht ist weitgehend erodiert und nur noch in den zentralen Teilen der Blue Mountains vorhanden. Insgesamt war dieses Sedimentbecken bis zu 1000 m dick.
Vor 200 Millionen Jahren brach das Sydneybecken durch mehrere Gaseruptionen auf, wobei Gesteinstrümmer an die Oberfläche kamen und sich im Lauf der Zeit verfestigten. Dieses Gestein ist heute erodiert und hat mehrere kreisförmige Vertiefungen in Nord-Westen der Blue Mountains hinterlassen.
Das gesamte Gebiet der heutigen Blue Mountains wurde vor etwa 70 Millionen Jahren langsam über den Meeresspiegel angehoben und ist seither der Erosion durch Flüsse ausgesetzt, die im Laufe der Jahrmillionen tiefe Schluchten in die Plateaus geschnitten haben und nun weite Ausblicke auf die fast waagerecht liegenden Schich-ten der Sandsteine bieten.
Das Blue-Mountains-Plateau steigt nun abrupt von der Cumberland-Ebene an der von Nord nach Süd verlaufenden Lapstone Monocline von einer Höhe von 150 Meter nahe Glenbrook zu den Kurrajong-Höhen auf 570 Meter über Meereshöhe an. Im Westen ist das Plateau am höchsten.
Mehrere Vulkanausbrüche fanden vor 14 bis 18 Millionen Jahren statt und hinterließen große Flächen mit Basalt, die heute noch auf den Gipfeln der Berge zu finden sind.
Zur Tierwelt des Areals zählen 52 einheimische und 13 eingeführte Säugetierarten. Dominierend unter den größeren Arten sind verschiedene Kängurus, wie das Östliche Graue Riesenkänguru (Macropus giganteus), das Rotnackenwallaby, das Bergkänguru und das Bürstenschwanz-Felskänguru. Daneben sind die Beuteltiere durch Nacktnasenwombat, Koala, Riesenbeutelmarder, Riesengleitbeutler, den Mittleren Gleithörnchenbeutler (Petaurus norfolcensis), den Großen Gleithörnchenbeutler (Petaurus australis), den Hundskusu (Trichosurus caninus) und Kaninchenkängurus (Potorous tridactylus) vertreten. Zwei Arten von Kloakentieren, das Schnabeltier und der Kurzschnabeligel kommen im Gebiet vor. Darüber hinaus ist der Schutzgebiets-Komplex die Heimat von 265 Vogelarten, 63 Reptilienarten und 30 Froscharten.
Das größte Raubtier der Blue Mountains ist der Dingo, ein verwilderter Hund. Kürzlich wurde am Wollondilly River in den Blue Mountains eine Jagdmethode beobachtet, bei der vier Dingos ein Graues Riesenkänguru ins Wasser trieben um es zu erlegen.
An wenigen feuchten Stellen gibt es Regenwälder, sonst dominiert Eukalyptus, von dem es hier 91 Arten gibt. Die Eukalyptusbewaldung ist sehr anfällig für Buschbrände; regelmäßig brennen große Teile des Waldes in den Blue Mountains. Bekannt geworden ist die Wollemie (Wollemia nobilis), eine urtümliche Koniferenart, die nur hier vorkommt und deren Entdeckung im Jahr 1994 als einer der wichtigsten botanischen Funde des 20. Jahrhunderts gilt.
Heute kann das Gebiet auf Routen mit Bussen befahren werden, die an Aussichtspunkten anhalten, an denen die Touristen an Haltepunkten ihrer Wahl aus- bzw. einsteigen können. In der Nähe von einer Aussichtsplattform bei Katoomba, dem sogenannten Echo-Point, unmittelbar in der Nähe der The Three Sisters, gibt es die Scenic Skyway, eine Seilbahn, die beim Transport von einem Hochplateau zum anderen über eine Schlucht unter anderem einen Ausblick auf die Three Sisters ermöglicht. Sehenswert ist das riesige Kalksteinhöhlensystem der Jenolan Caves, die Zig Zag Railway, die in den 1860ern erbaute erste Eisenbahn über die Berge, sowie zahlreiche Wasserfälle.
Den Abend begleitet uns der erste Regen in Australien.

Freitag, 01. März 2013

Wir fliegen in das „Rote Zentrum“ zum Ayers Rock.
Der Uluṟu, auch Ayers Rock, ist ein an der Oberfläche befindlicher Teil einer großen unterirdischen Gesteinsschicht in der zentralaustralischen Wüste. Er befindet sich in einem 170.000 km² großen Sedimentbecken, dem Amadeus-Becken, und gehört politisch zum australischen Bundesstaat Northern Territory.
Auf Grund seiner spirituellen Relevanz für die Traumzeit-Erzählungen gilt er den lokalen Aborigines, den Anangu, als Heiliger Berg. Der Uluṟu ist zudem eines der bekanntesten Wahrzeichen Australiens und wird jährlich von zahlreichen Touristen besucht.
Der Uluṟu ist etwa drei Kilometer lang, bis zu zwei Kilometer breit und hat einen Umfang von rund neun Kilometern. Der Gipfel befindet sich auf einer absoluten Höhe von 863 m und hebt sich damit 348 m von der Dünenlandschaft Zentralaustraliens ab.
Der Uluṟu liegt im Uluṟu-Kata-Tjuṯa-Nationalpark nahe dem Ort Yulara, etwa 340 Kilometer Luftlinie südwestlich von Alice Springs, im Northern Territory von Australien. Der 1.325 km² große Nationalpark, in dem neben dem Uluṟu auch die benachbarten Kata Tjuṯa (die Olgas) liegen, gehört zum UNESCO-Weltnatur- und -kulturerbe.
Die einzige geteerte Straße, die zum Uluṟu führt, ist der Lasseter Highway. Dieser verbindet den Berg über den Stuart Highway mit Alice Springs und damit dem Rest Australiens. Außerdem zweigt vom ihm die Luritja Road zum Kings Canyon ab, die ebenfalls geteert ist. Bei den Kata Tjuṯa, ungefähr dreißig Kilometer westlich des Uluṟu, geht der Lasseter Highway in die Great Central Road über, eine unbefestigte Outbackpiste, die bis zum Ort Laverton im Zentrum Western Australias führt. Sie ist dort als „Docker River Road – to WA Border“ ausgeschildert. Außerdem ist eine Anreise über den lokalen, etwa 10 Kilometer von Yulara entfernt gelegenen Connellan-Flugplatz möglich.
Uluṟu und Kata Tjuṯa liegen am südlichen Rand eines Sedimentbeckens, des Amadeus-Beckens. Diese 170.000 km² große Mulde entstand vor etwa 900 Millionen Jahren. Über hunderte von Millionen Jahren hinweg lagerten sich darin Gesteinsschichten ab. Nach etwa 300 Millionen Jahren endete dieser Prozess, und über den Ablagerungen entstand ein flacher See. Einige der Ablagerungen wurden auch von dem See transportiert; der See trocknete aus, und es bildeten sich Salzkrusten. Anschließend folgte eine kalte Periode. Die älteren Sedimente des Amadeus-Beckens wurden gefaltet und gebogen; Land wurde emporgedrückt, und es bildeten sich Gebirge; dieser Vorgang wurde von den Geologen „Orogenese der Petermann Ranges“ genannt.
Im Amadeus-Becken gab es zu dieser Zeit keine nennenswerte Vegetation, sondern nur Bakterien und Algen, sodass die Berglandschaft nicht vor den Prozessen der Erosion geschützt wurde. Dadurch verwitterten die Berge sehr schnell und große Mengen der lockeren Sedimente wurden bei Regen abgewaschen und bildeten Schwemmlandablagerungen am Fuße der Berge. Letzten Endes sind Uluṟu und Kata Tjuṯa das Produkt dieses Ablagerungsprozesses und sie entstanden zur selben Zeit vor ca. 550 Mio. Jahren. Die Gesteinsschicht, in der der Uluṟu entstand, wird als Mutitjulu Arkose bezeichnet, eine der zahlreichen stratigraphischen Formationen, die das Amadeus-Becken füllten.
Vor 500 Millionen Jahren bedeckte erneut ein flacher See dieses Gebiet. Die Ablagerungen waren 2,5 km hoch und wurden von Sand, Schlamm und abgestorbenen Seetieren des Sees bedeckt. Die überlagernden Sedimentschichten verpressten und verkitteten die feldspathaltigen Sande zu Uluṟu-Sandstein, die groben Kiese der Kata Tjuṯa zu Konglomerat.
Vor 400 bis 300 Millionen Jahren trat der See zurück und die Felsen wurden gefaltet. Eine zweite Faltung fand statt, die sich über den Seespiegel empordrückte und die von Geologen als die „Gebirgsbildung von Alice Springs“ bezeichnet wird. Die horizontalen Lagen des Uluṟu-Sandsteins wurden aufgefaltet und diese Schicht drehte sich 90° gegen ihre ursprüngliche Lage, während sich die des Kata Tjuṯa-Konglomerats 15 bis 20° gegen die Horizontale bewegte. Die Felsen erodierten zwar weiterhin, aber etwas langsamer. Vor 65 Millionen Jahren bildete sich ein breites Tal zwischen Uluṟu und Kata Tjuṯa, dieses wurde mit Flusssanden und Kohleablagerungen verfüllt. In dieser Zeit herrschte ein regnerisches Klima und während der letzten 500.000 Jahre wurde das Klima trockener und ein dünner Sandteppich überlagerte die Sedimentschichten.
Die unterschiedliche Erscheinungsform der Gesteine resultiert daraus, dass sich am Uluṟu kleinkörnige Sande verfestigten und deshalb als Sandstein bezeichnet werden, während sich an den Kata Tjuṯa verrundete und große Gesteinstrümmer ablagerten und festigten, die als Konglomerat bezeichnet werden. Die unterschiedliche Größe der Sandkörner und Gesteinstrümmer ergeben sich den Folgen von Gesteinstransport und Erosion.
Der Uluṟu besteht aus spätpräkambrischem Arkose-Sandstein, der seither einer steten Verwitterung ausgesetzt ist. Diese starke Erosion ist besonders auf die großen Temperaturunterschiede zurückzuführen. Außerdem spielen Winde mit Sand eine wichtige Rolle, da sie eine starke abrasive Wirkung haben, die mit Sandstrahlgebläse verglichen werden kann. Freigewitterter Arkose-Sandstein wittert unter den dortigen Bedingungen schalenförmig ab.
Durch den unterschiedlichen Sonnenstand und die daraus resultierende variierende Widerspiegelung des Sonnenlichts erscheint der Uluṟu (wie auch die Kata Tjuṯa) je nach Tageszeit in anderen Farben, die von grau über braun bis orange und rot reichen. Zudem beeinflussen in der Luft enthaltene Partikel wie Dunst oder Staub die Farbwahrnehmung. Der Wechsel zwischen den Farben kann insbesondere während des Sonnenauf- und -unterganges beobachtet werden.
Die Ursache der Ausbildung der zahlreichen Höhlen am Uluṟu ist noch nicht bis ins Detail erforscht.
Der Uluṟu ist kein Monolith, kein eigenständiger Gesteinskörper, sondern ein Teil einer unterirdischen Gesteinsschicht, die auch am 30 km entfernten Katja Tjuṯa an die Erdoberfläche tritt. Die Gesteinsschicht ist am Uluṟu etwa 2,4 km mächtig und erreicht nach Schätzungen bis zu 5 km Dicke und ist etwa 100 km breit. Ihr wird irrtümlich häufig noch der Mount Conner (The forgotten Mountain) zugerechnet.
Der Mount Gabi, ein unterseeischer Monolith vor der Südwestspitze Australiens, ähnelt dem Uluṟu in seinem Aussehen, in seiner Größe, Form und Länge.
Der Uluṟu besteht im Wesentlichen aus Arkose-Sandstein, einem Gestein, das durch einen hohen Anteil von Feldspat gekennzeichnet ist und in wenigen Partien aus Konglomerat, einem Gestein, das in seinem Bestand größere Körner als Sandstein führt. Der durchschnittliche Mineralbestand setzt sich aus 50 % Feldspat, 25–35 % Quarz und etwa 25 % Gesteinstrümmern zusammen. Die Gesteine enthalten hauptsächlich Kalium-Feldspäte und lediglich geringe Anteile von Plagioklas-Feldspäten. Die Gesteinstrümmer bestehen aus verrundetem Basaltgestein mit unterschiedlichen Anteilen von Chlorit und Epidot[6] wie auch aus Granit des im Süden liegenden Musgrave Blocks. Das Gestein ist in unverwittertem Zustand grau. Ist es jedoch Verwitterung ausgesetzt, rosten die Eisenanteile rot bis braun aus. Das Gestein des Uluṟu zeigt die typischen Merkmale von Rippelmarken und Überlagerungen, die durch Sedimentationen in stark fließenden Flüssen entstehen. Der Sandstein verwittert an der Oberfläche schalenförmig.
Um den Uluṟu ranken sich Legenden der australischen Ureinwohner, die Begebenheiten der Traumzeit erzählen und dadurch Unregelmäßigkeiten im Aussehen der Felsen zu erklären versuchen, die für sie heilig sind.
So beschreibt der Uluru-Mythos die Entstehungsgeschichte der Landschaft: Auf der Sonnenseite des Uluṟu wohnten die Mala, die Hasenkänguru-Menschen, und auf der Schattenseite die Kunia, die Teppichschlangen-Menschen, in Harmonie und Frieden. Die entfernten Windulka luden die Mala zu einer Initiation ein, doch die Mala sagten ab, da sie selbst Initiationen durchführen wollten und die Kunia nahmen gerne an und verliebten sich auf ihrer Anreise in die Sleepy-Lizard-Women (Lizard = blauzüngige Tannenzapfenechse) und reisten nicht weiter. Daraufhin wurden sie durch einen Kulpunya bestraft, einen Hund mit riesigen Zähnen und ohne Haare, der bösartiger als ein Krokodil war, aber auch die Kunia wurden durch die Liru, die Giftschlangen-Menschen und weitere Kämpfer, die am Kata Tjuṯa lebten, bestraft. In der fürchterlichen Schlacht mit Toten, Schwerverletzten und Feuer bebte die Erde und der Uluṟu hob sich aus der damals ebenen Erde hervor und damit wurde der Geist der Mala und Kunia zu Stein und die Spuren und die Geschichte des Kampfes können die Anangu am Uluṟu ablesen und erzählen.
Es gibt Felszeichnungen in mehreren Höhlen am Uluṟu, die diese und andere Legenden erzählen. Sie wurden im Laufe der Jahrtausende viele Male immer wieder durch Übermalen erneuert.
Im Gebiet des Berges leben seit mehr als 10.000 Jahren die Anangu, ein Stamm der Aborigines. 1873 entdeckte ihn William Gosse als erster Europäer auf einer Expedition mit Peter Warburton und benannte ihn nach dem seinerzeitigen südaustralischen Premierminister Henry Ayers Ayers Rock. Weitere Expeditionen folgten mit dem Ziel, das Gebiet für die Landwirtschaft zu erschließen. Sie kamen allerdings zu dem Ergebnis, dass es dafür ungeeignet sei. Anschließend folgten Prospektoren, Entdeckungsreisende und Wissenschaftler, die das Gebiet erkundeten.
1920 wurden Teile des heutigen Nationalparks zu einem Reservat für Aborigines.
1936 kamen die ersten Touristen in das Gebiet des Uluṟu und die europäische Besiedlung begann in den 1940er Jahren. Erste Wege für PKWs und Busse wurden ab dem Jahr 1948 geschaffen. 1958 wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt und Ayers Rock – Mount Olga National Park genannt. Das erste Motel und die Landebahn im Norden des Uluṟu entstanden ab 1959.
Der Aboriginal Land Rights Act, ein am 16. Dezember 1976 unterzeichnetes Gesetz der australischen Bundesregierung, sprach den Aborigines Landrechte im Northern Territory zu. Es trat am 26. Januar 1977 in Kraft. Die Anagu reichten einen Land Claim ein, der bei Gerichtsverhandlungen als berechtigt eingestuft wurde. Am 26. Oktober 1985 übergab der Generalgouverneur Ninian Steven bei einer Zeremonie an der Basis des Uluru die Eigentumsurkunde zurück an die Anangu. Direkt im Anschluss, circa fünf Minuten später, wurde ein Vertrag unterzeichnet, der das Land für 99 Jahre zurück an den Australian Parks and Wildlife Service verpachtete.
Am 15. Dezember 1993 wurde der Name Uluṟu erstmals offiziell im Northern Territory neben Ayers Rock / Uluṟu geführt und die Regional Tourism Association in Alice Springs wechselte am 6. November 2002 offiziell in Uluṟu / Ayers Rock. Auf Hinweisschildern des Lasseter Highways ist die Bezeichnung Uluṟu (Ayers Rock) aufge-bracht.
Auch der Mount Olga trägt mittlerweile wieder seinen Anangu-Namen Kata Tjuṯa. Entsprechend heißt der Ayers Rock Mount Olga National Park jetzt Uluṟu Kata Tjuṯa National Park. In der Umgangssprache ist der Name Ayers Rock immer noch gebräuchlich, seine Verwendung nimmt jedoch ab.
Der Lasseter Highway führt auch zum Kata Tjuṯa, im Hintergrund der Uluṟu.
Der Uluṟu kann auf einem gekennzeichneten Weg umwandert werden, an dem an bedeutenden Stellen Tafeln mit Erklärungen zum Mythos des Berges aufgestellt sind. Die Wanderung kann sowohl vom Mala- oder Kunija-Parkplatz begonnen werden, als auch vom Cultural Centre auf dem Liru Walk (4 km) zu Fuß bis zum Mala Walk erreicht werden. Vom Mala-Parkplatz aus kann der Uluṟu – im Uhrzeigersinn – umrundet werden: Der Weg führt über den Mala Walk und Kantju Gorge (Länge: 2 km), Base Walk (Länge: 10,5 km), Kunija Walk (4 km) und Lungkata Walk (4 km). Auf dem Wanderweg gibt es nur zwei Stellen, an denen Trinkwasser gefasst werden kann: am Mala-Parkplatz sowie am Kunjia Piti, wo der Base Walk in den Kunjia Walk übergeht. Es wird dringend empfohlen, eigene Wasservorräte mitzunehmen. Täglich finden zwei durch Parkranger geführte Wanderungen auf dem Mala Walk statt (Oktober–April 8.00 Uhr, Mai–September 10.00 Uhr), die an dem Zeichen Mala Walk beginnen.
Im Park gibt es ein Cultural Centre, das von den Anangu betrieben wird. Sie informieren dort über die Legende des Berges, die Traumzeit und die gesellschaftlichen Regeln ihres Stammes (Tjukurpa). Außerdem werden traditionelle Kunstwerke und kunsthandwerkliche Gegenstände ausgestellt, die auch erworben werden können.
Das Besteigen des Uluṟu ist auf einer gekennzeichneten, am Westende des Berges beginnenden und mit einem Handlauf ausgestatteten Strecke erlaubt, von den Anangu allerdings nicht erwünscht. Sie begründen dies damit, dass sie in tiefe Trauer fallen, wenn an dem von ihnen als heilig betrachteten Berg Menschen aufgrund von Überlastung oder durch einen Absturz tödlich verunglücken. Dieses Schicksal hat bis 2010 35 Menschen das Leben gekostet. Aus Sicherheitsgründen ist der Aufstieg grundsätzlich von einer halben Stunde nach Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang geschlossen. Außerdem kann der Pfad kurzfristig gesperrt werden, wenn
– innerhalb der nächsten drei Stunden Regen oder Sturm vorhergesagt sind,
– der Wind auf einer Höhe von 2500 Fuß (762 Meter) 25 Knoten erreicht,
– extreme Temperaturen von 36°C und mehr vorhergesagt sind,
– die Wolkengrenze unterhalb des Gipfels beginnt,
– oder Rettungsarbeiten im Gange sind.
Zudem können die Anangu darum bitten, den Aufstieg aus kulturellen Gründen zu untersagen, beispielsweise während einer traditionellen Zeremonie. Selbst wenn der Weg geöffnet ist, kann es beim Besteigen zu Unfällen oder gar Todesfällen kommen, da das Wetter in dieser Gegend schnell und unerwartet umschlagen kann. Im australischen Sommer (zwischen November und Februar) empfiehlt es sich, den Aufstieg bis 8 Uhr begonnen zu haben, da es später unerträglich heiß wird und der Weg geschlossen wird.
Im Glauben der Anangu erzählen oder verkörpern bestimmte Stätten entlang des Uluṟu Base Walk Geschichten, die ausschließlich an diesem Ort und nirgendwo sonst gesehen werden dürfen. Deshalb sind Foto- und Videoaufnahmen an folgenden Stätten verboten (beginnend am Mala-Parkplatz im Uhrzeigersinn): Mala Punta, Warajuki, Tjutatkapi, Taputji, Kunjia Piti und Pulari. Bei Zuwiderhandlung drohen hohe Geldstrafen. Laut den Stammesgesetzen der Anangu sind manche Orte zudem für ein Geschlecht oder eine Altersgruppe tabu, was auf Touristen jedoch nicht angewendet wird. Außerdem gibt es mehrere andere heilige Stätten, die für Touristen nicht zugänglich sind.
In der Region gibt es zudem Felszeichnungen der Aborigines. In den 1970er Jahren bespritzten Tourguides die Felswände häufig mit Wasser, damit die Fotos der Touristen brilliantere Farben zeigten. Dadurch wurden einige Zeichnungen stark in Mitleidenschaft gezogen. Sie sind immer noch zu besichtigen, allerdings mit Geländern abgezäunt. Um sie vor der Zerstörung zu bewahren und das jahr-tausendealte Kulturerbe zu dokumentieren, wurde durch die Aborigines eine Datenbank angelegt. Der Zugriff erfolgt gemäß den oben genannten Stam-mesgesetzen, d.h. tabuisierte Bereiche bleiben für bestimmte Gruppen gesperrt.
Auf der Rückseite des Uluṟu befinden sich Wasserlöcher, die das gesamte Jahr über mit Wasser gefüllt sind. Da dies in einer trockenen Region wie dieser etwas sehr besonderes ist, nehmen sie im Kult der Aborigines eine hohe Stelle ein.
Das Mitnehmen von Sanden und Steinen um den Uluṟu, beispielsweise als Erinnerungsstück, ist von den Anangu nicht erwünscht. In ihrem Glauben muss alles dort enden, wo es begonnen hat – wenn Naturalien entfernt werden, können die Geister keine Ruhe finden. Briefe im Cultural Centre zeugen von Menschen aus aller Welt, die ihre unerlaubt mitgenommenen Naturalien aus Reue wieder zu-rückgesendet haben, damit die Anangu sie wieder am Uluṟu deponieren konnten. Einige berichten davon, dass ihr Mitbringsel ihnen Unglück gebracht habe.
Der Zutritt zum Uluṟu und anderen Teilen des Nationalparks kann bei religiösen Veranstaltungen der Anangu teilweise oder vollständig für Besucher geschlossen werden.
An zwei Orten ist die Beobachtung des Sonnenauf- oder -untergangs optimal, am Car Sunset-Parkplatz und am Dune Lookout. Bei Letzterem ist ein Blick sowohl auf den Uluṟu als auch auf die Kata Tjuṯa möglich.
In der etwa 15 Kilometer entfernten Touristensiedlung Yulara stehen eine Hotelanlage und ein Campingplatz zur Verfügung, im Nationalpark selbst ist Übernachten nicht erlaubt.
Der Eintritt in den Nationalpark kostet 25 AU$ pro Person für eine Drei-Tages-Karte.
Wir sehen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang von den Aussichtsplattformen…Frühstück nehmen wir im Aboriginal Kulturzentrum ein. Dann nähern wir uns diesem Gestein, dessen Formen mich irgendwie immer an den Film Indipendence Day erinnern, ein abgeschossenes rostiges Raumschiff…. Wir können ja mal Herrn Däneken fragen…

Samstag, 02. März 2013

weltreise-reisebericht-australien-8

Am Nachmittag fliegen wir weiter nach Cairns. Uns erwartet Bernd Meier, gebürtiger Karlsruher und seit vielen Jahren in Australien lebend.
Palm Cove im Norden Queenslands, zwischen Cairns und Port Douglas, ist ein tropisches Paradies für Jeden, für Sonnenanbeter und Badenixen, Taucher und Schnorchler, Abenteurer, Romantiker und Genießer. Auf der einen Seite der mystische Regenwald, auf der anderen Seite das Great Barrier Reef, dazwischen weißer Sandstrand, von Kokospalmen gesäumt, tropische Sonne und warmes Wasser das ganze Jahr, das ist Urlaubsgenuss pur.
Bis in die 1980er Jahre war Palm Cove, als Palm Beach bekannt beliebtes Ausflugsziel für das Familien-Picknick am Wochenende für die Bewohner von Cairns und der Atherton Tablelands (heute Cairns Highlands), ein vor sich hin schlummernder kleiner Badeort. Von Geschäftsleuten und Reiseveranstaltern entdeckt, begannen sich internationale Hotelgruppen dafür zu interessieren, übernahmen das Management für die wenigen bestehenden Hotels und ließen weitere entstehen. Heute ist Palm Cove ein Premier-Badeort, eine wahre Perle am Südpazifik, und ist zum Spa- und Hochzeitsparadies Nummer 1 von Australien geworden. Der Strand von Palm Cove zählt zu den Top 10 Stränden Australiens und hat mehrere Auszeichnungen für Schönheit und Sauberkeit erhalten.
Nur etwa 30 Minuten Fahrt vom Cairns International Airport entfernt, hält Palm Cove von der einfachen Herberge bis zum First-Class-Resort und Appartements in großer Auswahl für Jeden die passende Unterkunft bereit, und für das leibliche Wohl sorgen zahlreiche Restaurants vom Beachcafé bis zum 5-Sterne-Gourmettempel mit Terrasse am Meer.
Das Palm Cove Shopping Center bietet mit seiner großen Auswahl an Geschäften, Opalshops, Kosmetiksalons, Souvenirshops und noch viele andere mehr, alles, was das Herz begehrt. Auch das Nachtleben kommt mit zahlreichen Bars und dem Nachtclub nicht zu kurz. Sportlich Aktive haben die Wahl zwischen mehreren Schwimmbädern, Tennis Court, Squash Court und Gymnastikstudio im Sportcenter sowie dem Palm Cove Golfplatz. Die exotische Unterwasserwelt am Great Barrier Reef zu erleben, ist eigentlich ein Muss für jeden Urlauber in diesem Ort. Fahrten für Schnorchler und Taucher werden täglich angeboten und können vom Anleger in Palm Cove unternommen werden.
Für besonders Abenteuerlustige gibt es Möglichkeiten für Rafting, Parasailing, Flüge mit dem Heißluftballon, Reiten durch den Busch und noch viel mehr, spannende Ausflüge in den Regenwald oder einen der Parks in der Umgebung wie Bird World, Butterfly World oder Wild World.
Cairns ist eine Stadt im Norden von Queensland, Australien. Die Stadt diente bei ihrer Gründung
durch den damaligen Gouverneur von Queensland, William Wellington Cairns, im Jahre 1876 ursprünglich als Exporthafen für Gold und andere Bodenschätze, die in den Minen westlich der Stadt gewonnen wurden. Mit der Zeit wurde Zuckerrohr zum Hauptexportprodukt.
Aufgrund seiner Nähe zu vielen Attraktionen ist Cairns ein beliebtes Reiseziel für ausländische Touristen geworden und gilt bei vielen Rucksacktouristen als das Hauptreiseziel in Australien.

Sonntag, 03. März 2013

Wir fahren zum schnorcheln und tauchen zum Great Barrier Rief.
Mit dem Schnellboot erreicht man das Great Barrier Reef in anderthalb Stunden. Green Island und der Fitzroy-Island-Nationalpark sind beliebte Ziele bei einem Yachtausflug. Der Daintree-Nationalpark im Norden bietet seinen Besuchern das Erlebnis eines tropischen Regenwaldes. Im Westen befinden sich die Atherton Tablelands. Dieses Hochplateau bietet ein kühleres Klima im Vergleich zur tropischen Hitze der Küstenregion. In der näheren Umgebung befinden sich viele speziell für Touristen entwickelte Attraktionen, wie zum Beispiel der Tjapukai Aboriginal Cultural Park, die Skyrail, eine 7,5 km lange Seilbahn nach Kuranda oder das AJ Hackett Bungee Center im Regenwald. Obwohl Cairns direkt am Meer liegt, besitzt die Stadt keinen direkten Strandzugang im eigentlichen Sinne.Dafür gibt es eine künstlich angelegte Lagune, die nicht mit Salzwasser gefüllt ist und ist somit sehr kinderfreundlich. An die Strandpromenade, die mit viel Aufwand modernisiert wurde, grenzt bei Ebbe eine hunderte Meter lange Schlammebene an, auf der kleine Mangroven wachsen. Allerdings sind wenige Kilometer weiter nördlich einige der schönsten Strände Queenslands zu finden (wie z. B. Trinity Beach). Der botanische Garten „The Flecker Botanical Gardens“ liegt 4 km entfernt vom Zentrum. In diesem tropischem Garten befinden sich seltene Pflanzen und Blumen: Titanwurz, Orchideen und Kannenpflanzen unter anderen.
Cairns gehört zum Verwaltungsgebiet Cairns Region. Im Gebiet der Stadt leben 98.000 Einwohner (Stand 2007).
Cairns besitzt einen internationalen Flughafen 7 km nördlich der Stadt und kann direkt aus Europa angeflogen werden.
Eine Eisenbahnlinie verbindet die Stadt im Süden mit Brisbane und reicht im Westen bis Forsayth. Eine Zuglinie: the Kuranda Scenic Railway ist zwischen 1882 und 1891 gebaut worden. Die Reise mit diesem Zug von Cairns bis Kuranda dauert zwei Stunden. Wir werden diesen Zug in den kommenden Tagen noch nutzen.
Der Bruce Highway endet in Cairns und führt als Captain Cook Highway nach Port Douglas. Cairns hat an den Ufern des Cairns River einen mittelgroßen Hafen, dessen Bedeutung kaum über die regionale Versorgung hinausgeht. Wichtiger ist die erweiterte Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe: fast alle Cruiser auf dem Weg von oder nach Südasien machen hier Zwischenstation.
Die medizinische Versorgung der Stadt und des Hinterlandes wird durch das Cairns Base Hospital sichergestellt, das 1884 eröffnet wurde. Der Royal Flying Doctor Service ist ebenfalls in der Stadt situiert und versorgt von hier aus den Norden Australiens und angrenzende Länder wie Papua Neuguinea. Der Stützpunkt in Cairns gilt als größter Standort der Flying Doctors in Australien.
In Cairns herrscht tropisches Klima, es wird von feucht-heißen Monsunen bestimmt. Die Höchsttemperaturen können in der Zeit von November bis April rund 34 °C erreichen. In dieser Zeit ist auch die Luftfeuchtigkeit am höchsten. In den übrigen Monaten sinken die Temperaturen ein wenig und auch die Luftfeuchtigkeit ist gerin-ger. Die Wassertemperatur beträgt 23 bis 28 Grad.
Cairns liegt in der Zone tropischer Wirbelstürme (Zyklonen). Am 20. März 2006 verfehlte der Zyklon Larry mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 290 km/h knapp die Stadt, als er an der Küste von Queensland einen Schaden von etwa 500 Millionen Australischen Dollar verursachte. Auch in der Nacht vom 2. auf den 3. Februar 2011 hatte Cairns Glück, als das Sturmzentrum des Zyklons Yasi südlich an der Stadt vorbeizog und nur geringe Schäden hinterließ.
Am 14. November 2012 (Ortszeit) lag Cairns als einzige größere Stadt im Totalitätsbereich einer totalen Sonnenfinsternis. Diese Sonnenfinsternis fand am Morgen kurz nach Sonnenaufgang statt. Die Phase der Totalität dauerte in Cairns 2 Minuten und 4 Sekunden. Die Wetteraussichten waren günstig für die australische Ostküste (der durchschnittliche Bedeckungsgrad des Himmels liegt bei 40 Prozent), sodass diese Sonnenfinsternis gut zu beobachten war.
Das Great Barrier Reef (deutsche Bezeichnungen: (Großes) Barriereriff) vor der Nordostküste Australiens im Korallenmeer ist das größte Korallenriff der Erde. Im Jahr 1981 wurde es von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt und wird auch als eines der sieben Weltwunder der Natur bezeichnet. Am 11. Juni 1770 entdeckte der britische Seefahrer James Cook das Große Barriereriff, als er während seiner ersten Südseereise (1768–1771) dort mit seinem Schiff HMS Endeavour auf Grund lief.
Das Great Barrier Reef liegt nordöstlich von Australien an der Ostküste des Bundesstaates Queensland im Südpazifik und erstreckt sich von der Torres-Straße vor Papua-Neuguinea bis zur Lady-Elliot-Insel, die etwa 75 Kilometer nordöstlich von Bundaberg liegt. Es ist inzwischen auf eine Länge von gut 2.300 Kilometern angewachsen und erreicht damit eine Ausdehnung vom 10. bis zum 24. südlichen Breitengrad.
Aufgrund der Dimension ist das Riff zur besseren Unterscheidung in mehrere Sektionen (Abschnitte) aufgeteilt. Diese lauten von Nord nach Süd:
Far Northern Section
Northern Section
Cairns Section (auch Tropical Northern)
Central Section (auch Whitsunday Section)
Southern Section (auch Mackay Capricorn Reefs).
Das Riff verläuft am östlichen Rand des australischen Kontinentalsockels. Es liegt zwischen 30 Kilometern (bei Cairns) und rund 250 Kilometern (bei Gladstone) von der fast parallel verlaufenden australischen Ostküste entfernt.
Es besteht aus einer Kette von über 2.900 Einzelriffen, knapp 1.000 Inseln, wie z. B. den Whitsunday Islands oder Dunk Island, und unzähligen Sandbänken. Die Fläche des Great Barrier Reef beträgt etwa 347.800 km². Es kann mit bloßem Auge vom Weltraum aus gesehen werden
Das Riff liegt komplett in den Tropen und im Taifun-Gebiet. Die Taifun-Saison dauert von Oktober bis März, regenreich ist es besonders im Herbst (Februar /März). Die monatliche Niederschlagsmenge reicht dann von 215 mm in Rockhampton im Süden des Riffs über 350 mm in Mackay und Townsville bis zu 525 mm in Cairns und auf der Kap-York-Halbinsel. Trocken ist es in diesem Gebiet zwischen März und Oktober.
Der Ursprung des Great Barrier Reef liegt rund 600.000 Jahre zurück. Es ist insgesamt betrachtet kein geschlossenes Riffsystem, sondern setzt sich aus einer Vielzahl verschiedener Typen von Einzelriffen mit unterschiedlicher Entstehungsgeschichte zusammen.
Der nördliche – von der Torres-Straße bis ungefähr Cooktown reichende – Abschnitt des Great Barrier Reef entstand erst, nachdem sich die Nordspitze Australiens im Zuge der Kontinentalverschiebungen vor etwa 15 Millionen Jahren in tropische Breitengrade vorschob. Erst die dort vorherrschenden Bedingungen und die höhere Wassertemperatur ermöglichten das Ansiedeln von riffbildenden Steinkorallen-Polypen auf dem nahe der Küste gelegenen Kontinentalsockel. Die Riffbildung durch die kalkabsondernden Steinkorallen war jedoch kein kontinuierlicher Prozess. Als Folge der Eiszeiten und des damit verbundenen Absinkens des Meeresspiegels trockneten die besiedelten Gebiete mehrfach aus, und die lebenden Korallenpolypen starben ab. Zurück blieben jeweils Erhebungen durch Küstenkalksteine, die im Laufe der Zeit durch Sedimentation entstanden waren. Während der ebenso regelmäßig wiederkehrenden Überflutungen – verursacht durch die auf jede Eiszeit folgenden Eisschmelzen – siedelten sich die Korallen auf dem verbliebenen Sedimentgestein immer wieder erneut an und schufen weitere Kalkberge, die der Nachfolgegeneration jeweils als Fundament dienten.
Durch diese Prozesse entstand im Laufe der Zeit im nördlichen Teil des Riffs ein relativ zusammenhängendes Gebilde von Korallenriffen, das im Wesentlichen aus Riffen des Typs Barriere-Riff besteht. Durch die fortwährende Meeresboden-Absenkung bzw. den Meeresspiegelanstieg wächst diese Riffbarriere auf dem Kontinentalsockel seewärts. Zur Küstenseite ist das Riff durch eine breite und zwischen 50 und 100 Meter tiefe, mit kleineren Riffen und Korallenbänken durchzogene Lagune vom Festland getrennt. Auf der vom Festland abgewandten Seite – dem Outer Reef – fällt das Barriereriff, bzw. der Kontinentalabhang, an dem das Riff liegt, teilweise bis in 2.000 Meter Tiefe zum Meeresboden hin steil ab.
Die mittleren und südlichen Teile des Riffs sind später entstanden. Die einzelnen Barriereriffe sind dort in wesentlich weniger kompakten Formationen angeordnet. In diesem Abschnitt des Riffs haben sich vermehrt Saum-Riffe (engl.: fringing reef) gebildet, die den Barriereriffen sehr ähnlich sind und sich ebenfalls überwiegend seewärts ausbreiten. Sie wachsen aber nicht am Rand des Kontinentalsockels, sondern in direkter Küstennähe und haben zum Festland hin meist nur eine wenige Meter tiefe Lagune, die durch Erosion entstanden ist.
Große Gebiete des Riffs gehörten früher zum Festland und wurden ebenfalls durch den steigenden Meereswasserspiegel überflutet. So sind auch die meisten zum Riff gehörenden Inseln die Spitzen versunkener Berge. Sie stammen von einem Küstengebirge, welches während der letzten Eiszeit vom Festland abgetrennt wurde. Sie bestehen im Gegensatz zu echten Koralleninseln aus festem Gestein und sind meist von einem schmalen Saumriff umgeben, welches unmittelbar an deren Ufer wächst.
Auf den ebenen Anhöhen der versunkenen Gebiete – die nun ebenfalls dem Kontinentalsockel zugerechnet werden – haben sich Plattform-Riffe (engl.: platform reef) unterschiedlicher Größe gebildet. Sie sind auf jenen Flächen entstanden, wo der Meeresboden so weit an den Meeresspiegel heranreichte, dass der Lichteinfall stark genug war, um eine Ansiedlung von Korallen zu ermöglichen. Einige Plattformriffe erreichen inzwischen einen Durchmesser von bis zu 15 Kilometern.
Die sichtbaren Teile der farbenprächtigen Korallenriffe stammen aus der letzten Kaltzeit, die etwa 10.000 Jahre zurückliegt. Von diesem Zeitpunkt an konnten sich die unterschiedlichen Korallenarten wieder auf den verbliebenen Kalksteinen ansiedeln und zum einzigartig vielfältigen Lebensraum unzähliger Tierarten und Pflanzen werden. Auch in der Zukunft wird das Riff sowohl sein Aussehen als auch seine Ausdehnung verändern, da es sich um einen lebenden Organismus handelt, der aufgrund verschiedener Einflüsse einem ständigen Wandel unterliegt.
Antennen-Feuerfisch aus der Familie der Skorpionfische – einer der Riffbewohner
Der Kupferstreifen-Pinzettfisch aus der Familie der Falterfische ist in seichten Lagunen mit dichtem Korallenbewuchs zu finden.
Das Great Barrier Reef bildet mit seinen 359 Steinkorallenarten die größte von Lebewesen geschaffene Struktur auf der Erde. Es bietet Lebensraum für eine Vielzahl von weiteren Arten, unter anderem sind dort 80 Arten von Weichkorallen und Seefedern (siehe Nesseltiere), über 1.500 Fischarten[6], 1.500 Schwammarten, 5.000 Arten von Weichtieren, 800 Arten von Stachelhäutern wie zum Beispiel Seesternen, 500 verschiedene Arten von Seetang und 215 Vogelarten heimisch.
Man findet im Great Barrier Reef sechs von insgesamt sieben weltweit vorkommenden Arten von Meeresschildkröten. Darunter sind auch die vom Aussterben bedrohten unechten Karettschildkröten und die pazifischen Suppenschildkröten, die das Riff zur Eiablage nutzen. Ebenfalls vom Aussterben bedroht sind die dort lebenden Dugongs (Seekühe). Ferner nutzen – neben weiteren dort vorkommenden Walarten – die nahe der Antarktis lebenden Buckelwale die warmen Gewässer zum Gebären ihrer Jungen.
Die zackigen und verästelten Korallenstöcke bieten Schnecken und seltenen Muscheln, wie zum Beispiel Arthritica-Arten oder Stachelschnecken, wie etwa Murex pecten, ideale Bedingungen.
Korallenriffe sind sehr empfindliche Ökosysteme. Jede Veränderung kann unvorhersehbare Schäden verursachen.
Korallen können nur in einem klarem, sonnendurchfluteten Gewässer mit sehr eingeschränktem Temperaturbereich, etwa zwischen 18 und 30 °C, gedeihen und überleben. Eine Erhöhung der Wassertemperatur führt zum Abstoßen und anschließenden Absterben der Zooxanthellen, dem lebensnotwendigen Algenbewuchs der Korallen. Da diese Algen neben der symbiotischen Versorgung mit Nährstoffen auch für die Farbgebung der Koralle zuständig sind, verbleicht der Korallenstock, und das weiße Kalkgerüst wird sichtbar. Hält dieser Zustand über längere Zeit an, weil die Algen aufgrund konstanter Wassererwärmung nicht nachwachsen können, sterben die Korallen an Nährstoffmangel.
Alarmiert wurde die Weltöffentlichkeit, als am 3. April 2010 der chinesische Massengutfrachter MS Shen Neng 1 mit einer Ladung von 65.000 Tonnen Kohle und 950 Tonnen Öl an Bord am Great Barrier Reef auf Grund lief. Am 4. April 2010 traten vier Tonnen Öl aus, die jedoch mit einer Chemikalie zersetzt werden konnten. Obwohl verhindert werden konnte, dass eine Ölpest das Ökosystem in Mitleidenschaft zog, wurde durch das Auflaufen des Schiffes ein kleiner Bereich des Riffs – Pressemeldungen reichen von 250 mal 100 Meter bis 3 Kilometer mal 250 Meter – zerstört.
Ein besonderes Ereignis stellt die jährliche farbenprächtige Korallenblüte dar, die der Vermehrung der Korallen dient. Diese findet am Great Barrier Reef während des australischen Frühjahrs im November statt und richtet sich nach einem von der Natur streng vorgegebenen Zeitplan. Die den Zeitpunkt beeinflussenden Faktoren sind die Wassertemperatur von etwa 27 °C, die Tageslänge und die Mondphase. Nur ein minutiös aufeinander abgestimmter Ausstoß der Eizellen und Samen in großer Menge gewährleistet unter den durch Fressfeinde und starke Meeresströmung verursachten schwierigen Bedingungen eine erfolgreiche Fortpflanzung der Tiere.
Etwa zwei Millionen Touristen besuchen das Riff jedes Jahr. 2003 gaben sie über vier Milliarden Australische Dollar aus. Entsprechend wichtig ist der marine Tourismus für das nördliche Queensland. Es gibt etwa 820 Anbieter von Fahrten zum Riff, die ungefähr 1.500 Boote, Hubschrauber und Kleinflugzeuge für Touren zum Riff bereitstellen. Sie operieren von den Küstenstädten aus, wobei sich 85 % des Tourismus auf die beiden Städte Cairns und Airlie Beach konzentriert.
In den Städten bieten die Unternehmen Ausflüge an, von Tagestouren bis zu mehrwöchigen Segeltörns. Die Fahrzeuggröße reicht von kleinen Segelbooten bis hin zu großen Katamaranen, die über 400 Plätze haben. Ungefähr 40 % des Tourismusgeschäfts liegt dabei in den Händen der zehn größten Anbieter.
Trockenen Fußes kann man das Riff sowohl durch eine Fahrt mit einem Glasbodenboot oder einem Halb-U-Boot bestaunen, als auch durch einen Besuch eines der unzähligen Unterwasserobservatorien. Die am meisten nachgefragte Art des Rifferlebnisses ist allerdings das Schnorcheln oder Tauchen.
Ideale Reviere zum Tauchen und Schnorcheln liegen am äußeren Gürtel des Riffs, dem Outer Barrier. Begünstigt durch die Nähe zum offenen Meer ist die Sichtweite unter Wasser erhöht, da sich weniger Sedimente im Wasser ablagern können. Eigens für den Massentourismus und Tauchanfänger wurden Pontons im Außenriff fest verankert, die mit Schiffen angefahren werden. Oftmals sind die umgebenden Gebiete mit Netzen abgegrenzt, um Taucher und Schnorchler vor Angriffen von Riff-Haien zu schützen. Erfahrene Taucher benutzen Tauchsafari-Boote, die meist von Cairns oder Port Douglas auslaufen, um die an entlegenen Tauchplätzen im Riff zu tauchen.
Am 26. Oktober 1981 wurde das Riffsystem von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Es erfüllt alle vier der damaligen Kriterien.
Schutzmaßnahmen sind aufgrund der vielfältigen Ursachen nur zum Teil kurzfristig umsetzbar. Ein Großteil der Zerstörungen rührt vom hohen Nähr- und Schwebstoffeintrag durch intensive Landwirtschaft in Küstennähe her. Die Pflanzenschutz- und Düngemittel der Zuckerrohr- und Bananenplantagen gelangen mit dem jährlichen Monsunregen ins Küstengewässer und zerstören ganze Korallenstöcke. Weitere Schadstoffe gelangen infolge der vermehrten Bebauung einiger Inseln und der touristischen Nutzung des Riffs ins Meerwasser. Summiert setzen Treibstoffe und Ankerwürfe von Booten, Sonnenöl von Schnorchlern und das Sammeln von Souvenirs dem Ökosystem ebenso zu wie unbedachte Taucher, die die Empfindlichkeit des Riffs und damit ihre zerstörerische Wirkung nicht erkennen. Auch die Erwägung, in dem rund 200.000 km² großen Gebiet nach Erdöl zu bohren, bedroht das Riff. Gegen Überfischung und die Zerstörung der Riffe durch Schleppnetze wurden bereits Maßnahmen ergriffen. Doch trotz der Verbote wird es Jahre dauern, bis sich das aus dem Gleichgewicht geratene Ökosystem wieder erholt hat.
Zum Schutz des Welterbes wurde ein umfangreicher, auf 25 Jahre angelegter Strategieplan ausgearbeitet mit dem Ziel, das gefährdete Ökosystem intensiv zu erforschen und wieder ins Gleichgewicht zu bringen – auch, oder gerade weil das Great Barrier Reef im Gegensatz zu vielen anderen Korallenriffen, die abzusterben drohen, noch in einem verhältnismäßig gutem Zustand ist. Das Wrack des am 23. März 1911 gesunkenen Passagierschiffs SS Yongala, 1958 wieder entdeckt, ist bei Tauchern sehr beliebt und ein wertvolles Schutzgebiet. Ebenso wird mit den Wracks der SS Gothenburg, der RMS Quetta und zahlreichen anderen verfahren. Damals wurde schon eine erste aufwendige Bestandserfassung vorgenommen, deren Daten besonders wertvoll geworden sind, weil sie Langzeitergebnisse ermöglichen.
Zwischen 1985 und 2012 hat das Riff die Hälfte seiner Korallen verloren. Infolge der globalen Erwärmung war das Great Barrier Reef in den Jahren 1998 und 2002 stark vom Massenkorallenbleichen betroffen. Im Jahr 2002 waren 60 bis 95 % des Riffs geschädigt. Der Großteil konnte sich wieder erholen – fünf Prozent des Riffs wurden jedoch in so gravierender Weise zerstört, dass es mehrere Jahre bis Jahrzehnte dauern wird, bis sich das Riff von den Schäden wieder vollständig erholt hat. Ein weiteres durch die globale Erderwärmung verursachtes Problem sind Zyklone, die in ihrer Intensität zugenommen haben, und mit ihren Wellen große Bereiche zerstören können. Die Versauerung der Meere durch menschliche Emission des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid hat nachweislich die Wachstumsrate der Steinkorallen reduziert. Ein natürlicher, auch zerstörerischer Feind ist der giftige Dornenkronenseestern. Er tritt in zeitlichen Abständen massiv auf und verschwindet dann wieder. Sein noch unerforschtes Auftreten hinterlässt komplett abgestorbene Riffsektionen, da er die lebenden Korallenpolypen aus ihren schützenden Kalkgehäusen saugt und auffrisst.

Montag, 4. März 2013

Wir machen einen Ausflug nach Kuranda, das Hinterland von Cairns.
Kuranda ist eine sehr kleine Stadt im nördlichen Queensland, Australien. Sie ist ein Touristenort und zählt etwa 1600 Einwohner.
Die Stadt liegt am Barron River auf der westlichen Seite der Kuranda Range, einem Teil der Great Dividing Range, durchschnittlich 380 Meter über dem Meeresspiegel. Sie ist vom Regenwald umschlossen und befindet sich 25 Kilometern nordwestlich von Cairns im lokalen Verwaltungsgebiets (LGA) Tablelands Regional Council.
In Kuranda herrscht ein tropisches Klima. Dabei ist die Luftfeuchtigkeit nicht so hoch, wie in Cairns, da der Ort höher liegt. Die Höchsttemperaturen können in der Zeit von November bis April rund 37 °C erreichen. In den übrigen Monaten sinken die Temperaturen ein wenig und auch die Luftfeuchtigkeit ist geringer. Durch seine Lage im Regenwald erfährt Kuranda nur leichte Temperaturschwankungen. Es gibt eine Regen- und eine Trockenzeit.
Im Regenwald rund um Kuranda lebten bereits vor 10.000 Jahren die Tjapukai Aborigines. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Gebiet von Europäern erforscht. Goldsucher und Holzfäller zogen in die Region. Eine erste Siedlung wurde im Jahr 1885 gegründet. Drei Jahre später erfolgte eine Vermessung durch Thomas Behan.
Der Bau der Eisenbahn von Cairns nach Herberton begann im Jahr 1882 und erreichte Kuranda im Jahr 1891. Zusammen mit der Straße zum Hafen in Cairns wurde der Grundstein für Handel und Aufschwung gelegt. Auf Grund der gut geeigneten Höhenlage von 380 Metern wurde an einigen Stellen mit dem Kaffeeanbau begonnen bis die gesamte Ernte Anfang des 20. Jahrhundert vom Frost zerstört wurde. Der Zinnabbau und die Bauholzgewinnung wurde aber fortgesetzt.
Kuranda wurde Ausflugsziel für einheimische Urlauber und war besonders beliebt bei Hochzeitspaaren in den Flitterwochen. Die Schönheit des Barron Wasserfalls und des Regenwaldes hatte sich herumgesprochen. Im Jahr 1915 wurde das noch heute genutzte Bahnhofsgebäude gebaut. Während des Zweiten Weltkriegs wurden Truppen in der Region stationiert und die militärische Nutzung hatte Vorrang vor dem Tourismus.
Die Barron Gorge Hydroelectric Power Station wurde 1963 in Betrieb genommen. Noch heute wird dort mit zwei Generatoren 60 Megawatt Strom hergestellt. In den 1970er Jahren wurde das Dorf von Hippies entdeckt und es entwickelten sich einige Hippiekommunen. In Marktbuden unter freiem Himmel wurden lokale Produkte und handgearbeitete Waren verkauft. Kuranda blühte in dieser Zeit auf und erlebte einen Bevölkerungsschub.
Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehören die beiden Anreisemöglichkeiten mit der 1995 errichteten Skyrail Rainforest Cableway und mit der Kuranda Scenic Railway. Die Skyrail Rainforest Cableway ist eine 7,5 Kilometer lange Seilbahn, die vom Caravonica Terminal in der Nähe von Cairns aus startet. Die Fahrt dauert 1,5 Stunden und führt wenige Meter über den Regenwald. Die Kuranda Scenic Railway fährt vom Bahnhof Cairns in 1,75 Stunden bis zum Bahnhof Kuranda. Die Strecke ist seit 1891 unverändert. Wir nutzen diese Möglichkeit und haben eine herrliche Aussicht auf den Regenwald, die Barron Falls und die Eisenbahnlinie.
Im Ort selbst gibt es mehrere Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören die verschiedenen Märkte und Kunstläden. Außerdem kann man einen Vogelpark, eine Schmetterlingaufzuchtstation und ein Noctarium, wo nachtaktive Tiere gesehen werden können, besuchen. Im nahen Umland gibt es diverse Wanderpfade und Aussichtspunkte, auch auf die Barron Falls.
Wir, Steffen Kühling und ich, kaufen hier unter fachmännischer Anleitung unseres Guides jeder ein Didgeridoo… Montag Nachmittag gekauft und Donnerstag schon in Wittenberge, eine logistische Meisterleistung!

Dienstag bis Donnerstag, 05.- 07. März 2013

Wir haben ein paar freie Tage in Palm Cove. Wir nutzen diese zum relaxen, liegen am Pool und bummeln durch die (fast) einzige Straße des Ortes. Wir schauen den Anglern zu, der einzige Fang den ich sah, war eine Seeschlange…
Auch Wäsche waschen war von Nöten, fast alle Zimmer waren mit Waschmaschine und Trockner ausgerüstet.
Abends saßen wir in der Beach Apres Bar & Grill oder beim Griechen Dimitri. Hallo Dimitri!
Das Wetter meinte es gut mit uns.
Am Donnertag Abend ging es weiter nach Darwin.
Darwin ist die größte Stadt und Hauptstadt des Northern Territory in Australien sowie die nördlichste Großstadt des Landes mit etwa 121.000 Einwohnern (Stand: Juni 2006).
Darwin wurde 1869 gegründet und seither dreimal wieder aufgebaut, nachdem es 1897, 1937 und 1974 durch Zyklone fast vollständig zerstört wurde.
Darwin gilt als „Tor nach Asien“ und ist Gastgeber der Arafura Games sowie Ausgangspunkt für Touren in den Litchfield-Nationalpark oder den Kakadu-Nationalpark. Vom Darwin International Airport, dem Flughafen der Stadt, bestehen Flugverbindungen nach Ozeanien und Asien.
Die Stadt Darwin gliedert sich in 41 Stadtbezirke (suburbs), die zu vier Wahlbezirken (wards) zusammengefasst werden. Einige der Stadtbezirke im Süden reichen über die Stadtgrenze hinaus und schließen auch gemeindefreies Gebiet von East Arm ein. Darunter vor allem der Stadtbezirk Charles Darwin (Nationalpark), sowie Hidden Valley und Berrimah.
Die letzten beiden suburbs, Buffalo Creek und Holmes, wurden 2007 eingerichtet. Sie sind noch weitgehend unbebaut, besonders Buffalo Creek.
Das Stadtgebiet von Darwin grenzt im Osten an die Gemeinde Shire of Litchfield. Im Süden erstrecken sich die drei Stadtbezirke Eaton (Flughafen), Hidden Valley und Berrimah auf das gemeindefreie Gebiet des East Arm. Im Westen und Norden ist das Stadtge-biet durch die Küste begrenzt (Beagle Gulf) und den natürlichen Hafen Port Darwin.
Am 9. September 1839 landeten John Clements Wickham und John Lort Stokes auf Vermessungsfahrt in australischen Gewässern mit ihrem Schiff HMS Beagle in der Bucht des heutigen Darwin und benannten ihren Ankerplatz Port Darwin nach dem jungen Charles Darwin, der zwischen 1831 und 1836 an Bord des Schiffes die Galápagos-Inseln bereist hatte.
Am 5. Januar 1869 wurde an dieser Stelle mit 135 Siedlern Palmerston gegründet, benannt nach dem britischen Premierminister Lord Palmerston, das mit dem Anschluss an das australische Telegraphennetz und vereinzelten Goldfunden im Umland zunehmend an Zulauf gewann, bis sie 1911 als Hauptstadt des bis 1978 noch zu South Australia gehörigen Northern Territory wieder in Darwin umbenannt wurde.
Zunehmende Bedeutung gewann Darwin im Verlauf des Zweiten Weltkriegs, als es wegen einer befürchteten japanischen Invasion bis auf 2.000 Einwohner evakuiert und eine Besatzung von 32.000 alliierten Soldaten in Darwin stationiert wurde. Am 19. Februar 1942 wurde die Stadt von insgesamt 188 japanischen Flugzeugen bombardiert, die neben den Treibstofflagern der Stadt auch die Gegend um den Hafen fast vollständig zerstörten. Der Luftangriff auf Darwin kostete mindestens 243 Zivilisten und Soldaten das Leben. Das Bombardement war seit Staatsgründung der erste Angriff auf australisches Gebiet. Vier von den sechs Flugzeugträgern und die ihnen zugeordneten Bomberstaffeln waren bereits am Angriff auf Pearl Harbor beteiligt. Sie warfen über Darwin bedeutend mehr Bomben ab als über Pearl Harbor, obwohl dem Angriff militärisch weit weniger Bedeutung beigemessen wurde. Es wurden an diesem Tag acht Kriegsschiffe der Alliierten versenkt. Darauf folgten viele weitere Luftangriffe, worunter die am 28. März und 16. Juni 1942 sowie am 2. Mai 1943 die bedeutendsten waren.
Von März bis April 1946 tagten in Darwin drei Militärtribunale, die als Anhängsel der Kriegsverbrecherprozesse in Neu-Guinea gegen Australier begangene Kriegsverbrechen sühnten.
Am 25. Dezember 1974 wurde Darwin direkt vom Zyklon Tracy getroffen. 66 Einwohner wurden getötet, mehr als 70 Prozent der Bauwerke in der Stadt, zumeist alte aus Backsteinen gebaute Häuser, wurden zerstört. Nach der Naturkatastrophe wurden rund 30.000 der damals 43.000 Einwohner per Flugzeug aus der Stadt gebracht. Diese Luftbrücke war die größte derartige Operation in der Geschichte Australiens. Die Stadt wurde erneut wiederaufgebaut, wobei stabilere Baumaterialien und Bautechniken angewendet wurden.
Anfang der 1980er Jahre entstand die Satellitenstadt Palmerston, etwa 20 km südlich von Darwin. Die Bahnstrecke Adelaide–Darwin wurde am 17. September 2003 fertiggestellt.
Am 16. November 2011 gaben US-Präsident Barack Obama und die australische Premierministerin Julia Gillard der Öffentlichkeit bekannt, dass in Darwin eine amerikanische Militärbasis mit 2500 US-Marines eingerichtet werden soll. Damit entsteht in Australien die dritte US-Basis nach Okinawa in Japan und Gunsan in Südkorea im asiatischen Pazifik.
Darwin hat ein tropisches Klima mit einer Trocken- und Regenzeit. Die Trockenzeit reicht von Mai bis September. Während des Tages ist es dabei fast immer sonnig und trocken, und die Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 50 %. In den kühlen Monaten (Juni/Juli) liegen die niedrigsten Temperaturen im Durchschnitt bei 20 °C und die maximalen Temperaturen bei 31 °C. Von Dezember bis in den April regnet es aufgrund des Monsuns sehr häufig am späten Nachmittag, Gewitter ziehen über das Land, und die Luftfeuchtigkeit liegt oft bei 95 %, aber die Temperatur kann für Stunden auf 26–28 °C sinken. Darwin ist die Stadt in Australien mit der geringsten „hohen“ Temperatur. Jeden Tag sind es 33 °C, ein kalter Tag ist 32 °C und ein heißer Tag ist 34 °C.
Das Museum and Art Gallery of the Northern Territory bietet eine umfangreiche naturwissenschaftliche Präparatesammlung sowie eine Ausstellung indigener Kunst.
In den über 100 Jahre alten, vom deutschen Emigranten Dr. Holtze angelegten, Botanischen Gärten sind verschiedene angelegte Biotope, unter anderem ein Monsunwald und ein tropischer Regenwald, für Besucher zugänglich.
Die nie fertig gestellten, WW2 Oil Storage Tunnels genannten Tunnelsysteme, die nach dem japanischen Luftangriff 1942 zur unterirdischen Lagerung von Treibstoff konstruiert wurden, sind heute ein Museum, das über die damaligen Ereignisse unterrichtet.
In Darwin gibt es zahlreiche Kunstgalerien, die sich ausschließlich mit Aboriginal-Kunst beschäftigen.
Darwin ist bekannt als das „Tor zu Asien“ und ist eine in besonderem Maße multikulturell geprägte Stadt. Insgesamt leben etwa 75 verschiedene Nationalitäten in Darwin, und etwa ein Viertel der Bewohner sind Aborigines oder Torres-Strait-Insulaner.
Darwin entwickelte sich von einem eher rauhen Außenposten zu einer lebendigen tropischen Großstadt. Wochenmärkte wie der Mindil-Beach-Sunset- (Donnerstag und Sonntag in der Trockenzeit), der Parap-, der Nightcliff- und der Rapid-Creek-Markt sind heute fester Bestandteil des Lebensstils, den man in Darwin genießt.
Am 1. Juli feiern die Territorianer ihren Territory Day. Das ist einer von zwei Tagen im Jahr, an dem Feuerwerk erlaubt ist (der andere ist das chinesische Neujahrsfest). Die Hauptfeierlichkeiten dazu finden am Mindil Beach statt, wo ein von der Regierung gesponsertes Feuerwerk jedes Jahr regen Anklang findet.
Das Darwin-Festival, ebenfalls jährlich, umfasst Comedy, Tanz- und Theateraufführungen, Musikdarbietungen, Filmvorführungen und den NT Indigenous Music Award. Zu den anderen Festivals in Darwin gehören das Glenti, ein Fest der großen griechischen Gemeinschaft Darwins und das India@Mindil, ein ähnliches Fest der allerdings kleineren indischen Gemeinschaft. Auch das Chinesische Neujahr wird in Darwin gefeiert und stellt einen Höhepunkt der asiatischen Festivitäten in Darwin dar.
Ein eher ungewöhnliches Ereignis ist die Darwin beer-can regatta, die jedes Jahr in Darwin stattfindet. Die Stadt Darwin, die lange Zeit den Weltrekord im Bier-pro-Kopf-Verbrauch hielt, feiert hier ihre Liebe zum Bier. Die Boote für diese Regatta dürfen ausschließlich aus Bierdosen bestehen. Weitere große Veranstaltungen im August sind der Darwin Cup Horse Race, das Rodeo und das Super-V8-Autorennen in Hidden Valley.
Das Museum des Northern Territory in Darwin gibt einen Überblick über die Geschichte der Region inklusive der Ausstellung zum tropischen Sturm Tracy, der zu Weihnachten 1974 fast ganz Darwin zerstörte, und einer Sammlung von Booten der Pazifischen Inseln.
Darwin besitzt eine lebendige Kunstszene: das Darwin Festival, das Darwin Fringe Festival und das Bass-in-the-Grass-Konzert finden jährlich statt. Zusätzlich gibt es eine Reihe an In- und Outdoor-Konzerten. Auch die Aboriginal-Galerien in der Innenstadt tragen zur Kulturszene bei.
In den 1960er-Jahren wurde Darwin in dem Buch „Maestro“ von Peter Goldsworthy wie folgt beschrieben: „That small, tropical hothouse of a port, half outback, half oriental, lying at the tip of northern Australia“.
„Sit Down Up North“ geschrieben von Northern Territory Administrator Ted Egan stellt dagegen Darwin in den fünfziger Jahren dar.
In Darwin und seinem Umland spielt der 2008 erschienene Film Australia von Baz Luhrmann mit Nicole Kidman in der Hauptrolle. Die zweite Hälfte des dreistündigen Epos spielt in der Stadt zur Zeit der Belagerung im Zweiten Weltkrieg. Aus Mangel an historischer Bausubstanz wurden die Szenen allerdings nicht in Darwin, sondern in Bowen und im Studio gedreht.
Die Stadt Darwin besitzt weitläufige und oft einsame Strände. Dazu gehören der Casuarina Beach und der bekannte Mindil Beach, in der Trockenzeit Heimat des Mindil Beach-Marktes.
Der Casuarina Beach bietet seit 1976 einen offiziellen Nacktbadestrand. Beim Schwimmen im Meer sollte insbesondere in der Zeit von Oktober bis Mai Vorsicht walten, da hier eine hochgiftige Quallenart, die Seewespen (engl.: „Box Jelly Fish“), vorkommt.
Krokodile sind ganzjährig eine Gefahr für Badegäste. Leistenkrokodile sind im Umland von Darwin sehr verbreitet, werden aber auch manchmal im Hafen und in der Nähe von Stränden der Umgebung gesichtet. Jedes Jahr werden im Hafen mehr als 200 Krokodile gefangen und in den umliegenden Flüssen wieder ausgesetzt.
Fischen ist eine sehr beliebte Freizeitaktivität der Einheimischen, aber auch Besucher aus aller Welt versuchen in Darwin beim Barramundifischen ihr Glück. Der Barramundi ist in der Region ein bekannter und beliebter Speisefisch. Mary River, Daly River, South und East Alligator River sind nur einige Gewässer in der Nähe von Darwin, in denen man Barramundi angeln kann. Vor der Küste Darwins fängt man vor allen Dingen Riesenzackenbarsch, die Makrelenart Scomberoides commersonnianus (örtlich Queenfish genannt) sowie Schnapper.
An der Hauptstraße der Innenstadt, Mitchell Street, konzentriert sich die lebendige Nachtszene Darwins mit einem vielfältigen Angebot an Restaurants, einigen Theatern, einem Spielcasino und Kinos, inklusive eines Freiluftkinos. Dieses Kino ist ausschließlich in der Trockenzeit geöffnet (April bis Oktober) und zeigt vor allen Dingen „Independent“- und „Arthouse“-Filme.
In der Trockenzeit findet fast täglich ein Wochenmarkt, wie der Mindil-Beach-Markt, der Nightcliff-Markt, Parap-Markt oder der Rapid-Creek-Markt statt.
Das „V8 Supercars“-Event zieht jedes Jahr tausende Motorsportfans in den Hidden Valley Complex.
Ein weiteres sportliches Großereignis ist der Darwin Cup, der traditionell am ersten Montag im August im Fannie Bay Racecourse ausgetragen wird und so viele Menschen anzieht, dass im Jahr 2003 der Fernsehsender Sky Racing dieses Ereignis zu übertragen begann. Der Darwin Cup Day ist im Northern Territory ein staatlicher Feiertag (Picnic Day public holiday).
Von 1887 – 1976 verkehrte die Nordaustralische Eisenbahn, deren Ausbau in mehreren Abschnitten von Darwin zuletzt bis Larrimah reichte. Die neue Zentralaustralische Eisenbahn von Alice Springs nach Darwin wurde am 17. September 2003 fertiggestellt und verbindet jetzt Darwin mit Adelaide und anderen australischen Städten. Sie dient hauptsächlich dem Güterverkehr. Mit dem Personenzug „The Ghan“ von Adelaide über Alice Springs und Katherine können Reisende zweimal wöchentlich den 25 km außerhalb der Stadt in einem Gewer-begebiet von Darwin gelegenen Bahnhof erreichen.
Der Flughafen von Darwin bietet Flüge nach Singapur und Ho-Chi-Minh-Stadt (Jetstar Airways), Bali (Jetstar Airways), und Osttimor (Airnorth) an.
Qantas, die größte australische Fluggesellschaft, fliegt von Darwin aus nach Alice Springs, zum Flughafen Gove, nach Cairns, Brisbane, Sydney, Melbourne, Canberra, Adelaide und Perth. Virgin Australia fliegt nach Brisbane und Melbourne, Skywest und Airnorth fliegen nach Broome.
Darwin erreicht man über den Stuart Highway, der auf der ganzen Länge des Northern Territory von Darwin in südlicher Richtung über Katherine, Tennant Creek und Alice Springs nach Adelaide führt.
Die Stadt besitzt ebenfalls ein weitreichendes Netz an Radwegen, die hauptsächlich am Strand entlang führen.
Es existieren hauptsächlich von Touristen genutzte Fährverbindungen zu verschiedenen Inseln, beispielsweise verbindet die Arafura Pearl die Tiwi-Inseln und Darwin (Cullen Bay).
Der Tourismus ist einer der größten Wirtschaftszweige in Darwin und beschäftigt 8391 direkte Arbeitnehmer (Zahlen aus dem Juni 2006).
Die meisten Touristen besuchen Darwin in der Trockenzeit von April bis September.
In den Jahren 2005/06 besuchten etwa 1,38 Million Menschen das Northern Territory. Sie verbrachten insgesamt 9,2 Millionen Nächte dort und gaben dabei über 1,5 Milliarden australische Dollar aus.
Darwin ist der Ausgangspunkt für Fahrten in den Kakadu-Nationalpark, den Litchfield-Nationalpark und die Katherine Gorge im Nitmiluk-Nationalpark. Obwohl die Jahreszeiten im Allgemeinen in die Trocken- und Regenzeit unterteilt werden, geht man traditionell von sechs Jahreszeiten aus. Die Benennung dieser Jahreszeiten ist abhängig von der jeweiligen Aboriginalgemeinschaft. Der Bininj Kalender ist zum Beispiel im Kakadu-Nationalpark gültig.
Eine nach Betreiberangaben beliebte Touristenattraktion ist das kommerziell betriebene Füttern von Hunderten von Fischen beim Doctor’s Gully in der Innenstadt: Bei Flut werden Fische, die aus dem Hafen von Darwin hereinkommen, per Hand gefüttert.
Sehenswert ist auch das Füttern der Krokodile auf dem Adelaide River von kleinen Schiffen. Dort werden an einer langen Stange Fleischstücke über das Wasser gehalten. Die Krokodile springen für die Fleischstücke aus dem Wasser.
Darwin spielte eine Rolle für viele Pioniere der Luftfahrt in Australien. Am 10. Dezember 1919 landeten Captain Ross Smith mit seinem Bruder Keith Smith und zwei weiteren Männern in Darwin und gewannen damit einen mit 10.000 £ dotierten Preis der australischen Regierung für den ersten Flug von London nach Australien in unter 30 Tagen. Smith und seine Crew flogen in einer Vickers Vimy und landeten auf dem Flugfeld, das heute Ross Smith Avenue genannt wird. Andere Pioniere der Luftfahrt waren Amy Johnson, Amelia Earhart, Sir Charles Kingsford Smith und Bert Hinkler.
Im Zweiten Weltkrieg beherbergte Darwin australische und amerikanische Piloten. In und um Darwin entstanden Behelfsflugplätze, die heute noch sichtbar sind und auch teilweise noch genutzt werden. Heutzutage finden in Darwin mehrmals im Jahr militärische Luftübungen statt.
1934 war Darwin eine Zwischenstation im „Centenary Air Race“ von London nach Melbourne; der offizielle Name dieses Wettbewerbs war „MacRobertson Air Race“. Es wurde von Tom Campbell Black und C.W.A. Scott in einer De Havilland D.H.88 Comet gewonnen.
Rund 22 km südöstlich von Darwin sind in den Robertson Barracks rund 4.500 australische Soldaten und das Hauptquartier der 1st Brigade und des 1st Aviation Regiments stationiert. Am 16. November 2011 vereinbarten Australien und die USA die Stationierung von 200 bis 250 US-Marineinfanteristen ab dem Jahr 2012. Bis 2017 sollen weitere 2.250 US-Soldaten stationiert werden. Rund 320 km südöstlich von Darwin nutzen die USA bereits die RAAF Base Tindal für Flüge der Langstreckenbomber vom Typ B-52.
Wir machen zunächst Station für eine Nacht und fahren mit dem Bus am Folgetag in den Kakadu- Nationalpark.

Freitag, 08. März 2013

Uns begrüßt Esther Honnegger, nach eigenem Bekunden nicht verwandt oder verschwägert mit dem akustisch ähnlich klingenden E.H.
Esther, gebürtige Schweizerin, färt den Bus und ist gleichzeitig unsere Führerein für den Kakadu NP und die letzten beiden Tage in Darwin.
Der Kakadu-Nationalpark liegt 171 Kilometer östlich der Stadt Darwin im Northern Territory von Australien. Der Park gilt aufgrund seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt als einer der schönsten Nationalparks in Australien. Der Kakadu National Park befindet sich in der Alligator Rivers Region des Northern Territory von Australien. Er umfasst ein Gebiet von etwa 19.804 Quadratkilometer und erstreckt sich fast 200 Kilometer von Nord nach Süd und über 100 Kilometer von Ost nach West.
Der Kakadu-Nationalpark wurde wegen seiner herausragenden natürlichen und kulturellen Werte in die Liste der UNESCO sowohl als Weltnaturerbe als auch als Weltkulturerbe aufgenommen. Der Park enthält eine der schönsten und umfangreichsten Sammlungen an Felsmalereien in der Welt – ein Hinweis darauf, wie lang schon die Verbindung der Ureinwohner mit diesem Gebiet währt. Im Park befinden sich großartige Landschaften, von den wild-rauen Sandsteinflanken des Hochplateaus über die weitläufigen Waldgebiete bis hin zu den ausgedehnten Feuchtgebieten. Der Nationalpark schützt auch das gesamte Einzugsgebiet eines großen subtropischen Flusses, des South-Alligator-Flusses, und Beispiele aller Habitatarten des Top Ends von Australien.
Der Park ist eine Kulturlandschaft, der die spirituellen Vorfahren der Ureinwohner während der Schöpfungszeit Gestalt verliehen. Sie bereisten das Land und schufen auf ihrer Reise die Landschaftsformen, Pflanzen, Tiere und Bininj/Mungguy (Ureinwohner). Sie lehrten die Bininj/Mungguy, wie sie leben und wie sie das Land pflegen sollten. Der Park wird jetzt von seinen traditionellen Eigentümern, den Aborigines, und den Mitarbeitern von „Parks Australia“ gemeinschaftlich verwaltet. Sie streben an, die Interessen der traditionellen Eigentümer zu schützen, das Kulturerbe des Parks zu bewahren und Besucher des Parkes anzuregen, von seinen Angeboten Gebrauch zu machen und sich seiner zu erfreuen.
Der Kakadu-Nationalpark umfasst vier Flusssysteme: East Alligator River, West Alligator River, Wildman River, South Alligator River (gesamtes Einzugsgebiet innerhalb des Parks).
Der Kakadu-Nationalpark besitzt eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Es sind über 280 Vogelarten, über 60 Säugetierarten, über 50 Frischwasserfischarten und über 10.000 Insektenarten sowie über 1600 Pflanzenarten im Park anzutreffen.
Der Name Kakadu entstand durch die falsche Aussprache des Wortes ‘Gagudju’, welches der Name der im nördlichen Teil des Parkes gesprochenen Sprache der Aborigines ist.
Aborigines bewohnen das Gebiet des Kakadu Nationalparkes seit mindestens 50.000 Jahren. Dadurch besitzt der Park einige bedeutende Kulturstätten. Insgesamt zählt man mehr als 5000 Kunststätten, die über tausende von Jahren entstanden sind und eine Besiedlung seit 20.000, wahrscheinlich aber sogar 50.000 Jahren belegen.
Die kulturelle und ökologische Bedeutung des Kakadu-Nationalparks wurde anerkannt mit der Listung des Parks als UNESCO-Weltnaturerbe auf der World Heritage List.
Etwa die Hälfte des Gebietes des Kakadu-Nationalparks ist Land der Aborigines, das unter den Aborigine Land Rights (Northern Territory) Act von 1976 fällt. Ein Großteil des restlichen Landes wird ebenfalls von den Aborigines beansprucht, wurde ihnen aber noch nicht überschrieben. Die Aborigines haben ihre Gebiete an den Director of National Parks vermietet, um sie als Nationalpark unter dem Environment Protection and Biodiversity Conservation Act von 1999 zu verwalten.
Die Aborigines, die die derzeitigen Besitzer des Parkes sind, sind Nachfahren verschiedenen Gruppen aus dem Gebiet des Parkes und besitzen ein starkes Zugehörigkeitsgefühl zu ihrem Land. Obwohl sich ihr Lebensstil im vergangenen Jahrhundert stark geändert hat, sind ihre traditionellen Ansichten und Glaubensrichtungen noch immer sehr wichtig. Derzeit leben etwa 5000 Aborigines im Park; viele von ihnen sind die traditionellen Besitzer.
Der Kakadu-Nationalpark wurde in einer Zeit gegründet, in der ein starkes Interesse an der Anerkennung als Nationalpark im Interesse der Aborigines bestand. Bereits 1965 wurde die Anerkennung des Gebiets des Alligator Rivers eingereicht, aber es dauerte bis 1978 bis die Australische Regierung die verschiedenen Regionen verein-te, die heute den Park bilden.
Der Kakadu-Nationalpark wurde unter dem National Parks and Wildlife Conservation Act 1975 (NPWC Act) in drei Phasen zwischen 1979 und 1991 anerkannt, wobei der NPWC Act 2000 durch den EPBC Act abgelöst wurde. In jeder Phase wurde das Recht der Aborigines an dem Land anerkannt und ein Teil dieses Landes an den Direktor der Nationalparks vermietet. Der Vertrag für die erste Phase wurde am 5. April 1979 unterzeichnet, für die 2. Phase am 28. Februar 1984.
Im Juni 1987 wurde ein Landanspruch der ehemaligen Goodparla und Gimbat Pacht erhoben, der dann in der dritten Phase anerkannt wurde. Das Gebiet, bekannt als Gimbat Resumption und The Waterfall Creek Reserve, wurde erst später diesem Anspruch zugefügt. Damals gab es eine ausführliche Debatte, ob der Abbau von Uran bei Guratba (CoronationHill) im Nationalpark erlaubt sein sollte. Die Australische Regierung respektierte die Wünsche der Aborigines und so wurde keine Mine in Guratba genehmigt. 1996 in der Phase 3 wurde abgesehen von dem ehemaligen Goodparla Pachtgebiet das Land dem Gunlom Aborigine Land Trust übergeben und an den Director of National Parks als Teil des Kakadu-Nationalparks vermietet.
Die Chinesen, Malaien und Portugiesen bezeichnen sich alle selbst als erste Entdecker der Australischen Nordküste. Der erste schriftliche Beweis für eine Entdeckung wird allerdings erst 1623 durch den Holländer Jan Carstensz belegt. Der nächste dokumentierte Entdecker ist Abel Tasman, der diese Küste 1644 bereiste. Er war der erste Europäer, der nachweislich Kontakt mit den einheimischen Aborigines hatte. Fast ein Jahrhundert später 1802/03 bereist Matthew Flinders den Golf von Carpentaria.
Philip Parker King, ein englischer Navigator, bereiste den Golf zwischen 1818 und 1822. Während dieser Zeit benannte er die drei Alligator Rivers nach den großen Leistenkrokodilen, die er fälschlicherweise für Alligatoren hielt. Ludwig Leichhardt war der erste Europäer, der die Kakaduregion 1845 auf seiner Reise von Moreton Bay in Queensland nach Port Essington im Northern Territory von Land aus erkundete. Er folgte dem Jim Jim Creek vom Arnhem Land, reiste dann entlang des South Alligator und des East Alligator gen Norden.
1862 reiste John McDouall Stuart entlang der südwestlichen Grenze des heutigen Kakadu-Nationalparks, sah aber in dieser Zeit keine Einheimischen. 1866 endete die nächste Entdeckungsreise von John McKinlay nach sechs Monaten in einem Fiasko. Dieser Entdecker versuchte die Region vom Süden aus zu bereisen und gelangte bis an den East Alligator River. Die steigenden Flüsse und die allgemeinen Bedingungen wurden aufgrund der Regenzeit so schlecht, dass diese Expedition abgebrochen werden musste.
Die ersten Nicht-Aborigines, die nachweislich regen Kontakt zu den Einheimischen unterhielten, waren die Macassans von Sulawesi und anderen Teilen Indonesiens. Zum Ende des 17. Jahrhunderts begannen sie regelmäßig in der Regenzeit, diese Region aufzusuchen. Ziel dieser Reisen waren vor allen Dingen die Ernte von Trepang (Seegurke), das Fangen von Schildkröten, Sammeln von Perlen und anderen in ihrem Heimatland wertvollen Dingen. Die Aborigines halfen ihnen beim Ernten und Fischen und tauschten ihren eigenen Bestand. Obwohl es keine direkten Nachweise gibt, dass die Macassans Zeit an Land verbrachten, kann man Einflüsse ihrer Kultur auf die Aborigines im Gebiet des Kakadu-Nationalparkes sehen. Unter den Artefakten von archäologischen Ausgrabungen im Park finden sich Glas und Metallfragmente, die wahrscheinlich von Indonesien stammen, entweder direkt oder durch einen Handel mit den Aborigines.
Briten siedelten sich zum Beginn des 19. Jahrhunderts an der nördlichen Küste Australiens an: Fort Dundas auf der Melville-Insel 1824; Fort Wellington in Raffles Bay 1829; und das Victoria Settlement (Port Essington) auf der Coburg Halbinsel 1838. Diese Siedlungen wurden aber im Laufe der Zeit aus verschiedenen Gründen wie Wassernot, Krankheiten oder starke Isolation aufgegeben. Der Einfluss dieser Siedler auf die Aborigines ist schwierig zu bewerten. Sicher ist nur, dass die Arbeitskraft der Aborigines für den Bau der Siedlungen genutzt wurde und die Gefahr von neuen Krankheiten für die Einheimischen stieg.
Die „Buffalos“ (Wasserbüffel) hatten einen großen Einfluss auf die Kakadu-Region. Ab 1880 gab es so viele Büffel in dem Gebiet, dass man kommerziell anfing, die Hörner der Tiere zu nutzen. Dieser Industriezweig begann am Adelaide River, in der Nähe von Darwin und zog dann nach Osten an den Mary und die Alligator River Region. Die Büffel wurden vor allen Dingen in der Trockenzeit zwischen Juni und September gejagt und gehäutet, wenn sich die Büffel an den verbliebenen Wasserlöchern aufhielten. Während der Regenzeit war das Jagen aufgrund des Untergrundes schwierig und die Häute schimmelten. Die Büffelindustrie stellte für viele Aborigines Arbeitsplätze während der Trockenzeit.
Missionare hatten ebenfalls einen starken Einfluss auf die Aborigine in der Alligator River Region; viele von ihnen wurden in ihrer Jugend von den Missionaren unterrichtet. Im frühen vergangenen Jahrhundert etablierten sich zwei Missionen in der Region. Die Kapalga Native Industrial Mission wurde am South Alligator River 1899 gegründet, bestand aber nur für vier Jahre. Die Oenpelli Mission wurde 1925 gegründet, als die Kirche von England ein Angebot der Northern Territory Regierung annahm, und operierte als Farm für 50 Jahre. Die Ausmaße des Einflusses der Missionare auf die Aborigine werden auch heute noch debattiert. Einige Historiker und Anthropologen behaupteten, dass die Missionare versuchten, die Aborigines zu „zivilisieren“ und ihnen einen neuen Lebensstil, Sprache, Religion und Zeremonien aufzwangen. Andere dagegen betonen, dass den Missionaren vor allen Dingen das Wohlergehen der Aborigines am Herzen lag, in einer Zeit, in der diese Einheimischen von der australischen Gesellschaft noch nicht anerkannt waren.
Die landwirtschaftliche Industrie hatte einen zögerlichen Start im Top End, da die Gebiete im Victoria River und im Barkly Tablelands bessere Voraussetzungen boten. Im südlichen Teil des Kakadu-Nationalparks wurde der Bereich um Goodparla und Gimbat Mitte 1870 von drei Farmern Roderick, Travers und Sergison beansprucht. Allerdings ging dieses Pachtland danach an unterschiedliche Besitzer, die aus verschiedenen Gründen die Bewirtschaftung aufgaben. 1987 wurden beide Stationen vom Commonwealth übernommen und werden jetzt als Teil des Parkes verwaltet.
Eine Sägemühle beim Nourlangie Camp wurde zunächst wahrscheinlich sogar schon vor dem Ersten Weltkrieg von Chinesen bewirtschaftet. Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierten sich verschiedene kleinere Unternehmen im Bereich Dingojagd, Büffeljagd, Jagdschießen und Tourismus. Das Nourlangie Camp wurde bis in den 50er Jahren als Sägemühle genutzt und später, als die Waldbestände geringer wurden, zu einem Safari Camp umgerüstet. Wenig später entstanden ähnliche Camps in Patonga und Muirella Park. Touristen wurden zur Büffel- oder Krokodiljagd oder zum Fischen eingeflogen.
Die Krokodiljagd profitierte vor allen Dingen vom Wissen und von den Fähigkeiten der Aborigines. Sie imitierten das Aufschlagen eines Wallabyschwanzes, so dass die Krokodile angelockt wurden und von den Jägern leichter geschossen werden konnten. Die Häute der Krokodile wurden für Lederprodukte verwendet. Mit der Entwicklung der Spotlichttechnik in der Nacht wurden Aborigines weniger genutzt. Frischwasserkrokodile stehen seit 1964 unter Naturschutz.
Die ersten Entdeckungen von unterschiedlichen Mineralien im Top End fanden während des Baus der Overland Telegraph line zwischen 1870 und 1872 im Pine Creek – Adelaide River Gebiet statt. Eine Serie von kleineren Mining Booms folgten, aber erst als die North Australia Railway line die Mining Camps versorgte, wurden aus Burrundie und Pine Creek permanente Camps. Die neu entstandenen Camps führten dazu, dass viele Aborigines das Gebiet verließen.
Aborigines selbst arbeiteten nicht in den Minen, aber durch die Minen hatten diese Ureinwohner Zugang zu Alkohol und anderen Drogen.
In der Nähe von Imarlkba (Barramundi Creek) und Mundogie Hill entstanden etwa 1920 einige kleinere Goldminen. Weitere folgten 1930 nahe Moline (auch genannt Eureka und Northern Hercules mine) südlich des Parkes. In diesen Minen waren allerdings einige Aborigine beschäftigt.
Den größten Einfluss hatte allerdings die Entdeckung von Uran 1953 im südlich Alligator River Tal. Dreizehn kleinere, aber reichhaltige Minen operierten in den folgenden Jahren, wobei 1957 die meisten Arbeiter (150) dort arbeiteten. In diesen Minen beschäftigte man keine Aborigines.
Die nächsten Uranvorkommen wurden in Ranger, Jabiluka und Koongarra entdeckt. Das Commonwealth Government reichte daraufhin ein offizielles Ersuchen ein, um dieses Land in der Alligator Rivers Region zu nutzen. Dieses Ersuchen, auch bekannt als Fox inquiry, schlug unter anderem vor, dass eine Service Stadt errichtet werden sollte. Insgesamt hatte die Entdeckung der Uranvorkommen einen großen Einfluss auf das Leben der dort ansässigen Aborigines. Der Abbau ist bis heute umstritten.
Kakadu befindet sich in den Tropen, etwa 12° bis 14° südlich des Äquators. Das Klima ist monsungeprägt und ist charakterisiert durch zwei Jahreszeiten: die Trockenzeit und die Regenzeit.
Während der Trockenzeit (von April/Mai bis September) ist ein trockener südöstlicher Wind vorherrschend. Die Luftfeuchtigkeit ist gering und Regen eher selten. In Jabiru beträgt die maximale Durchschnittstemperatur im Juni/Juli 32 °C. In der frühen Trockenzeit trocknet das Land langsam aus. Man kann oft Grasfeuer sehen, die von Rangers und den traditionellen Eigentümern (Aborigines) angezündet werden. Mit Fortschreiten der Jahreszeit trocknen auch Flussbette und die Überschwemmungsgebiete aus; die Tiere drängeln sich in den ganzjährigen verbleibenden Feuchtgebieten, so dass dies die beste Zeit des Jahres ist, Krokodile, Vögel und andere Tiere auf freier Wildbahn zu beobachten. Die Trockenzeit dürfte die angenehmste und beliebteste Jahreszeit zum Besuch des Parks sein.
Während dieser Zeit nimmt die Luftfeuchtigkeit immer mehr zu, bis sich schließlich die aufgebaute elektrische Spannung in schwersten Stürmen entlädt, die aber auch Erleichterung verschaffen. Während des „Build up“ (Oktober bis Dezember) können die Bedingungen sehr unangenehm werden mit hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Allerdings sind in dieser Zeit die Stürme sehr beeindruckend und dies ist auch die beste Jahreszeit für die Beobachtung von Krokodilen und Vögeln in den Flüssen und Feuchtgebieten. In dieser Zeit werden im Top End von Australien mehr Blitzeinschläge registriert als an jedem anderen Ort der Welt. Die maximale Durchschnittstemperatur im Oktober beträgt 37,5 °C.
Die Regenzeit von Januar bis April ist charakterisiert durch warme Temperaturen und Regen. Der meiste Monsunregen formt sich über Südasien und so entstehen in dieser Zeit auch Zyklone, die heftigen Regen mit sich bringen. In Jabiru ist die maximale Durchschnittstemperatur im Januar 33 °C. Der jährliche Regenfall des Kakadu National Parks liegt zwischen 1.565 mm in Jabiru und 1.300 mm in der Mary River Region. Besucher in der Regenzeit können die lebendigen Veränderungen miterleben, wenn sich nach dem Einsetzen des Monsunregens Bach- und Flussbette füllen und ihr Wasser sich über die Überschwemmungsgebiete ergießt. Die jungen Triebe verwandeln die Eukalyptuswälder in ein Meer von leuchtendem Grün. Allerdings steigt die Luftfeuchtigkeit oft unangenehm hoch, begleitet von häufigen Regenfällen. Allerdings sind die Wasserfälle in dieser Zeit am schönsten, wenn auch teilweise nur aus der Luft zu sehen, da die Zufahrt zu mehreren Parkgebieten während dieser Zeit stark eingeschränkt ist.
Die meisten Nicht-Aborigines unterscheiden die Jahreszeiten nur in Trocken- und Regenzeit. Die Aborigines Bininj/Mungguy unterscheiden dagegen sechs Jahreszeiten in der Kakadu-Region:
Gunumeleng Mitte-Oktober bis später Dezember, vormonsun Sturmsaison mit heißen Wetter und Gewittern am Nachmittag
Gudjewg von Januar bis März, Monsun Saison mit Gewitterstürmen, heftigen Regenfällen, Überflutungen, Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit, generell eine starke Wachstumsphase für Tier- und Pflanzenwelt
Banggerreng April: die Überflutungen gehen zurück, stürmisches und windiges Wetter, das das Gras niederdrückt.
Yegge Mai bis Mitte Juni: relativ kühl mit geringer Luftfeuchtigkeit. In dieser Zeit begannen die Aborigines traditionell das Niederbrennen des Unterholzes, um neues Wachstum der Pflanzen zu unterstützen und das Land aufzuräumen
Wurrgeng Mitte Juni bis Mitte August: kühles Wetter, geringe Luftfeuchtigkeit, die Ebenen trocknen aus, die Flüsse versiegen.
Gurrung Mitte August bis Mitte Oktober: heißes, trockenes Wetter, weiteres Zurückgehen der Billabongs
Die Flora des Kakadu-Nationalparks gehört zu der reichhaltigsten in den Northern Territories mit mehr als 1700 Pflanzenarten, die die geologische und ökologische Vielfalt des Parkes widerspiegeln. Kakadu wird auch als einer der unkrautärmsten Nationalparks weltweit betrachtet.
Jede der unterschiedlichen geologischen Landschaften besitzt ihre eigene spezialisierte Flora. Die Landschaft, die als steinige Landschaft beschrieben wird, besitzt beispielsweise spezielle Grassorten, die auch in extremer Hitze und in langen Trockenperioden gefolgt von starken Regenfällen überleben.
Regenwälder finden sich häufig in den eher kühlen Schluchten. In den südlichen Bergen und Tälern finden sich viele endemische Pflanzenarten wie der Eucalyptus koolpinensis, der sich in der Nähe der Jarrangbarnmi (Koolpin Gorge) entwickelt hat. Das Flachland bildet einen großen Teil des Kakadu-Nationalparks. Es ist bewachsen mit Eukalyptus und verschiedenen Grasarten wie dem Speergras und unterschiedlichen Wildblumenarten. Die Ebenen, die einen großen Teil des Jahres überflutet sind, bilden die Heimat von Riedgräsern und Baumarten wie der Frischwassermangrove (itchy tree), Schraubenbäumen (Pandanus) und Teebäumen (Melaleuca). Wasserlilien, Lotusblumen und Seerosen in blau, gelb und weiß sind ebenfalls häufig zu sehen. Auch einige seltene fleischfressende Pflanzen wie Regenbogenpflanzen, Wasserschläuche und Sonnentau haben hier ihre Heimat. In den Meeresarmen und den Gezeitenebenen finden sich die unterschiedlichsten Mangrovenarten (39 der 47 im Northern Territory heimischen Mangrovenarten wachsen im Kakadu-Nationalpark), die auch für die Stabilisierung der Küstenlinie eine entscheidende Rolle spielen. Mangroven dienen als Brut- und Nahrungsplatz für viele verschiedene Fischarten wie den Barramundi.
Zwischen 1964 und 2004 wurde eine Zunahme der Gehölzpflanzen sowohl in den Eukalyptus-Savannengebieten als auch in den Schwemmebenen verzeichnet. Als mögliche Erklärung für diese Entwicklung wurden die steigenden Büffelbestände im Park betrachtet. Neuere Untersuchungen zeigen allerdings, dass die Büffel nur eine relativ geringe Rolle spielen und dass der größte Einfluss vom Feuer-Management und Klimaveränderungen abhängen dürfte.
Wir fahren zunächst auf dem Arnhem Highway in Richtung Jabiru, stoppen an einer Raststätte Barkhut Inn und fahren weiter in Richtung Osten.
Wir sehen auf dem Rastplatz die ersten Road Trains.
Der englische Begriff Road Train bedeutet so viel wie „Straßen-Zug“ bzw. „Zug auf der Straße“ und bezeichnet eine lange Lastwagen-Kombination (Long Vehicle) eines besonders großen Gesamtfahrzeugs. Diese mehrgliedrigen, überlangen Kombinationen bestehen aus Motorwagen mit Aufbauten oder Sattelzugmaschinen in Verbindung mit mehreren Anhängern und/oder Sattelaufliegern. Auf nichtöffentlichen Straßen unterliegen solche Road Trains keiner Beschränkung hinsichtlich der maximalen Fahrzeuglänge. So werden im Bereich des Schüttgutverkehrs im Tagebau Fahrzeuglängen bis zu einer Länge von 100 Metern verwendet.
Im australischen Überlandtransport stellen Road Trains vornehmlich die Versorgung entlegener Regionen sicher. Da viele Gebiete nicht an das Eisenbahnnetz angebunden und die Entfernungen sehr groß sind, ist die Lieferung per Road Train eine besonders wirtschaftliche Transportlösung. Die sehr geringe Verkehrsdichte erlaubt auch, im weltweiten Vergleich, außergewöhnliche Zuglängen. In Ballungsräumen ist der Betrieb von Road Trains nicht erlaubt. Jedoch fahren sie durchaus auch durch größere Städte auf festgelegten Strecken. Die Roadtrains werden innerhalb der größeren Ballungszentren oder auf von ihnen nicht befahrbaren Strecken (beispielsweise Pässe) zu kleineren Beförderungseinheiten geteilt und fahren dann als kürzere Züge auf diesen Teilstrecken.
Bei australischen Lastwagenkombinationen spricht man ab einer Länge von 36,50 Metern von einem Road Train. Ab dieser Länge ist das Befestigen des gleichlautenden Warnschildes zwingend vorgeschrieben. Erlaubt sind maximal 53,50 Meter Länge, ein maximales Fahrzeuggewicht bis 132 Tonnen ohne Zugwagen und eine maximale Höhe von 4,60 Meter. Sie dürfen eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h in den Staaten Victoria und Western Australia und von 90 km/h in New South Wales, Queensland und South Australia nicht überschreiten. Die Zugmaschine eines Road Train muss mindestens eine Leistung von 370 kW (500 PS) haben.
Eine Hauptroute für Road Trains war die Strecke Darwin–Alice Springs. Durch die Eröffnung der Bahnstrecke ist die Menge der auf der Straße transportierten Güter dort stark zurückgegangen.
In der Praxis sind maximal die ersten vier Achsen (inklusive Vorderachse bei einer Allrad-Zugmaschine) eines Road Trains angetrieben; dies begrenzt die maximal übertragbare Kraft. Wenn die Anfahrreibung des gesamten Zuges diese überschreitet, ist ein Anfahren nicht mehr möglich, die Räder würden durchdrehen. Allerdings ist die praktische Fahrbarkeit schon lange vorher weggefallen. Das Bremsen ist vergleichsweise unkritisch, da alle Achsen gebremst werden und lediglich die Leistung des Kompressors „mitwachsen“ muss.
Wir fahren weiter in Richtung Jabiru.
In Jabiru stoppen wir an einer deutschen Bäckerei, Badenser sind ausgewandert… Wir kaufen einen leckeren Imbiss und rasten am Jabiru Town Lake.
Anschließend fahren wir weiter zu unserem Hotel, setzen einige Mitglieder unserer Gruppe im Holiday Inn Gagudju Crocodile ab und fahren zum Mamukala Feuchtgebiet:
Eine überdachte Beobachtungsplattform ermöglicht es Vögel zu beobachten. Auf ausgedehnten Geh-wegen kann man das Feuchtgebiet umwandern. Wir schießen viele Fotos und fahren weiter zum East Alligator, den wir nicht überqueren können, da er überflutet ist.
Dafür sehen wir Eisvögel und andere einheimische Vogelarten.
Die unterschiedlichen Lebensräume des Parkes sind auch Heimat für viele Tierarten, einige davon speziell an einzelne Habitate perfekt angepasst – endemisch und andere gelistet als bedrohte Tierart. Aufgrund des extremen Klimas sind viele Tierarten nachtaktiv oder nur zu einer bestimmten Jahreszeit aktiv.
Es gibt etwa 60 verschiedene Säugetierarten im Kakadu-Nationalpark. Die meisten von ihnen finden sich in den Wäldern und Ebenen und sind eher nachtaktiv. Andere wie die Wallabies und Kängurus (insgesamt 8 Arten) sind auch in den etwas kälteren Stunden des Tages zu sehen. Zu den häufigeren Arten zählen Dingos, Antilopenkängurus, Schwarze Bergkängurus, Flinkwallabys und Kurzohr-Felskängurus, Zwergbeutelmarder, Große Pinselschwanzbeutler, Große Kuznasenbeutler, Schwarzfuß-Baumratten und Schwarze Flughunde. In den Küstengewässern kommen Dugongs vor.
Die unterschiedlichen Landschaftsformen des Nationalparks ziehen tausende Vögel an, vor allen Dingen in der Regenzeit. Es leben etwa 280 Vogelarten in Kakadu und damit rund ein Drittel aller Vogelarten von ganz Australien. Die bekanntesten darunter sind Brillenpelikan, Riesenstorch, Weißbauchseeadler und Spaltfußgans.
Bis heute wurden 117 Reptilienarten im Kakadu verzeichnet. Da sie wechselwarm sind, ist für sie die Wärme der Sonne überlebenswichtig, um ihre Körpertemperatur zu regulieren. Das heißt aber nicht, dass alle Reptilien nur tagaktiv sind; einige Schlangenarten sind im Gegenteil eher nachtaktiv.
Im Kakadu-Nationalpark gibt es zwei verschiedene Krokodilarten: das Süßwasserkrokodil (Crocodylus johnstonii) und das Leistenkrokodil oder Salzwasserkrokodil (Crocodylus porosus). Süßwasserkrokodile sind einfach zu identifizieren an ihrer auffällig schmalen, spitzen Schnauze und den vier knochigen Wölbungen gleich hinter dem Kopf, die Salzwasserkrokodile nicht besitzen. Die maximale Größe dieser Tiere beträgt 3 Meter, wogegen Salzwasserkrokodile bis 6 Meter groß werden können. Damit zählen Krokodile zu den berüchtigtsten Tieren im Kakadu-Nationalpark, bekannt nicht zuletzt durch den Film Crocodile Dundee – Ein Krokodil zum Küssen (1986), der teilweise im Kakadu-Nationalpark gedreht worden ist.
Im Kakadu-Nationalpark finden sich 25 Froscharten, die extrem gut an das extreme Klima angepasst sind. Einige davon sind nur zur Regenzeit aktiv. Zu Beginn der Regenzeit, wenn sich die Wasserlöcher (Billabong) mit Wasser füllen, sind die Nächte mit Froschgequake von zum Beispiel Northern Ochsenfrosch und verschiedenen Arten der Australischen Südfrösche erfüllt. Nicht alle Froscharten leben in den Sumpfgebieten; viele finden sich auch in den Waldgebieten.
Im Kakadu-Nationalpark wurden bisher 53 verschiedene Süßwasserfischarten nachgewiesen; acht davon sind nur in einem begrenzten Gebiet zu finden. Im Magela Creek System findet man 32 Arten, im Vergleich dazu gibt es im Murray River nur 27 Arten. In Australien gibt es viele von Menschen eingeführte Fischarten, allerdings konnte keine bisher im Park nachgewiesen werden. Ein häufiger Süßwasserfisch ist der Barramundi.
Obwohl es im Park mehr als 10.000 verschiedene Arten von Insekten gibt, werden diese Tiere oft von Besuchern nicht beachtet. Zu den Insektenarten im Park zählen Grashüpfer, Käfer, Fliegen, Termiten, Schmetterlinge und Falter, Bienen, Wespen, Ameisen, Libellen und Kleinlibellen, Köcherfliegen, Mücken und Eintagsfliegen.
Die beeindruckendsten Insekten sind aber wahrscheinlich die Termiten mit ihren riesigen Termitenhügeln, die sich im südlichen Teil des Parkes befinden. Der Leichhardt’s Grashüpfer in seinen orange, blau, schwarzen Farben ist eines der bekanntesten Insekten des Kakadu-Nationalparks. Er findet sich auch in Arnhem Land und im Gregory National Park.
Der Kakadu-Nationalpark beherbergt eine verwilderte Population des aus Asien eingeführten, Wasserbüffels. Die Tiere wurden hier mitte des 19. Jahrhunderts eingeführt, aber bis in die 1950er Jahre durch einheimische Jäger in Schach gehalten. Im Jahr 1988 betrug der Bestand der hier lebenden Tiere 20.000. Durch ihr Fress- und Suhlverhalten beeinflussten sie nachhaltig ihren Lebensraum. Einheimische Tierarten wie Krokodile und Barramundis nahmen in ihrer Bestandszahl ab; der Lebensraum insbesondere für einheimische Wasservögel wurde nachhaltig eingeschränkt. Die Anzahl der Wasserbüffel wurde durch ein rigoroses Abschuss-programm auf 250 Tiere im Jahr 1996 reduziert.
Welchen Einfluss die Büffel tatsächlich auf die Vegetation haben, ist jedoch noch nicht geklärt. Vor allem Feuer, die früher von den Aborigines bewusst gelegt wurden, dürften die ursprüngliche Vegetation stark beeinflusst haben. Einer Studie zufolge scheint ein hoher Büffelbestand zu verringertem Gehölzaufkommen innerhalb der Schwemmebenen zu führen, während Büffel in den Eukalyptus-Savannen eher die Ausbreitung von Gehölzen begünstigen sollen. Die Erklärung dafür könnten Buschfeuer sein, die durch die Abweidung des Unterwuchses bei hohen Büffelbeständen weniger groß werden. Eine andere Studie kommt im Gegensatz dazu zum Schluss, dass der Einfluss der Büffel auf die Verbreitung von Gehölzen im Nationalpark relativ gering ist. Demnach wären andere Ursachen, wie Feuer oder klimatische Änderungen für die allgemeine Ausbreitung von Gehölzen verantwortlich. Zudem sei ein komplexer nicht linearer Zusammenhang zwischen Büffeln und Vegetation denkbar. Möglicherweise könnten beispielsweise sehr hohe Büffelbestände Gehölze durch das Niedertrampeln von Jungbäumen und das Ab-fressen der Schösslinge eher zurückdrängen, während das völlige Fehlen von Büffeln genug Unterholz für große Feuer lassen könnte, bei denen Gehölze oft verbrennen. Demnach begünstigen vielleicht am ehesten niedrige Büffelbestände die Ausbreitung von Gehölzen. Eine weitere invasive Art, die das Ökosystem bedrohen könnte, ist die im Jahre 1935 in Australien eingeführte Aga-Kröte.
Wir kehren zurück in das Holyday Inn Gagudju Crocodile Hotel, wo wir zunächst den Pool und anschließend die Küche testen… Ein wunderbares Hotel mit sehr viel Liebe für‘ s Detail…

Samstag, 09. März 2013

Weiter geht es in den Kakadu Nationalpark.
Im Kakadu-Nationalpark finden sich sechs verschiedene Landschaftsformen: das Arnhem Land Plateau, auch bekannt als Sandsteinhabitate, die Küsten- und Flussmündungen, die Überschwemmungebenen und Billabongs, das Tiefland Savanne, die südlichen Bergketten und Täler. Jede dieser Landschaftsformen besitzt ihr eigenen Habitate, die insgesamt dazu betrugen, dass der Park als Weltnaturerbe bei der UNESCO gelistet wurde.
Es wird angenommen, dass Kakadu vor etwa 140 Millionen Jahren größtenteils ein flacher See oder ein Meer war. Die heute herausragenden Felsformationen stellten ein Kliff da und dahinter formierte sich das Arnhem Land Plateau als Flachland etwas höher als der Meeresspiegel. Heute erheben sich diese ehemaligen Kliffs bis zu 330 m über das Plateau hinaus und formen eine über 500 km lange Linie entlang der östlichen Grenze des Parks bis hin ins Arnhem Land. Diese Linie variiert von vertikalen Kliffs wie den Jim Jim Falls bis eher stufenartigen isolierten Kliffs im Norden.
Die Felsformationen des Plateaus setzen sich aus einem Netzwerk aus Schluchten und Spalten zusammen. Die oberen Ebenen des Plateaus sind sehr trocken und Wasser trocknet schnell weg. Es gibt wenig wirkliche Erde, die dann eher spärlich bewachsen ist. Es bildeten sich im Laufe der Zeit eher Nischen, die sich in kleinen Waldgruppen entwickelten.
In den Schluchten bildeten sich Regenwälder, die durch das Wasser, das von den Felsen herunterfließt, gespeist werden. So entstanden einzigartige Mikrohabitate für unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten. Viele Tierarten überleben die Trockenzeit nur durch diese Lebensräume. Die Hauptpflanzenart dieser Schluchten ist der Allo-syncarpia ternata, ein großer Baum, der nur im Kakadu-Nationalpark und im Arnhem Land wächst.
Die Ausläufer des Plateaus separierten sich im Laufe der Zeit und sind geprägt durch starke Erosion. Teilweise handelt es sich auch um ehemalige Inseln des Meeres, welches die Kakadu-Region bedeckte. Diese Landschaftsform erstreckt sich über weite Gebiete des Top Ends. Sie bedeckt insgesamt etwa 70 % des Parkes. Die Dicke des Nährbodens dieser Landschaft ist auch nur gering; der Boden ist oftmals von Lateriten (Ziegelstein) bedeckt, die teilweise eine felsenartige Landschaft bilden.
Während der Regenzeit fließt das Wasser vom Arnhem Land Plateau in die tiefer gelegenen Ebenen und überflutet die Flüsse, Bäche und Überschwemmungebenen. Mit diesem Wasser werden reichlich Nährstoffe angeschwemmt und führen zu einem reichen Tier- und Pflanzenleben. In der Trockenzeit findet sich Wasser nur in den Flüssen, Bächen und Billabongs. Die Billabongs des Nationalparks sind gelistet (Ramsar Convention) für ihr reichhaltiges biologisches Potential.
Die südlichen Berge und Täler nehmen einen großen Teil des Südens des Kakadu-Nationalparks ein. Die Felsformationen in diesem Gebiet sind durch vulkanische Aktivität entstanden und etwa 2500 Million Jahre alt.
Die Küste des Parks und die Flusssysteme stehen unter dem Einfluss von Ebbe und Flut, der sich bis zu 100 km ins Land zieht. Diese Gegend unterscheidet sich stark von der Trockenzeit zur Regenzeit. In der Regenzeit wird dieses Gebiet von Wasser überflutet, das nährstoffreichen Schlick enthält, der auch mit ins Meer geschwemmt wird und zu dem charakteristischen schlammigen Wasser in dieser Zeit im Küstengebiet beträgt.
Viele Vogelarten finden in diesem Gebiet reichlich Nahrung, das somit attraktiv für Ornithologen ist.
Wir besuchen die Felsmalereien der Aborigines
Die Kunstfundstellen des Kakadu-Nationalparks Ubirr, Nourlangie und Nanguluwur sind international als herausragende Aborigine Felsmalereien bekannt. Sie befinden sich in den Felsen, Felsüberhängen und Höhleneingängen, in Gebieten, die jahrtausendelang von Aborigines bewohnt wurden. Die Hintergründe und Motive dieser Malereien sind unterschiedlich:
Jagdszenen: Tiere wurden oft dargestellt, um den Erfolg der Jagd zu garantieren und an den Geist der Tiere zu gelangen
Religiöse Gründe: einige der Szenen stellen Zeremonien dar
Geschichten & Lehren: Geschichten, die mit den Schöpfern in Zusammenhang stehen, die der Welt ihre Form gaben
Zauberei und Magie: Malereien wurden genutzt, um Ereignisse und das Leben von bestimmten Menschen zu beeinflussen
Darstellung vonHelden: hauptsächlich Geister als der Traumzeit
Spaß: Spiele von Kindern und zum Üben der Maltechniken
Die ersten Felsmalereien wurden von Nicht-Aborigines im frühen 19. Jahrhundert entdeckt, wobei sich der Ethnologe Baldwin Spencer als erster 1912 mit ihnen beschäftigte. Im Kakadu-Nationalpark wurden bisher etwa 5000 Malereien erfasst, teilweise Galerien, teilweise einzelne Felsmalereien. Allerdings geht man davon aus, dass sich diese Zahl verdoppeln wird, bis alle erfasst sind. Da die Felsmalereien mit natürlichen, wasserlöslichen Farben gemalt sind, gefährden Regen und die Staubentwicklung durch Besucher den Bestand. Zu den Hauptaufgaben der Park Ranger gehört deshalb die Konservierung der Malereien durch das Legen von Tropfrinnen und die Umleitung von Wasserflüssen.
Der Einfluss des Menschen vor allen Dingen im 19. und 20. Jahrhunderts war signifikant. Dabei entstand durch die Einführung des Wasserbüffels aus Asien der größte Schaden, da viele fragile Systeme wie die Billabong fast unwiderruflich geschädigt wurden. Ein großer Teil der Büffel wurde daher im vergangenen Jahrhundert zur Jagd freigegeben und der Bestand somit reduziert. Die Krokodiljagd ist in dem Gebiet seit 1972 verboten, obwohl man heute darüber diskutiert, einen kleinen Bestand wieder zum Abschuss freizugeben, da die Zahl der Krokodile zu hoch ist und die Nahrung für die Tiere nicht ausreicht.
Die Minen sind natürlich ein weiterer Einfluss des Menschen auf die Landschaft, wobei es derzeit nur noch eine operierende Mine gibt. Die Unternehmen haben als Auflage, dass Gebiet nach dem Abbau wieder zu renaturieren.
Tourismus zählt heute zum stärksten Einflussfaktor, da pro Jahr hunderttausende den Park besuchen. Dazu wurde eine entsprechende Infrastruktur aufgebaut, Unterkünfte, Straßen, Telekommunikationsanlagen u.v.m.
Feuer gehört zu der Landschaft des Kakadu-Nationalparkes, vor allen Dingen auf den weiten Gras- und Buschland, das langen Trockenperioden ausgesetzt ist. Die Flora ist dem Feuer angepasst und einige Pflanzen brauchen diese Buschfeuer, um sich fortzupflanzen, da die Samenkapseln erst bei hohen Temperaturen aufplatzen. Feuer generell ist hier weniger gefährlich als in den südlichen Teilen Australiens. Viele Bäume sind resistent gegenüber Feuer, andere Pflanzen haben eine schnelle Regenerationsphase.
Kontrolliertes Abbrennen wird im Kakadu-Nationalpark in Abstimmung mit den traditionellen Besitzern, den Aborigines vorgenommen. Dieses Feuerlegen wird von den Aborigine schon seit tausenden Jahren praktiziert, teilweise in Bezug auf Landmanagement oder auch zur Jagd, um die Tiere herauszulocken. Wenn das Feuer erloschen ist, ziehen die neuen jungen Pflanzen Tiere wie vor allen Dingen die Wallabies an. Adler kreisen häufig fast direkt über dem Feuer, um Kleintiere zu jagen, die dem Feuer entfliehen wollen.

Samstag, 09.03.2013

Der Kakadu-Nationalpark bietet einige der besterhaltenen Felsmalereien der Aborigines in Australien. Wir werden diese am Morgen besuchen. Obwohl es unzählige Malereien im Park gibt, sind Nourlangie und Ubirr die bekanntesten und die meisten besuchten. Die Tiervielfalt erlebt man am besten an Orten wie dem Yellow Water Billabong, von Cooinda oder Mamukala aus auf einer Wildlife Cruise oder am Anbangbang Billabong.
Wir sehen den Lightning Man, auch Namarrgon genannt, ist eine spirituelle Gestalt aus der Traumzeit der Aborigines, die auf Erscheinungen in der Natur und des Regenwetters im Arnhem Land im Northern Territory in Australien zurückgeht. Die Regen- und Sturmsaison beginnt im späten Oktober jeden Jahres dort. Der Lightning Man ist im Kakadu-Nationalpark als Felsenmalerei auf dem Felsen Nourlangie dokumentiert. Das Felsengebiet wird als Lightning Dreamtiming bezeichnet.
Der Lightning Man ist verantwortlich für die Stürme mit Blitzen, die mit starkem Regen im Arnhem Land niedergehen. Die Gestalt kommt über den Ozean nach Australien. Der Lightning Man führt eine Axt und seine Ellenbogen und Knie sind die Blitze der Donner, die die Wolken durchstoßen. Namarrgon hat eine Familie. Seine Frau trägt den Namen Barrinj und ist die Mutter der orangefarbenen und blauen Grashüpfer (Petasida ephippigera), die in der Sturm- und Regensaison ins Arnhem Land kommen, um nach ihrem Vater zu sehen.
Die Traumzeitgeschichte, wird wie alle diese Vorstellungen mündlich überliefert, daher gibt es Abwandlungen. Beispielsweise soll der Lightning Man die Axt an seinen Schultern und Knien haben und damit die Bäume spalten.
Der Lightning Man wird, wie auch seine Familie, im Röntgenstil bildhaft in weißer Farbe dargestellt.
30 % aller australischen Vogelarten finden sich im Park und so ist er Anziehungspunkt für viele Vogelfreunde.
Große Leistenkrokodile (oder auch Salzwasserkrokodile genannt) können von Besuchern des Parks in freier Wildbahn vor allen Dingen im Yellow Water and East Alligator River beobachtet werden. So wurde auch der Film Crocodile Dundee hier gedreht. Schwimmen ist in vielen Teilen des Parks untersagt, da die Gefahr eines Krokodilangriffes besteht. Sichere Schwimmplätze sind ausgeschildert oder können im Besucherzentrum erfragt werden.
Barramundi ist ein sehr beliebter Fisch bei Anglern im Nationalpark. Angeln ist im Park erlaubt, Jagen dagegen nicht.
Der Park kann allein mit dem Auto oder in einer geführten Tour erkundet werden. Die meisten Straßen sind mit einem Zweiradantrieb zu befahren, allerdings gibt es Gebiete um die Twin und Jim Jim Falls und Gunlom, in denen man einen Geländewagen benötigt. Eine bekannte Strecke ist der sogenannte Nature’s Way tourism drive, der von Darwin nach Jabiru bis nach Katherine führt und zurück nach Darwin. Er ist etwa 900 km lang.
Wir besuchen das Warradjan Kulturzentrum. Es enthält eine Ausstellung und Informationen über viele Aspekte der Kultur der Ureinwohner des Kakadugebietes. Viele Ausstellungsgegenstände wurden zu Verfügung gestellt von Bininj des Murrumbur-Clans. Benannt ist das Zentrum nach Warradjan, der Papua-Schildkröte, deren Form die Architektur des Zentrums nachempfunden ist.
Yellow Water. Ein lebendig sich veränderndes Feuchtgebiet, in der Regenzeit ein überschwemmtes Gewässer, verwandelt es sich während der Trockenzeit-Periode in einen Zufluchtsort für Tiere.
Ubirr Rock-Kunststätte, Felsmalereien der Ureinwohner und eine wunderschöne, weitschweifende Aussicht auf die Nardab Überschwemmungsgebiete verleihen Ubirr Rock seinen ganz besonderen Reiz.
East Alligator Fluss bildet einen Teil der Grenze zwischen Kakadu und Arnhemland. Auf einer Bootsfahrt lassen sich der Fluss und die Kultur der Ureinwohner entdecken.
Ein Spaziergang durch geschichtete Sandsteingebiete, von Wind und Wetter in Höhlen und Säulen umgestaltet.
Ein Wanderweg führt zu einer schattigen und friedvollen Nanguluwur Naturgalerie mit Felsmalereien der Ureinwohner.
Der Kakadu-Nationalpark ist mit Darwin vom Arnhem Highway nach Pine Creek und Katherine über den Kakadu Highway verbunden. Beide Straßen sind befestigt, können aber bei starkem Regen gesperrt sein. In der Stadt Jabiru gibt es unterschiedliche Unterkünfte, eine Service Station, Polizei, Krankenhaus und ein Einkaufszentrum. Die Stadt wurde ursprünglich für die Uranmine errichtet, noch bevor der Park gegründet wurde. Sie besitzt einen kleinen Flughafen, von dem aus Rundflüge angeboten werden.
Die anderen Touristenzentren wie Cooinda und South Alligator bieten nur eingeschränkte Infrastrukturen. Cooinda, 50 km südlich von Jabiru auf dem Kakadu Highway ist der Sitz der Gagudju Lodge Cooinda, der Yellow Water Cruises und des Warradjan Aborigine Cultural Centre. Benzin und Lebensmittel können hier erworben werden und es gibt eine kleine Landebahn für Flugzeuge. Es werden von hier aus Rundflüge angeboten.
Der South Alligator etwa 40 km westlich von Jabiru über den Arnhem Highway beheimatet ein Hotel und eine Service station (Tankstelle). Der Border Store nahe Ubirr und Cahill’s Crossing, etwa 50 km nördlich von Jabiru, besitzt eine Einkaufsmöglichkeit.
Katherine ist die viertgrößte Stadt im Northern Territory von Australien.
Die Stadt liegt etwa 317 km südöstlich von Darwin am Stuart Highway. Sie lag an der Nordaustralischen Eisenbahn und befindet sich gegenwärtig an der Zentralaustralischen Eisenbahn. Der Katherine River fließt durch die Stadt, die heute Mittelpunkt einer nach ihr benannten Region ist.
Vor der Kolonialisierung gehörte das Gebiet von Katherine zum Lebensraum der Jawoyn und Dagomen, deren hauptsächliche Lebensgrundlage der Katherine River war. Der erste Europäer, der in die Gegend kam, war 1844 Ludwig Leichhardt. Benannt wurde der Fluss aber erst am 4. Juli 1862 durch John McDouall Stuart nach der Tochter von James Chambers, einem der Finanziers seiner Expedition. Zu der Ansiedlung, die sich erst später nach dem Fluss nannte, kam es Zuge des Baus der Transaustralischen Telegrafenleitung im Jahre 1870. Zwei Jahre später wurde eine Relaisstation bei Knott’s Crossing errichtet.
Ab 1878 nahmen im Umland landwirtschaftliche Betriebe die Schaf- und Rinderzucht auf.
Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung von Katherine war die Eröffnung einer Poststation im Jahr 1883.
Das im Jahr 1888 gebaute Sportman’s Hotel sorgte zusammen mit der Fertigstellung der Eisenbahnlinie zwischen Darwin und Pine Creek im Folgejahr für erleichtertes Reisen im Northern Territory. Manager des Sportman’s Hotel war Tom Pearce (* 1862, † 1952), der als Mine Host in Jeannie Gunns Roman We of the Never-Never literarisch verewigt wurde. Jeannine Gunn gibt die Zahl der ständigen Bewohner von Katherine für das Jahr 1902 mit sechs Personen an.
Der Siedlungsschwerpunkt von Katherine verschob sich noch zweimal, bevor mit dem Bau der Eisenbahnbrücke der Nordaustralischen Eisenbahn über den Fluss und des zweiten Bahnhofs an dessen Südufer 1926 das heutige Stadtzentrum entstand. Zuvor befanden sich das Siedlungszentrum und der erste Bahnhof (seit 1917) am Nordufer des Flusses. Die Siedlung hieß Emungalan. Der Aufschwung Katherines endete zunächst im Jahr 1930, als durch die Weltwirtschaftskrise bedingt der Weiterbau der Eisenbahn eingestellt wurde. Unmittelbar vor dem Zweiten Weltkrieg hatte der Ort etwa 250 Einwohner. Als wichtiger Stützpunkt während des Krieges nahm er in dieser Zeit erheblichen Aufschwung.
Im Januar 1998 wurden weite Teile der Stadt durch eine Überflutung verwüstet: Der Wirbelsturm Les zog über das Gebiet und verursachte innerhalb von 48 Stunden eine Regenmenge von 300 bis 400 Millimetern.
Heute zählt die Stadt etwa 6.000, das lokale Verwaltungsgebiet dessen Hauptstadt Katherine darstellt, etwa 8.200, nach anderen Angaben 11.000 Einwohner. Ein erheblicher Teil davon sind Aborigines.
Die Stadt lebte bis Mitte der 1970er Jahre in erster Linie von der Rinderzucht. Die fleisch- und milchverarbeitende Industrie wurde in der Folgezeit durch den zunehmenden Export lebenden Viehs zurückgedrängt (Schließung eines Schlachthofes und einer Molkerei im Jahr 2001). Heute jedoch steht der Tourismus im Mittelpunkt des Wirtschaftslebens. Etwa 300.000 Touristen besuchen die Region jedes Jahr.
Die Stadt bildet im Straßenverkehr ein wichtiges Wegkreuz im Outback. Zunächst war sie an die Nordaustralische Eisenbahn angeschlossen, die 1976 stillgelegt wurde. Das Empfangsgebäude ist erhalten und beherbergt ein kleines Museum. Seit 2004 ist die Stadt wieder an die Eisenbahn angeschlossen. Die Strecke der Zentralaustralischen Eisenbahn verläuft allerdings weit westlich der Stadt, so dass der Bahnhof etwa 15 km vom Stadtzentrum entfernt liegt.
Katherine hat auch einen Verkehrsflughafen. In der Nähe der Stadt liegt ebenfalls der Militärflugplatz RAAF Base Tindal.
Katherine selbst bietet wenig touristische Attraktionen, liegt aber nahe am Katherine-Gorge-Nationalpark, einem beliebten Ausflugsziel.
Neben dem Kakadu-Nationalpark und dem Uluṟu (früher „Ayers Rock“) gehört der 32 km nordöstlich von Katherine gelegene Katherine-Gorge-Nationalpark zu den populärsten Ausflugszielen im Northern Territory. Der in der Aborigines-Sprache „Nitmiluk“ genannte Park ist 180.400 Hektar groß. Er bietet 13 aufeinanderfolgende Schluchten, die insgesamt 12 km lang sind, mit bis zu 70 m hohen Felswänden. Des Weiteren bietet der Park seinen Besuchern ausgiebige Wanderwege und viele Badeplätze.
Das Heimatmuseum befindet sich im Terminal des ehemaligen Flughafens von Katherine. Ein wichtiges Stück der Dauerausstellung ist ein einmotoriger, offener Doppeldecker, den einst der erste der „Flying Doctors“, Clyde Fenton, benutzt hatte.
Südlicher Stadtteil von Katherine am Victoria Highway. Hier lädt das warme Wasser des Katherine River mit der Low Level Bridge, einem Wehr und mehreren Stromschnellen zum Baden ein. In den Bäumen entlang des Ufers leben etliche Kolonien fliegender Füchse, die besonders in den Morgen- und Abendstunden eindrucksvolle Flugschauspiele bieten. Nur wenige 100 Meter entfernt ist der Katherine Low Level Caravan Park.
Die größte Attraktion des 1500 Hektar großen Naturparks 25 km südlich von Katherine sind einige Kalksteinhöhlen mit Tropfsteinen. In der Trockenzeit veranstalten die Ranger hier Touren durch den Untergrund. In den Höhlen leben seltene Fledermäuse und Schlangen.
Etwa 40 km nördlich von Katherine speisen 60 m hohe Wasserfälle einen See, der ein beliebtes Badeziel ist. Rings um den See existiert eine üppige Vegetation. Der See ist Teil des Katherine-Gorge-Nationalparks. Oberhalb des Wasserfalls liegen noch weitere Badeteiche.
Die historische Farm dient heute nur noch touristischen Zwecken. Zum Programm zählen beispielsweise Nachtfahrten zu den Ruheplätzen der Krokodile am Fluss und kostenlose Führungen über die Farm. Sie ist etwa 8 km von Katherine entfernt.
10 km südlich von Katherine zieht das glasklare Wasser zweier warmer Quellen bei Mataranka Besucher an. In der Nähe befindet sich auch der vom Roper River durchflossene Elsey National Park.
Wir besichtigen Termitenhügel von unglaublicher Größe. Dabei erklärt uns Esther den Unterschied zwischen kathedralischen und magnetischen Termiten.
Ein Termitennnest wird im Regelfall bei allen Arten begründet durch genau ein geflügeltes Weibchen und ein geflügeltes Männchen (2009 wurde entdeckt, dass bei zumindest einer Art alternativ auch parthenogenetische Fortpflanzung vorkommt[8]). Bis heute ist keine Art ohne voll geflügelte Geschlechtstiere in beiden Geschlechtern entdeckt worden. Diese werden nach erfolgreicher Koloniegründung als „Königin“ und „König“ bezeichnet. Die geflügelten Geschlechtstiere oder „Alatae“ finden sich im Anschluss an einen Hochzeitsflug am Boden. Zur Erleichterung der Partnerfindung schwärmen Termitenarten regional synchronisiert in Massenflügen aus, die zu bestimmten Jahreszeiten stattfinden und jeweils durch besondere Wetterbedingungen ausgelöst werden. Bei einigen Arten lockt das Weibchen das Männchen durch einen Sexuallockstoff (Pheromon) an, bei anderen Arten wurde kein Pheromon nachgewiesen. Termitenweibchen paaren sich nur mit einem Männchen, das Paar bleibt anschließend zur Gründung einer neuen Kolonie zusammen. Die Geschlechtstiere werfen im Anschluss an den Hochzeitsflug die Flügel (an vorgebildeten Bruchlinien) ab, die eigentliche Paarung erfolgt am Boden, in der Regel am neuen Neststandort.

Als seltene Ausnahme können bei wenigen Arten viele untereinander nicht unbedingt verwandte Geschlechtstiere gemeinsam ein Nest begründen, dieses Phänomen wird als „Pleometrosis“ bezeichnet. Eine Begründung von neuen Kolonien durch Spaltung oder „Knospung“, d.h. Abspaltung eines Teils der vorhandenen Kolonie (wie bei Honigbienen) findet im Normalfall nicht statt (es gibt Ausnahmen, v.a. bei Reticulotermes und Mastotermes). Einige Arten bilden allerdings Satellitennester aus, die vom Mutternest abhängig bleiben. Selten und nur bei wenigen Arten passiert es auch, dass benachbarte Kolonien derselben Art miteinander fusionieren (verschmelzen). Im Normalfall sind Termiten Artgenossen aus anderen Kolonien derselben Art gegenüber aber hochgradig aggressiv.

Bei vielen Arten wird beobachtet, dass eine Kolonie über den Tod des begründenden Paars hinaus bestehen bleiben kann. In diesem Fall differenzieren einige Entwicklungsstadien (Larven oder Nymphen) sich zu sekundären Geschlechtstieren. Solche Geschlechtstiere besitzen niemals Flügel und bleiben in ihrer sonstigen Morphologie larvenähnlich, nur die Geschlechtsdrüsen (Gonaden) reifen aus. Vermehrung mit solchen larvenförmigen Geschlechtstieren wird in der Biologie als Neotenie bezeichnet. Je nach Art kann das Gründerpaar durch zahlreiche neue neotenische weibliche und männliche Geschlechtstiere oder nur durch ein einziges neues Paar ersetzt werden (z. B. alle Kalotermitidae); im zweiten Fall werden die überzähligen Tiere durch aggressives Verhalten untereinander eliminiert. Neotenische Ersatz-Geschlechtstiere sind Geschwister, von ihnen aufrechterhaltene Kolonien zeichnen sich deshalb durch hohe Inzuchtraten aus.

Termiten sind „hemimetabole“ Insekten, deren Entwicklungsstadien im Körperbau den Adulti (den Geschlechtstieren) ähneln. Im Sprachgebrauch der Termitenforscher werden Entwicklungsstadien ohne Flügelanlagen als „Larven“, solche mit äußerlich sichtbaren Flügelknospen (Flügelscheiden) als „Nymphen“ bezeichnet. Nymphen werden nur für die Produktion neuer Geschlechtstiere gebildet, da die Arbeiter und Soldaten flügellos sind und bleiben. Die von der Termitenkönigin gelegten und vom König befruchteten Eier entwickeln sich auf verschiedenen Entwicklungspfaden unterschiedlich. Da alle Termitenarten soziale Insekten sind und in Kolonien oder Staaten zusammenleben, werden zusätzlich zu den neuen Geschlechtstieren andere Kasten ausgebildet. Bei allen Termiten kommt ein als Arbeiter bezeichnetes Stadium, das sich nicht fortpflanzt, vor. Weiterhin existiert fast immer eine zweite sich nicht fortpflanzende Kaste, die als Soldaten bezeichnet wird, deren einzige Aufgabe die Verteidigung ist. Soldaten treten in allen Familien der Termiten, auch bei den ursprünglichsten Vertretern, auf; wenige Arten besitzen keine Soldaten-Kaste, sie wurde bei ihnen sekundär aufgegeben.[9] Im Gegensatz zu den Insektenstaaten der Hautflügler sind die Tiere der nicht reproduzierenden Kasten bei den Termiten beiderlei Geschlechts, obwohl bei vielen Arten in einzelnen Kasten (z. B. bei den Soldaten) jeweils ein Geschlecht deutlich überwiegen kann.[10]

Ob ein bestimmtes Individuum sich zu einem geflügelten Geschlechtstier, einem neotenen Ersatz-Geschlechtstier, einem Arbeiter oder einem Soldaten entwickelt, wird im Kern durch Umwelteinflüsse gesteuert. Welcher Entwicklungspfad jeweils eingeschlagen wird, wird hormonell gesteuert, insbesondere scheint der Spiegel des Juvenilhormons äußerst wichtig zu sein. Der Hormonspiegel selbst wird durch externe Signale geregelt. Wichtig sind dabei vor allem soziale Signale aus der Kolonie selbst. Dies sind z. B. als Pheromone wirksame Substanzen in der Kutikula, die die heranwachsende Larve durch direkten Kontakt und durch die gegenseitige Fütterung (Trophallaxis) aufnimmt, dadurch wird es z. B. allen Larven mitgeteilt, ob eierlegende Geschlechtstiere in der Kolonie vorhanden sind oder nicht[11] Eine Besonderheit aller „niederen“ Termiten ist es, dass die Entwicklungspfade bei ihnen hochgradig flexibel bleiben und ineinander übergehen können. Mit Ausnahme der Soldaten können sich bei ihnen im Prinzip alle Tiere zu Geschlechtstieren entwickeln (und selbst bei den Soldaten existieren Ausnahmen[12]). Aber auch Tiere, die den Entwicklungspfad zu Geschlechtstieren eingeschlagen haben, d.h. die sog. Nymphen (mit Flügelscheiden) können sich durch „regressive“ Häutungen in Arbeiter zurückverwandeln. Arbeiter können sich durch stationäre Häutungen in Arbeiter desselben Stadiums ohne morphologische Weiterentwicklung häuten. Durch regressive und stationäre Häutungen lassen sich bei den niederen Termiten also zwar durchaus verschiedene Stadien unterscheiden, es ist aber nicht möglich, anhand des Stadiums das Alter oder die Vorgeschichte eines einzelnen Tiers zu erkennen. Im Gegensatz zu den niederen Termiten wird bei der Familie Termitidae in einem frühen Larvenstadium unwiderruflich das künftige Schicksal festgelegt. Die Tiere, die sich zu Arbeitern entwickeln, können bei ihnen nicht mehr zu normalen Geschlechtstieren werden (möglich ist nur eine Art Ersatz-Geschlechtstier mit stark reduzierter Eiproduktion). Die Anzahl der Stadien ist artspezifisch verschieden. Typischerweise sind die ersten zwei Larvenstadien immer ohne Flügelanlagen. Geflügelte Tiere werden im Ausnahmefall über ein einziges Nymphenstadium gebildet, in der Regel existieren aber zwei oder mehr, die sich in der Länge der Flügelscheiden unterscheiden. Auch zur Produktion funktioneller Arbeiter sind oft noch mehrere durch Häutungen getrennte Stadien erforderlich. Soldaten entwickeln sich aus Arbeitern (selten auch aus Nymphen). Dem fertigen Soldaten geht dabei in der Regel ein Umwandlungsstadium mit funktionsuntüchtigen Mundwerkzeugen (ein sog. Präsoldat) voran. Auch (neotene und geflügelte) Geschlechtstiere besitzen in der Regel vor der Reifung der Gonaden mindestens ein inaktives Übergangsstadium.
Es beginnt wieder zu regnen.
Es ist Zeit, nach Darwin zurück zu kehren.

Montag, 11. März 2013

Wir haben zwei freie Tage in Darwin, Zeit das letzte Geld loszuwerden. Ein Bummel durch die Souvenierläden ist recht schnell erledigt, Darwin stellt sich im Zentrum sehr übersichtlich dar.
An der Küste ist nach dem Wirbelsturm eine neue Wasserfront entstanden, wir sehen auch deutsche Baufirmen bei der Arbeit. Nach wie vor ist es sher heiss, einige unserer Reiseteilnehmer halten es nur mit einem feuchten Tuch, das sie immer wieder mit kaltem Wasser anfeuchten, auf dem Kopf aus. Wir entscheiden uns, das letzte Abendessen an der Wasserfront einzunehmen, ein eingebürgerter Italiener serviert uns natürlich Fisch…

Dienstag, 12. März 2013

Es gibt noch eine letzte offizielle Stadtrundfahrt, aber nichts, was wir nicht schon am Vortag gesehen hätten. Halt: Ein Krokodilleder- Shop erweckt unser Interesse, aber wer kann sich nach 4 Wochen Australien noch eine Geldbörse für 500 A$ oder einen Koffer für 2500 A$ leisten?
Also bleibt es bei Shirt und kleinen Dingen.
Am Abend geht es zurück nach Singapur.
Alles Gute Australien.

Mittwoch, 13. März 2013

Wir fahren auf den Mount Faber.
Mount Faber wurde als Telok Blangah Hill bekannt, wurde aber später nach Faber umbenannt.
Faber durchtrennte das dichte Unterholz, so dass der Weg an die Spitze des Hügels gebaut werden konnte.
Die ursprüngliche kurvenreiche Straße wurde in der Presse damals als „dumm schmale Straße“genannt.
1845 wurde eine Signal Station auf dem Hügel errichtet.
Nach der indischen Meuterei von 1857, beschloss die Regierung aus Angst vor Aufruhr unter den lokalen indischen Sepoys, Mount Faber in eine Festung umzuwandeln. Die Verteidugungsarbeiten wurden begonnen, Granit Stellungen für Geschütze wurden halber Höhe des Hügels abgeschlossen, aber Mount Faber wurde nie eine Festung. Dafür wurde 1905 eine Sternwarte gebaut.
Den weiteren Tag verbringen wir am Singapur River, lassen einen Hummer schlachten und trinken ein…zwei Bierchen.
Am Abend verlassen wir Singapur und fliegen via London zurück nach Hause. Was für eine tolle Reise…..
Ich dachte, ich könnte der Natur ein Schnippchen schlagen und bei mildem Frühlingswetter deutschen Boden erreichen, aber weit gefehlt: Schnee Schippen war angesagt.

Dieser Bericht wurde uns mit freundlicher Genehmigung von Peter Janz, Wittenberge zur Verfügung gestellt.
Die Bildrechte in diesem Bericht liegen ebenfalls beim Autor. Der Autor verwendet Auszüge u.a. von Wikipedia.

Fragen, Anregungen oder ein nettes "gute Reise"?

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